Umweltverschmutzung

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Gut das unser Umweltminister die Zahlen kennt, und sich um die Gesundheit der Bevölkerung in NRW sorgt.

Nach der EU-Richtlinie 1999/30/EG sind ab dem 1. Januar 2005 nur maximal 35 Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 pro Jahr zulässig.

Seit dem 01.01.2008 traten an nachfolgenden Messstationen Überschreitungen dieses Wertes)* auf.

Informationen zur Wirkung von PM10

Bei den luftgetragenen Partikeln PM10 handelt es sich um Partikel mit einem Durchmesser ≤ 10 µm. Sie gelangen durch Nase und Mund in die Lunge, wo sie je nach Größe bis in die Hauptbronchien oder Lungenbläschen transportiert werden können.

Aus epidemiologischen Untersuchungen liegen deutliche Hinweise für den Zusammenhang zwischen kurzen Episoden mit hoher PM10-Exposition und Auswirkungen auf die Sterblichkeit (Mortalität) und Erkrankungsrate (Morbidität) vor. PM10 (oder eine oder mehrere der PM10-Komponenten) leisten nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand einen Beitrag zu schädlichen Gesundheitseffekten beim Menschen. Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sind dabei am wichtigsten. Die sehr Jungen und die sehr Alten, ebenso wie Personen mit niedrigerem Sozialstatus sind offenbar besonders stark betroffen.

Eine Langzeit-Exposition über Jahre oder Jahrzehnte kann ebenso mit ernsten gesundheitlichen Auswirkungen verbunden sein. Auswirkungen von PM10 wurden insbesondere für Atemwegserkrankungen und das Lungenwachstum gefunden. Auch gibt es Hinweise für eine erhöhte Lungenkrebssterblichkeit.

Ergebnisse aus epidemiologischen Untersuchungen erhärten den Verdacht, dass gesundheitliche Effekte teilweise auf die alleinige Wirkung von Partikeln (u. a. PM10) bzw. deren Kombination mit anderen gasförmigen Luftschadstoffen zurückzuführen sind.

Toxikologische Untersuchungen (Tierversuche u. a.) konnten allerdings bislang noch nicht die Frage beantworten, welche Partikeleigenschaften und welche toxikologischen Mechanismen die Ursache für die beobachteten statistischen Verknüpfungen zwischen Partikeln und gesundheitlichen Effekten sind.

Stand: 05.01.2012

Immer weniger Messstationen im Kreis und in den anliegenden Gemeinden (Bottrop fehlt und eine Station in Gelsenkirchen)

Messergebnisse der kontinuierlichen Messungen

Messergebnisse  des Referenzverfahrens

Im gesamten Kreis Recklinghausen gibt es nur noch eine Messstation!

Wir fordern weitere Messstationen in Recklinghausen - zusätzlich - und nicht Demontage vorhandener Anlagen die Überschreitungen messen!!!

 
 

Station

 

Messnetz Stationsname Tage Bemerkung  
VBOH Nordrhein-Westfalen Bochum - Herner Straße 0 kontinuierliche Messung  
DATT Nordrhein-Westfalen Datteln - Hagem 0 kontinuierliche Messung einzige Mess-station in RE
VEAE Nordrhein-Westfalen Essen - Gladbecker Straße 0 kontinuierliche Messung  
VGES Nordrhein-Westfalen Gelsenkirchen - Kurt-Schumacher-Straße 0 kontinuierliche Messung  
VHER Nordrhein-Westfalen Herne - Recklinghauser Straße 0 kontinuierliche Messung  
VOBM Nordrhein-Westfalen Oberhausen - Mülheimer Straße 0 kontinuierliche Messung  
BOTT Nordrhein-Westfalen Bottrop - Wellheim 0 Referenzverfahren  
GELS Nordrhein-Westfalen Gelsenkirchen - Bismark 0 Referenzverfahren  
DMD2 Nordrhein-Westfalen Dortmund Eving 0 Referenzverfahren  

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister.

In Anlehnung der u.s. Pressemitteilung und der Verkehrsbelastung vor meinem Anwesen werden Sie sicher verstehen, dass ich die genauen Belastungsdaten  des Verkehrs mittels Ruhrpiloten erfahren möchte. Da ich seit > 30 Jahren seitens der (SPD-kontrollierten-) Verwaltung nicht im Ansatz erkennen kann, dass hier ernsthaft die vom Karl Steinhard1979 geforderte Entlastung in Angriff genommen wird, sehe ich – so eine Überbelastung der Straße besteht - als Ultima-Ratio nur den Klageweg gegen die Stadt.

Um hier nicht im Nebel zu stochern, erwarte ich kurzfristig Ihre zugesagte Antwort in Sachen Datenkonzentrator / Ruhrpilot. Sollte die Anfrage ins Leere laufen, darf ich hier in der Sache Vorsatz unterstellen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Jürgens

Artikel 2 GG  Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.



Betreff: "Zuviel Feinstaub in deutschen Innenstädten", Umweltbundesamt, Presseinformation 42/2009

Zuviel Feinstaub in deutschen Innenstädten

Weitere Maßnahmen zur Emissionsminderung nötig

Die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung in deutschen Innenstädten ist weiterhin zu hoch. In sechs Städten – darunter Stuttgart und München - ist der Grenzwert (Tagesmittelwert) von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) bereits jetzt an mehr als den zulässigen 35 Tagen pro Jahr überschritten. Weitere zehn Städte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Thüringen, Hessen und Sachsen stehen kurz vor der Grenzwertüberschreitung. Ein Grund dafür ist das Wetter zu Beginn dieses Jahres: windschwache Hochdruckwetterlagen, die häufiger auftraten als in den Jahren 2007 und 2008, behinderten den Abtrans­port der Luftschadstoffe.

„Wir müssen die Feinstaubbelastung dringend senken, damit die Menschen - gerade in den Innenstädten - gesunde, saubere Luft atmen können“, sagt Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA). „Möglichkeiten, die Feinstaubemissionen zu senken, gibt es. Sie müssen nun schleunigst Wirklichkeit werden.“

Der Straßenverkehr ist eine wichtige Emissionsquelle für Feinstaub. Hier gilt es anzusetzen:

-          Würden in Umweltzonen nur noch Kraftfahrzeuge mit grüner Plakette - also Fahrzeuge der Schadstoffgruppe EURO 4 und besser - fahren, ließen sich bis zu 18 Überschreitungstage pro Jahr vermeiden.

-          Ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde auf den betroffenen Hauptverkehrsstraßen innerhalb der Städte ließe 10 Überschreitungstage weniger im Jahr als bei Tempo 50 erwarten.

Die Nachrüstung leichter Nutzfahrzeuge der Schadstoffklassen EURO 3 und schlechter mit Dieselrußfiltern sollte die obigen Maßnahmen ergänzen. Betroffen sind bis zu 300.000 leichte Nutzfahrzeuge in Deutschland. Die Länder, die für die Einhaltung der Luftqualitätsanforderungen verantwortlich sind, könnten für Förderprogramme auf Gelder aus dem EU-Strukturfonds zugreifen.

Nicht nur der Verkehr ist für die hohe Feinstaubbelastung verantwortlich. Auch andere Quellen sind relevant – beispielsweise die Holzheizungen und Kamine in privaten Haushalten und im Kleingewerbe. So genannte Kleinfeuerungsanlagen sind nach dem Straßenverkehr der zweitgrößte Verursacher des Feinstaubes. Um hier Emissionsminderungen zu erreichen, muss es anspruchsvolle Grenzwerte für diese Heizungen geben. Die geplante Novellierung der „Verordnung über kleine und mitt­lere Feuerungsanlagen“ sieht dies vor. Wichtig ist, dass auch Altanlagen ihre Emissionen senken müssen. Nach einer angemessenen Übergangsfrist sollte auch für sie ein anspruchsvoller Staubgrenzwert gelten. Um diesen einzuhalten, haben die Betreiber zwei Möglichkeiten: Sie können die Anlage mit einem Filter zur Feinstaubminderung nachrüsten oder die alte Anlage durch eine neue ersetzen. Für eine Reihe von Anlagen plant das Bundesumweltministerium (BMU) Ausnahmen - beispielsweise für Anlagen, die die einzige Heizmöglichkeit einer Wohneinheit sind, sowie für solche Anlagen, die vorrangig zum Kochen dienen.

Die hohe Feinstaubbelastung in den Städten entsteht nicht nur aus den Emissionen vor Ort. Ein bedeutender Anteil des Feinstaubes, der sich in der Atmosphäre auch aus den Vorläufersubstanzen Schwefel- und Stickstoffoxiden bildet, kommt von weit her in unsere Ballungsräume. Hier sind europäische Lösungen gefragt: Eine deutliche Minderung der Emissionen aus großen Industrieanlagen - wie etwa Kraftwerken - ist erforderlich. Die Europäische Union überarbeitet derzeit die Vor­schriften für diese Industrieanlagen. Dabei sind es vor allem Anlagen in Osteuropa, die einen großen Sanierungsbedarf haben. Deutschland setzt sich für anspruchsvolle Grenzwerte für Staub selbst und für die Vorläufersubstanzen ein und wird  profitieren: Mittelfristig könnte die Belastung, die aus dem Ausland nach Deutschland kommt, deutlich abnehmen.

Das aktuelle UBA-Hintergrundpapier „Feinstaubbelastung in Deutschland“ steht unter Verfügung unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3565.

Aktuelle Luftqualitätsdaten finden Sie im Internet unter http://www.env-it.de/umweltbundesamt/luftdaten/index.html. / Umweltbundesamt Pressesprecher: Martin Ittershagen/Mitarbeiter/innen: Dieter Leutert, Fotini Mavromati, Theresa Pfeifer, Martin Stallmann / Adresse: Postfach 1406, 06813 Dessau-Roßlau / Telefon: 0340/21 03-2122, -2250, -2318, -3927, -2507 / E-Mail: pressestelle@uba.de / Internet: www.umweltbundesamt.de

 

Pressemitteilung

Ergebnisse der Schwermetall-Bodenuntersuchung im Bereich der Halde liegen vor.

Aufgrund eines im August 2008 vom RVR veröffentlichten Gutachten eines Dipl. Meteorologen über die Luftschadstoff Immissionen im Bereich des RZR Herten ist der Haldenaufenthalt im Landschaftspark Hoheward  gesundheitlich unbedenklich.

B‘90/die Grünen in Zusammenarbeit mit Pro-Herten, NUR-im-VEST und der evangelischen Kirche wurden Bodenproben im Haldenbereich entnommen. Diese wurden in einem aufwendigen und kostenintensiven Verfahren auf Dioxin untersucht. Wie wir in einem Pressetermin mitteilten, ergaben die Analyse keinerlei Dioxin-Grenzwertüberschreitungen.

Da Industrieanlagen und im Besonderen auch Müllverbrennungsanlagen neben Dioxin nachweislich Schwermetalle emittieren, wurden vom Stadtverband B‘90/Die Grünen mittel vorhandene Rückstellproben ergänzende Analysen auf Schwermetall in Auftrag gegeben. Das auch im Hinblick, da uns seitens der AGR bzw. dem RVR für das Freizeitgebiet der Halden keine neueren Daten bekannt sind.

Das Ergebnis ist erfreulich. Aus gutachtehrlicher Sicht ergibt sich derzeitig kein Handlungsbedarf, da alle entsprechenden Vorsorgewerte eingehalten werden. Trotz RZR Nähe sind keine Grenzüberschreitungen für Arsen, Cadmium, Blei, Chrom, Nickel, Quecksilber und Zink zu beklagen. Das Gutachten ist als pdf-Datei unten zum Download gespeichert.

Ungeachtet der derzeitigen Situation tritt Bündnis90/die Grünen dafür ein, dass in einem angemessenen Zeitrahmen im Bereich des RZR auch in Zukunft Untersuchungen als Auflage von dem Regierungspräsidenten als Genehmigungsbehörde gefordert werden. Es kann nicht sein, dass private Untersuchungen behördliche Stichproben ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Karl Kneip

Folgende Bilder stellen wir Ihnen zu Verfügung (Quelle: Reinhard Bömke)

Pfarrer Andreas Wilkens (l) Joachim Jürgens (r) bei der Probeentnahme


Joachim Jürgens (l) Karl Kneip (r) B’90 bei der Probe

Und hier zum Download der Ergebnisse!

 

Herten braucht kein RZR II

„Eine fatale Fehlentwicklung“ nennen die Umweltschutzorganisationen die Errichtung weiterer großer Müllverbrennungsanlagen in Europa. Da alle diese mit Müll „gefüttert" werden sollen, steigt der Mülltourismus an, während durch die Konkurrenz der Preis für die Entsorgung sinkt.

Die Erweiterung des RZR um eine weitere Müllverbrennungsstraße ist ein Beispiel für diese falsche Weichenstellung. Die Alte Anlage mit einer Auslastung von 250.000 Mio. Tonnen ist wohl kaum ausgelastet, geplant ist mit der neue Anlage aber ein Kapazität - Abfallvolumen von 500.000 Tonnen. Es ist also mehr Müll notwendig! Damit trägt das RZR Herten mit dazu bei, die Anreize zu Müllvermeidung und Recycling zu verringern. Hinzu kommen weitere negative Effekte wie die Belastung mit klassischen Luftschadstoffen.
Durch die Umbenennung von „Müllverbrennung“ in „thermische Verwertung" und von „Müll" in „Ersatzbrennstoff" sollen die negativen Folgen der umweltfeindlichen Müllpolitik schön geredet werden. Dabei sind Europas Abfallberge in den vergangenen Jahren bedenklich angewachsen. Allein beim Hausmüll verzeichnete die EU zwischen 1995 und 2003 ein Plus von 19 Prozent. In der EU wird nur ein Viertel der Abfälle wieder verwendet - technisch möglich wären aber bis zu 80 Prozent. Dazu kommt: Hinter einer Tonne Müll steht ein großer Aufwand an Material- und Energieeinsatz für die Produktion des Ursprungsproduktes. Durch die Verbrennung des Mülls kann nur ein Teil der aufgewendeten Gesamtenergie rückgewonnen werden. Müll vermeiden heißt in erster Linie, Rohstoffe und Energie zu sparen. Müllvermeidung und Mehrweg ist gelebter Klimaschutz.

 

Der Kreis Recklinghausen wird durch die "kleine Stadt Herten" zugemüllt - mit Müll aus aller Welt!

Unter der Überschrift „Entsorgung von Abfällen aus Neapel stabilisiert Gebühren im Kreis“ schlägt eine lobbyistisch geprägte Verwaltung und Politik in Herten und im Kreis Recklinghausen wieder einmal zu. Sie vergleicht die Abfalltransporte mit Brötchentourismus.

Noch mal zum Nachdenken: Hier geht es um den Neapelmüll und Mülltourismus. Unverständlich die Aussage des „so genannten“ Entsorgungsexperten der Kreisverwaltung Stuhldreier, der uns weismachen will, dass 2000t Müll aus Neapel unsere Müllpreise stabilisiert. Herr Stuhldreier, als Verantwortlicher müssten Sie wohl wissen, dass wir eher mit einem Müllpreis von 136 € / t den Neapelentsorgungspreis von 119 € subventionieren. Und was soll das – bleiben wir einmal beim Mengengerüst. 2000t Müll aus Neapel machen weniger als 1% der jährlichen Verbrennungsmenge im RZR aus. Ich frage Sie ernsthaft, wem wollen Sie glaubhaft versichern, dass dieser Müll die Kassen der AGR / ECO-City konsolidieren wird?

Tatsache ist, dass die AGR, glaubt man verschiedenen Presseveröffentlichungen, sich in einer extrem finanziellen Schieflage befindet und jedes Gramm Müll für ihre überdimensionierte Anlage braucht. Und das trotz der Aussage des Pressesprechers:
Rückblende: AGR-Sprecher Heinz Struszczynski sagte dem Medienhaus Bauer zum 11. Januar in diesem Jahr: „Im Hertener RZR werden wir keinen Abfall aus Neapel verbrennen.” Und weiter: „Nach dem Wirbel um das gescheiterte Australien-Geschäft sind wir an keinen neuen Schlagzeilen interessiert“.

Den Vogel schießt einmal wieder der CDU-Politiker und das AGR-Aufsichtsratsmitglied Hegemann ab. Hatte er nicht in der australischen Giftmüllgeschichte noch vom Ritterschlag für die Abfallgesellschaft gesprochen. Merkt er nicht, wie sehr er seinem eigenen CDU-Umweltminister in Düsseldorf mit seinen Worten das Schwert der Ritterlichkeit in den Rücken bohrt?

Nun, den Mülltourismus mit Brötchentourismus zu vergleichen, bedeutet mit Verlaub in meinen Augen, den verantwortungsvollen Politiker mit einem Hofnarren gleichzustellen. Lieber Herr Hegemann, hier einmal eine Feststellung, die Sie sich einmal genussvoll über die Zunge gehen lassen sollten: Die Experten des Prognos-Instituts haben herausgefunden, dass jährlich bis zu 224 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden könnten, wenn alle Mitgliedsländer verstärkt recyceln würden, anstatt Müll zu verbrennen. Die Kollegen von Ökopol kommen sogar auf 247 Millionen Tonnen, wenn es gelingen würde, den Siedlungsmüll zu halbieren. “Das ist so viel, als würde man 87 Millionen Autos von der Straße nehmen“. Also verbrennen Sie weiter was Sie wollen, Ihre Enkel werden es Ihnen danken.

Joachim Jürgens

Greenpeace - Müllverbrennung  und Gesundheit - Informationen als pdf-Datei

Mehr Gift im Essen erlaubt

Der Westen – WAZ - 31.08.2008, Detlef Fechtner

Brüssel. Neue EU-Grenzwerte ersetzen die bisherigen nationalen Limits. Greenpeace schlägt deshalb Alarm. Die Industrie will keine Gefahr erkennen: Die neue Regelung sorge für mehr Übersicht in der EU

Für viele Lebensmittel in Deutschland gelten von nächster Woche an großzügigere Toleranzgrenzen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. In Folge einer schon vor drei Jahren beschlossenen EU-Verordnung werden am kommenden Montag alle noch verbliebenen nationalen Höchstwerte für Pestizide durch europäische Vorgaben ersetzt – und die sind häufig nicht so streng wie die deutschen.

Die Umweltorganisation Greenpeace schlägt deshalb Alarm: Künftig dürften hier zu Lande auch dann Äpfel, Birnen, Trauben, Tomaten, Paprika und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse verkauft werden, wenn ihre Pestizid-Belastung „so hoch ist, dass akute und chronische Gesundheitsschäden drohen“. Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter wirft der EU-Kommission und ihrer Lebensmittel-Prüfbehörde vor, bei der Festlegung der Höchstwerte „geschlampt“ und “handwerkliche Fehler“ gemacht zu haben. Er hebt hervor, dass Greenpeace nicht einmal eigene Kriterien angelegt, sondern die EU-Kommission an ihren  Maßstäben und international gängigen Standards gemessen habe.

Reihenweise Überschreitungen

Bei den Tests seien in 570 Fällen Überschreitungen der „akuten Referenzdosis“ entdeckt worden. In knapp 100 weiteren Untersuchungen wurden den Angaben zufolge Rückstände gefunden, die über das Maß hinausgehen, das die Weltgesundheitsorganisation und andere Institute für eine akzeptable Tagesdosis erklären. Brüssel habe unter den nationalen Werten schlicht die höchsten ausgewählt, beklagt Greenpeace-Aktivistin Ulrike Kallée.  

Der Industrieverband Agrar, der Zusammenschluss der Hersteller von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, hält die Sorgen von Greenpeace für völlig unberechtigt. „Die Verbraucher können darauf vertrauen, dass Lebensmittel in Europa so sicher sind wie eh und je“, heißt es in einer Stellungnahme. Zwar widersprechen die Pestizid-Hersteller nicht der Darstellung der Umweltaktivisten, dass vom 1. September an einige Höchstwerte angehoben werden und damit lockerer sein werden als die bisherigen deutschen Regeln. Da aber das deutsche Bewertungsverfahren in die EU-Festsetzung eingegangen sei, bleibe „das hohe Schutzniveau für den deutschen Verbraucher erhalten“. Mehr noch: Mit der Harmonisierung hörten nun die Fälle auf, in denen importiertes Obst im Nachbarland die Höchstwerte überschritt und deshalb „die Verbraucher verunsicherte".

 

Willst Du keinen Gestank, so wühle nicht im Mist

Der Umgang mit dem Dreck im Hertener Süden beunruhigt
Gregor Spohr

 „Willst Du keinen Gestank, so wühle nicht im Mist'', sagte meine Oma gerne.

Nein, im Mist wühlen wollen sie möglichst wenig, die Eigentümer jener Grundstücke an der Emscher im südlichsten Zipfel der Stadt. Denn wer weiß schon ganz genau, was da in den letzten Jahrzehnten so alles an Dreck gelandet ist, an mehr oder weniger problematischem Abfall aus der Industrie. Bis zu acht Meter dick ist allein der Misthaufen, mit dem eine Grube im Osten des Geländes aufgefüllt wurde.

Nun sind solche mit Schadstoffen hoch belasteten Flächen im Kohlenpott keine Seltenheit. Und auch die bei den Bodenuntersuchungen festgestellten Methanausgasungen sind typisch für Industrieanlagen und Mülldeponien.

So gesehen also kein Grund zu Beunruhigung. Die Sanierung oder Entsorgung von Böden gehört heute zum normalen Geschäft. Beunruhigend allerdings ist, dass überall im Ruhrgebiet und auch hier in Herten-Süd mit Blick auf die Kosten auf die teure Entsorgung des Drecks verzichtet wird. Bloß nicht drin wühlen, ist die Devise. Nur 10 000 der insgesamt 533 000 Kubikmeter Dreck-Boden vom Grundstück an der Emscher sollen entsorgt werden. Der weitaus größte Teil soll „gefahrlos und gesichert" vor Ort auf die Acht-Meter-Schicht getürmt werden. Folie drauf, eine Schicht Mutterboden, Bäume und Sträucher, fertig ist der grüne Hügel. Und der Dreck schlummert weiter unter dem Deckel, Misthaufen für künftige Generationen.

Anders geht es nicht, heißt es. Besser: Anders rechnet es sich nicht, bringt keinen Gewinn beim Verkauf der Grundstücke neben dem Hügel. Ich werde nie verstehen, warum man jene, die für diese Misthaufen in unserer Landschaft verantwortlich sind, nicht zwingen kann, sie auch wieder beiseite zu schaffen. Endgültig-

Ach ja, da schauen wir doch lieber gen Himmel. Die Bögen auf der Halde stehen, laden Sternengucker zu Reisen ins All. Aber aufgepasst, hätte meine Oma gesagt: „Wer nur nach dem Himmel sieht, fällt leicht mit der Nase auf die Erde."

Anmerkung NUR-im-VEST: Schade das die Verantwortlichen nicht so eine weitsichtige Oma haben!

 

Umweltschutz: schlechte Note

Hamburg. (dpa) Schlechte Note für Nordrhein-Westfalen beim Thema Umweltschutz: NRW nutzt laut "GEO" 8,2 Prozent der Landesfläche als Biotop für den Artenschutz und liegt auf dem zweitletzten Platz der Länderliste. Nach einer Befragung der 16 Landesministerien ist Brandenburg Spitze (26,5%).

Hertener Allgemeine 18.04.2008/

Drei Dinge stehen fest: Die Erde ist eins Scheibe, Männer haben immer Recht und Halden-Luft macht nicht krank!?

Halden-Luft macht nicht krank

Von Erwin Kitscha HERTEN-SÜD. Die Stadtverwaltung gibt Entwarnung: Wanderer, die auf die Halden Hoppenbruch und Hoheward kraxeln, atmen laut Gutachten keine Schadstoffe ein, die möglicherweise aus dem RZR stammen könnten. Pro-Herten gibt sich damit nicht zufrieden. Die Initiative will Bodenproben untersuchen lassen.

Das Gutachten, das der Haldeneigentümer Regionalverband Ruhr (RVR) in Abstimmung mit Herten und Recklinghausen in Auftrag gegeben hat, nimmt ausschließlich die Luftbelastung unter die Lupe.

Das Dorstener Ingenieurbüro "simuPLAN" berechnete den Anteil von gesundheitsschädlichem Feinstaub, Stickoxid, Dioxin und Furan auf Basis der Abgase aus der RZR-Müllverbrennungsanlage. Windrichtungen und Landschaftsgestalt bezogen die Fachleute mit ein.

Jetzt liegt das Gutachten auf dem Tisch. Danach liegen die Werte für Feinstaub und Stickoxid weit unterhalb der Grenzwerte und seien "als irrelevant anzusehen".

Und: Der ganz geringe Dioxin-Anteil im RZR-Abgas führe zu extrem niedrigen Belastungen der Halden-Luft. Fazit: "Es ist daher auszuschließen, dass Besucher der Halden durch Inhalation von Dioxin gesundheitlich geschädigt werden". Auch den Pflanzen auf den Halden drohe keine Gefahr durch Stickoxid.

Die Debatte um ein neues Gutachten brachte Pro-Herten ins Rollen. Im Mai 2007 zog die Gruppe ein 16 Jahre altes TÜV-Gutachten aus der Schublade. Es weist auf mögliche Belastungen durch das RZR hin (die Hertener Allgemeine berichtete). RVR und die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) als RZR-Betreiberin sprachen von veralteten Daten. Die hätten auch dank neuer Filter keine Relevanz mehr.

"Das Ergebnis der Untersuchung bestätigt die fachliche Einschätzung des RVR und der Stadtverwaltung und macht deutlich, dass unbegründet Ängste in der Bevölkerung geschürt wurden und der Standort zu Recht den Ruf eines der bedeutendsten und attraktivsten Erholungs- und -Ausflugsziele der beiden Städte und der Region genießt", so Nele Däubler, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Herten.

Die Einschätzung der Stadtverwaltung und das Ergebnis des Gutachtens lassen Joachim Jürgens von Pro-Herten kalt. Er lässt nicht locker und pocht weiter auf eine Expertise, die die Schadstoffbelastung des Haldenbodens aufmetert. "Wir werden trotzdem messen", kündigt Joachim Jürgens an.

Laut Angaben ist die Luft die oben herauskommt sauberer als die Luft die unten hinein geht - warum nicht noch mehr Müllver... oh, Entschuldigung, Luftreinigungsanlagen?

Grafik: Joachim Jürgens / Pro-Herten  - "Luftreinigungsanlagen"?

Herten soll Italiens Müll verbrennen

WAZ  Vest, 27.03.2008, Frank FINKENSIEP

Wird die Müllverbrennungsanlage (RZR) in Herten italienischen Müll verbrennen? Verhandelt wird schon seit längerem. Gestern gab es eine Information des RZR für das Rathaus.

Offiziell will das RZR allerdings keine Stellungnahme abgeben. Der Sprecher der Muttergesellschaft AGR, Heinz Struszczynski, erklärte heute morgen gegenüber der WAZ: "Wir sagen dazu nichts."

Die Gerüchteküche allerdings brodelt. Wie es heißt, stünden Verhandlungen mit der Firma Returo vor dem Abschluss. Es ist die Rede davon, dass bis zu 500 Tonnen Hausmüll oder bis zu 15 Lkw-Ladungen wöchentlich im RZR aus Italien angeliefert werden. Die Lieferungen nach Herten sind Teil eines Entsorgungsplans, laut dem, wie es heißt, insgesamt bis zu 70 000 Tonnen Hausmüll in NRW verbrannt werden sollen.

Das Landesumweltministerium hat dazu eine Presseerklärung angekündigt, die im Laufe des Tages herausgegeben werden soll.  

2 Kommentare

Lieber Herr Finkensiep,
wir haben uns mehrere Minuten telefonisch unterhalten. Ihr Zitat "Wir sagen dazu nichts." stimmt also nicht. Gesagt habe ich, dass ich den Artikel in der Hertener Allgemeinen, auf den Sie sich beziehen, nicht kommentiere, weil die Überschrift "Italiens Müll rollt jetzt auch ins RZR" und der Text, in dem korrekt in der Möglichkeitsform berichtet wird (sei, soll) nicht übereinstimmen. Das ist etwas anderes, als nichts gesagt. Gesagt habe ich Ihnen dagegen, dass die Zuteilung eines Kontingents Abfall aus der Notentsorgung für Italien von einer "Notifizierung", also der Zustimmung der NRW-Behörden abhängig ist und wir in der Lage wären, italienischen Abfall in der von meinem Geschäftsführer, Herrn Freudenberger, gegenüber dem Hertener Bürgermeister gemachten Größenordnung anzunehmen. Also: noch rollt gar nichts, aber wir sind bereit und in der Lage, täglich 1 bis 2 Lastwagen italienischen Hausmülls im Rahmen einer behördlich genehmigten Nothilfe für einen begrenzten Zeitraum im RZR Herten mit zu verbrennen - wie alle anderen MVA in NRW auch.

MfG
Heinz Struszczynski
Pressesprecher AGR mbH

 

#1 von Heinz Struszczynski, vor 9 Stunden
Da werde ich nicht schlau, Herr Pressesprecher H.S..
Sie Sprechen von 1 bis 2 Lastwagen und unser Bürgermeister, ich zitiere aus der Zeitung: .."Für Herten bedeutet dies, dass sieben bis acht Wochen lang wöchentlich zehn bis 15 Lkw 250 bis 500 Tonnen Hausmüll zur Entsorgung zum RZR transportieren werden", schreibt der Bürgermeister weiter....."
Zwischen Ihren 1 bis 2 und Bürgermeisters 10 bis 15 LKWs besteht hier eine Ungereimtheit, die Sie doch mal aufklären sollten – oder können Sie sich mit Ihrem Geschäftsführer Herrn Freudenberg, der ja wohl offensichtlich unseren Bürgermeister informiert hat –wie aus der Presse zu entnehmen ist - , sich nicht auf konkrete Daten einigen?
Näheres auch auf unserer URL, die Seite, die Ihnen ja auch offensichtlich nicht unbekannt ist.

MfG.
Joachim Jürgens

Mehr Informationen unter www.pro-herten.de

Ein Aufsichtsratsposten ist das höchste Parteiamt,
das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.

aus: "Der Privatdemokrat" ©Elmar Kupke deutscher Aphoristiker *28.06.1942 (Leobschütz/Schlesien)

Die Grundrechte

Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Und? Ist das gelebtes Recht in Deutschland? 

      Lärm? Feinstaub? CO²? Müllverbrennungen in NRW? Umweltschutz für die Menschen im Ruhrgebiet?

       

Fotos: Pro-Herten / NUR-im-VEST

Müllofen der Welt - das lukrative Geschäft mit dem Import-Müll

Weiter PDF-Dateien zum Thema Müllverbrennung und andere "Schweinereien"!

Schauen Sie sich die Karte der schmutzigsten Kraftwerke Deutschland an!

Osterfeuerregelung in den einzelnen Städten!

Hier geht es zu den Gesetzestexten und anderen wichtigen Dingen

Gesetz zum Schutz vor Luftverunreinigungen, Geräusche und ähnlichen Umwelteinwirkungen - Landes-Immissionsschutzgesetz - LImschG

Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen

 

HCB-Giftmüll: Orica klagt gegen Nein

WAZ Castrop-Rauxel, 23.01.2008

Australier wollen weiter in NRW verbrennen Der Protest im Kreis Recklinghausen war riesig: Als Anfang 2007 bekannt wurde, dass die australische Firma Orica 5 000 Tonnen Hexachlorbenzol haltigem Giftmüll im Hertener RZR verbrennen wollte, machten

Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und Parteien gegen den Transport über 25 000 Kilometer mobil. Im Juni 2007 untersagte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg den Import. Doch Orica gibt nicht auf: Jetzt reichte die australische Firma mit Sitz in Melbourne gegen diesen Bescheid bei den zuständigen Verwaltungsgerichten in Köln, Düsseldorf und Münster Klage ein. Orica möchte in Dormagen, Leverkusen, Herten und Brunsbüttel insgesamt 22 000 Tonnen HCB-Abfälle entsorgen lassen. "Das Ministerium wird in jedem Fall an seiner Entscheidung festhalten und bei einem Urteil der Gerichte im Sinne Oricas den Revisionsweg beschreiten", erklärte Pro-Herten-Sprecher Joachim Jürgens nach einem Gespräch mit dem Ministerium. Eventuell, so Jürgens, könnten sich die nationalen Gerichte für nicht zuständig erklären und die Angelegenheit an die EU weiterleiten. aw

Dem Feinstaub auf der Spur

RECKLINGHAUSEN. (alp) Der Kampf gegen den Feinstaub wird die Umwelt-Herausforderung für die Städte schlechthin in den kommenden Jahren. Auch Recklinghausen hat mit dem Problem zu kämpfen. Der Ortsteil Hochlarmark ist laut einer Studie des Regionalverbandes Ruhrgebiet hoch belastet. -

Doch bevor Maßnahmen zum Schutz der Bürger getroffen werden können, muss die tatsächliche Umweltbelastung erst einmal festgestellt werden. Die Recklinghäuser Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LaNUV) hat jetzt auf der Basis eines Internet-Screenings und der hochgerechneten Belastungen eine Prioritätenliste für Messungen in Recklinghausen vorgelegt. So wird auf der Bochumer Straße zwischen Lippe- und König-Ludwig-Straße (dem Abschnitt mit der wahrscheinlich höchsten Grenzwert-Überschreitung für Feinstaub) ein mobiler Messcontainer aufgestellt. Er wird das ganze Jahr 2008 hindurch Messwerte liefern. Die Kosten für den Container in Höhe von 50000 Euro trägt das Land.

Auch in der Innenstadt, auf dem Kurfürsten- und Königswall, wird 2008 gemessen. Zwei Passivsammler sollen hier Aufschluss geben über die Belastung mit Feinstaub, Stickoxiden und Benzol. Nach dem Willen des Umweltausschusses der Stadt sollen die Messwerte noch weiter spezifiziert werden. Jürgen Paul (NRW): "Es wäre wichtig, nach Inhaltsstoffen aufzuschlüsseln, damit man beurteilen kann, wie toxisch das Gemisch ist." Angesichts der alarmierenden Werte, die für Hochlarmark in den Screenings prognostiziert sind, hat das Land NRW nun noch einmal nachgelegt und vier weitere Messpunkte für die Staubdispositionsmessung sowie zwei weitere Passivsammler für den Stadtteil genehmigt. Zuvor hatte Landrat Jochen Welt in einem Schreiben an Umweltminister Eckhard Uhlenberg interveniert und auf die besorgniserregenden Hochrechnungen für den Süden der Stadt hingewiesen.

Ende 2008 werden nun also wissenschaftlich gesicherte Daten auf dem Tisch liegen, die die Grundlage für Fahrverbote, zusätzliche Filtereinbauten auf Seiten der Industrie und ähnliche Schutzmaßnahmen bieten.

Mehr Infos? Bitte scrollen Sie etwas tiefer! Bömke/Welt

24.09.2007 | MARKT


Hertener Zentraldeponie soll mehr Abfall annehmen


Die Abfallbeseitigungsgesellschaft Ruhr (AGR) bemüht sich weiterhin um Abfälle außerhalb des Ruhrgebiets. Nachdem kein australischer Giftmüll zur Verbrennung eingeführt werden darf, soll die Hertener Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) mehr Abfall annehmen. Die Hertener Grünen zeigen sich irritiert.

Laut der Stadtratsfraktion der Grünen sei die Bezirksregierung Münster einem Antrag der AGR nachgekommen, nach dem das Einzugsgebiet der ZDE erweitert und ihre Deponieleistung erhöht werden soll. Statt 40.000 könnten fortan 100.000 Tonnen Abfall pro Jahr aus Gewerbe und Industrie abgelagert werden.
Dirk Gleba von den Grünen, zugleich Vorsitzender des Umweltausschusses, sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung": "Mich irritiert, dass die Bezirksregierung keine Umweltverträglichkeitsprüfung für notwendig hält. Immerhin wird die genehmigte Ablagerungsmenge erheblich erhöht, die genehmigten Abfallarten erweitert. Hier geht es nicht mehr um notwendige Abfallbeseitigung für die Region, sondern nur noch ums Geschäft."

*Es geht doch nichts über eine vernünftige Umweltpolitik - Herten, zwischen Recklinghausen (Platz 71 und Herne Platz 80) will unbedingt ins Guinness Buch der Rekorde. Noch dreckiger. noch mehr Feinstaub und noch mehr LKWS die den Müll durch unsere Straßen fahren. Danke für die Weitsicht!!!

* Anmerkung des Webmasters                                        Wir sind vorbereitet, lasst den Abfall kommen!    

Deutscher Beitrag zum Klimaschutz

von @ 13:06. abgelegt unter Sigmar Gabriel, Klimaschutz

Nachdem im Parteibuch bereits ausführlich erklärt wurde, dass die Bremser einer europäischen Klimaschutzregelung zur Verteidigung der spritfressenden Erzeugnisse der deutschen Automobilindustrie insbesondere aus Deutschland kommen, gäbe es nun eigentlich keine Notwendigkeit mehr darauf einzugehen, dass Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gerade von sich gab, die internationalen Klimaverhandlungen bräuchten dringend politischen Schwung.

Jetzt aber gibt es einen innovativen neuen Vorschlag für einen deutschen Beitrag zum Klimaschutz. Dr. Hans Penner fordert in einem offenen Brief an Sigmar Gabriel die Besteuerung von Darmgasen:

 

Sehr geehrter Herr Gabriel,

hingebungsvoll bemühen Sie sich darum, die Norddeutsche Tiefebene vor der Überflutung durch den abschmelzenden Nordpol zu retten. Die schlaue UNO hat bereits die Höhe des Meeresspiegels in 100 Jahren auf 10 Zentimeter genau berechnet. Die Grundstückspreise im höher gelegenen Süddeutschland steigen bereits. Sehr schön kann man diesen Sachverhalt experimentell demonstrieren. Bitte, bringen Sie Eisstücke in einen mit Coca-Cola gefüllten Becher. Nach Ihrer Physik muss der Becher überlaufen, wenn das Eis schmilzt.

Ökologisten haben herausgefunden, dass Methan ein ebenso schreckliches Giftgas ist wie Kohlendioxid. Sie sollten den Vorschlag der Klimaschützer aufgreifen und die Darmgase besteuern. Zumindest im Deutschen Bundestag würde sich das Klima bessern.

Das Umweltbundesamt hatte mir am 10.08.05 mitgeteilt, dass 98,8 % der Kohlendioxid-Emission der Atmung von Lebewesen entstammen. Wussten Sie, dass Sportler besonders viel Kohlendioxid produzieren? Sie sollten vor allem den Fußballsport auf ein unbedingt notwendiges Mindestmaß beschränken, zumal bei Wettkämpfen auch die Zuschauer viel Kohlendioxid produzieren.

Die schlimmsten Umweltschädlinge sind die Bodenbakterien, weil diese am meisten Kohlendioxid produzieren. Sie sollten die Waldböden deshalb betonieren lassen, zumal es infolge der Sturmschäden ohnehin bald keinen Wald mehr gibt. Allerdings muss geprüft werden, ob eine Asphaltierung nicht besser wäre, weil bei der Zementherstellung auch Kohlendioxid produziert wird. Jedenfalls sollte es in Ihrem Ministerium eine ressortübergreifende Waldbodenversiegelungskoordinierungsstelle geben.

Die Umstellung des Kraftfahrzeugverkehrs auf Reit- und Lasttiere stößt wegen der damit verbundenen Methanentwicklung auf Schwierigkeiten. Bei entsprechender Forschungsförderung könnten jedoch mobile Biogasanlagen entwickelt werden, die wenigstens den elektrischen Strom für die Beleuchtung der Lasttiere erzeugen könnten.

Da laut Umweltbundesamt nur 1,2 Prozent der Kohlendioxidemission technischen Ursprungs ist, genügt bei Schonung der Natur bereits eine einprozentige Senkung der Emission, um Deutschland zu entindustrialisieren. Wie das Fernsehen zeigte, hatte die Ex-Landwirtschaftsministerin im Überschwang der Gefühle “Dreißig Prozent” in den Plenarsaal des Bundestages gebrüllt. Das war wieder einmal maßlos übertrieben.

Deutschland ist Vorreiter im Klimaschutz. Ich befürchte, dass es aus Vernunftgründen keine Nachreiter geben wird. Ob die Volksrepublik China wohl mitmachen wird? Angeblich produziert China mehr Kohlendioxid als Deutschland.

Mit ökologischem Gruß!

Hans Penner

Greenpeace      -     Bald Klimakiller Nummer 1 - China

Greenpeace        -              Klimakiller Nummer 1 - USA

Greenpeace    -     Klimakiller Nummer 4 - Deutschland

 

Karl Kneip (Grüne) sowie Pro-Herten-Vertreter Joachim Jürgens, Hans Heinrich Holland und Reinhard Bömke (NUR-im-VEST) übergeben die Giftmüll-CD an den Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (v.l.).

Giftmüll-Krimi auf 560 Seiten

Pro-Herten hat Orica-Geschäft komplett dokumentiert

Herten. (BMH) Alles beginnt am 22. Dezember mit einem Bericht in der Hertener Allgemeinen. Vorläufiges Ende ist das "Nein" von Minister Uhlenberg am 15.Juni 2007. Was dazwischen passierte, hat Pro-Herten akribisch dokumentiert. Es geht um das umstrittene Giftmüll-Geschäft des australischen Chemiekonzerns Orica mit der Abfallentsorgungs-Gesellschaft

Karl Kneip (Grüne) sowie Pro-Herten-Vertreter Joachim Jürgens, Hans Heinrich Holland und Reinhard Bömke (NUR-im-VEST) übergeben die Giftmüll-CD an den Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (v.l.).

 Ruhrgebiet (AGR). Letzterer wollte 5.000 Tonnen HCB-Abfall im RZR Herten verbrennen. Der HA-Bericht löste einen internationalen Medienwirbel aus. Zeitungen, Fernseh- und Radiosender von Brunsbüttel bis Sydney berichteten. Die Bürgerinitiative Pro-Herten hat jeden Schnipsel - auch Politiker-Stellungnahmen - archiviert und aufgearbeitet. Herausgekommen ist eine CD mit 560 Seiten Text sowie zahlreiche Radio- und TV-Beiträge. "Das ist ein richtiger Krimi", sagt Pro-Herten-Sprecher Joachim Jürgens. Er sowie seine Mitstreiter

Karl Kneip (Grüne) sowie Pro-Herten-Vertreter Joachim Jürgens, Hans Heinrich Holland und Reinhard Bömke (NUR-im-VEST) übergeben die Giftmüll-CD an den Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (v.l.).

   Reinhard Bömke, Hans-Heinrich Holland und Karl Kneip haben gestern ein Exemplar der CD an Bürgermeister Dr. Uli Paetzel übergeben. Weil Urheberrechte verletzt würden, darf Pro-Herten die CD nicht verkaufen oder in der Stadtbibliothek zum Ausleihen bereitstellen. Interessierte Bürger können die CD jedoch bei Joachim Jürgens einsehen bzw. ausleihen. Wie berichtet, will Orica vor dem EU-Gerichtshof klagen. Eine Fortsetzungs-CD plant Pro-Herten aber noch nicht. Jürgens: "Bis zum Urteil vergehen sicher vier, fünf Jahre.

Karl Kneip von den Grünen

Fotos: Nele Däubler und Reinhard Bömke

Der Bürgermeister Dr. Uli Paetzel

Das gesammelte "Müllwerk" wird dem Bürgermeister übergeben.

 

„Panem et circenses“ ,Brot und Spiele

Dieser Begriff wurde im alten Rom geprägt, als die einfache Bevölkerung von den Feldherren und Beamten durch Steuern ausgebeutet wurde und dafür ein wenig zu essen bekäme, sowie durch Spiele (Gladiatorenkämpfen) von den Missständen im alten Rom abgelenkt wurde.

Als nichts anderes sollte man die 25-Jahr Feier der AGR bezeichnen. Müssen wir mit unseren Müllgebühren eine teure Veranstaltung finanzieren? Man sollte es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Da kämpft die AGR missmanagmentbedingt mit millionenschweren Altlasten ohne ihr Problem wirklich in den Griff zu bekommen. Vergrößert die Industriemüllanlage, um möglicherweise nichtvorhandene Kapazitäten verbrennen zu wollen. Großspurig feiert sie dann ein pompöses Fest, finanziert mit dem Müllentgelt, dass ja aufgrund Ihrer Monopolstellung regelmäßig kalkulierbar ist!

Die beteiligten Aktiven und Gruppen, so hörte man, wurden sogar für ihre Teilnahme großzügig entlohnt. Sicherlich sind Feste ab und zu notwendig, aber auch „gekaufte“?

Einen bitteren Beigeschmack bekommt man allemal wenn man einerseits die nicht unerheblichen Kosten dieses Events berücksichtigt. Auf der anderen Seite ist für elementare Dinge kein Geld vorhanden. Bis 1995 hatte die AGR nachweislich fleißig die Halden mit Dioxin vernebelt. Lt. Prof. Blumes Bildungsserver für Chemie muss man sich wegen der hohen Bodenpersistenz von Dioxin (Halbwertszeit 160 Jahre) weiterhin auf Überraschungen einstellen. Kontrolliert wird nicht – „die Luft ist ja sauberer geworden“ so eine bekannte AGR-Größe. Sollen doch „dumme Bürger“ sich damit auseinandersetzen.

Na ja, soll sich die AGR weiter um Brot und Spiele kümmern – wir werden unseren Fokus weiter gezielt auf alle „Altlasten“ richten – selbstverständlich auch um Klarheit zu bekommen, ob wir Bürger neben der noch verzeihlichen Finanzierung des Volksevents, auch mit unseren Müllgebühren das Abenteuer der RZR-Erweiterung und den Industriemüll quersubventioneren und die millionenschwere Altlasten tragen müssen.

Pro-Herten - Jochen Jürgens

Giftmülltransporte gestoppt - Breiter Widerstand aus Herten und Umgebung zeigt Erfolg

Die Hertener Bürgerproteste gegen den Giftmülltransport aus Australien haben Erfolg gezeigt! Wie Minister Uhlenberg heute auf einer Pressekonferenz verkündet, wird er einen Import ablehnen. Die Initiatoren der Anti-Giftmüll-Bewegung, Pro-Herten sowie die Evangelische Kirchengemeinden, NUR und überörtliche Umweltverbände, freuen sich über den glücklichen Ausgang dieses langwierigen Kampfes.

„Zunächst haben wir uns gefühlt wie David gegen Goliath“, sagt der Sprecher von Pro-Herten, Joachim Jürgens. „Doch nach und nach haben sich immer mehr Menschen angeschlossen und protestiert. Wir konnten einen Etappensieg nach dem anderen erringen und – entgegen vieler Widerstände – nun endlich diese unsäglichen Transporte stoppen. Darauf sind wir mehr als stolz.“

Wichtig für uns ist auch zu wissen, dass auch Bürger mit vernünftigen Argumenten nicht machtlos sind. So wird die nichtregionale Sondermüllentsorgung weiter in unserem Fokus stehen.

Mittlerweile hat sich auch das Land Schleswig-Holstein gegen die Giftmülltransporte ausgesprochen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums hervor.

Weitere Informationen zu den Entscheidungen der Ministerien finden Sie unter

 www.munlv.nrw.de und www.umwelt.schleswig-holstein.de

Sowie in Kürze auch unter www.nur-im-vest.de

 

Foto: Greenpeace

Foto: Greenpeace

Stoppt den Wahnsinn - Verursacher sollen ihren eigenen "Dreck" entsorgen - Deutsche Bevölkerung wird systematisch vergiftet!

Man spricht von Müllmafia und Mülltourismus - und alles auf Kosten der Gesundheit unserer Mitmenschen.

Hertener Feuerwehr hilft bei Gefahrgut-Einsatz auf der A45

Scherlebeck -  Bei dem Unfall mit einem Gefahrgut-Lkw auf der Autobahn 45 ist auch die Hertener Feuerwehr im Einsatz gewesen.

Wie berichtet, war ein mit halogenierten Dibenzodioxinen beladener Sattelschlepper im Autobahnkreuz Castrop-Rauxel umgekippt und Leck geschlagen. 17 Stunden dauerte der Bergungseinsatz. In Schutzanzügen mussten die Einsatzkräfte die Ladung – ein ätzendes Salzgemisch mit Dioxinen und Furanen – einsammeln und sogar in den Tank klettern. Eine erschöpfende Arbeit, die ständige Ablösungen nötig machte.
Nach Helfern aus Castrop-Rauxel, Waltrop, Dortmund und Marl wurde auch der Löschzug Scherlebeck mit seiner Spezial-Ausrüstung für Chemie-Unfälle angefordert. Gegen 22 Uhr rückten die Feuerwehrleute aus, erst um fünf Uhr lagen sie wieder im Bett. Aufgabe der Scherlebecker war es vor allem, das Aufrichten des Sattelschleppers durch zwei Autokrane abzusichern.

 

Schreiben von Jochen Welt - Aufsichtsratsmitglied der AGR.

ES GEHT UM DIE EXISTENZ (mehr Infos?) So einfach ist die Lösung!?

Offener Brief an den Landrat Jochen Welt in Sachen AGR

Offener Brief an das Aufsichtsratmitglied der AGR, Mitglied der RVR - Verbandsversammlung und Landrat Jochen Welt.

Sehr geehrter Herr Jochen Welt.

Auf Ihrer Startseite des Kreises - Recklinghausen, http://www.kreis-re.de/  nehmen Sie – im Stile der PR-Arbeit der AGR – überdeutlich Stellung zur drohenden Insolvenz der AGR

Wir zitieren:

»Es geht um die Existenz der AGR.

Landrat sieht Chance die Probleme zu bewältigen, warnt aber durch eine unverantwortliche Diskussion.

„Die durch den Konkurs der Firma Hans Brochier ausgelöste schwierige Situation bei der AGR wird offensichtlich dazu missbraucht um das Unternehmen, die technische Anlage mit dem dahinter stehenden Know-how und mithin auch die ganze Belegschaft aus ideologischen Gründen in ein schiefes Bild zu rücken. Unter dem Deckmantel der Besorgnis für die Umwelt und aus der Motivation der politischen Profilneurose heraus betreiben einige Gruppen, u.a. auch Vertreter der Hertener Grünen eine Kampagne, die nichts mehr mit der Sache selbst zu tun hat.“ (…)«

Sehr geehrter Herr Landrat, sollte Ihr erster Abschnitt nicht lieber lauten:

»Durch die Unfähigkeit der Kontrollorgane, Verbandsversammlung und des Aufsichtsrates der AGR, in denen ich selbst vertreten bin, ist die AGR infolge krimineller Geschäftspraktiken der Firma Hans Brochier einerseits und im Zusammenhang mit dem Verkauf dieser AGR-Tochter durch die AGR, in eine selbstverschuldete finanziell schwierige Situation gekommen, die dadurch die technische Anlage RZR mit dem dahinter stehenden Know-how und mithin auch die ganze Belegschaft in ein schiefes Bild rückt?

Unter dem Deckmantel der Besorgnis für die Bürger und aus der Motivation der politischen Profilneurose heraus agieren wir politischen Parteien, insbesondere unsere Vertreter der SPD und CDU, um die wahren Zusammenhänge durch Ablenkung auf eine angebliche Kampagne besorgter Bürger und Umweltverbände zu verschleiern. Die haben selbst mit der Sache nichts mehr zu tun. (…)«

Lieber Landrat, liebe involvierte Politiker, sie sollten sich lieber infolge ihres Versagens den Schaum der Wut vom Mund wischen.  Tatsächlich haben Sie dank ihrer ineffektiven Kontrolle im Aufsichtsrat aus unserer Sicht eine Situation mitgeschaffen, die uns nur noch die Möglichkeit zwischen Pest und Cholera bietet.

Wir haben derzeitig auch keinen Lösungsvorschlag zu Hand – würden jedoch den Verlust der AGR aus dem öffentlichrechtlichen Gefüge schmerzhaft zur Kenntnis nehmen – falls es dazu kommen sollte.

Die einzige Möglichkeit, um hier klar Schiff zu bekommen, sehen wir in der lückenlosen (auch juristischen) Aufklärung aller Fakten, Nennung der Verantwortlichen mit den daraus unabdingbaren Konsequenzen. 

Mit freundlichem Gruß

Baitinger, Claudia - BUND / Bömke, Reinhard - NUR (LNU-NRW) / Jürgens, Joachim - Pro-Herten / Schwirske, Manfred M. - Pro-Herten

Scholven - Luft aus 1. Hand

Braunkohlekraftwerk Neurath Foto: WWF

Deutschland hat Europas meiste klimaschädliche Kraftwerke

WWF: Sechs der zehn "schmutzigsten" Anlagen in der EU

AFP

In Deutschland stehen laut einer Studie mehr extrem klimaschädliche Kraftwerke als in jedem anderen Land der EU. Sechs der zehn Anlagen, die die schlechtesten Kohlendioxid-Werte aufweisen, sind deutsche Kraftwerke, wie aus einer Rangliste der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) hervorgeht. Dabei handelt es sich um Braunkohle-Kraftwerke. Unter den 30 klimaschädlichsten Anlagen in der EU sind auch zwei deutsche Steinkohle-Kraftwerke. Spitzenreiter auf der 30er-Liste aus den 25 EU-Staaten sind zwei griechische Braunkohle-Kraftwerke.

Für die Studie nahm das Öko-Institut im Auftrag des WWF die 30 Kraftwerke in der EU genauer unter die Lupe, die 2006 absolut das meiste CO2 ausstießen und zusammen für etwa zehn Prozent aller Emissionen verantwortlich sind. Dann berechneten die Forscher, wie viel des klimaschädlichen Kohlendioxids für jede Kilowattstunde Strom entstand, die in diesen Kraftwerken produziert wurde. Zu den zehn Rekord-Luft-Verschmutzern in der EU mit dem schlechtesten CO2-Werten zählen demnach in Deutschland die vier von RWE betriebenen Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf, Weisweiler und Neurath in Nordrhein-Westfalen sowie die ostdeutschen Anlagen Jänschwalde und Boxberg des Vattenfall-Konzerns.

Auch britische Kraftwerke schnitten schlecht ab. Unter den 30 genannten Anlagen waren zehn aus Großbritannien, die meisten davon mit Steinkohle betrieben. Schlechte Note bekamen auch zwei Braunkohle-Anlagen in Polen. Den höchsten CO2-Wert überhaupt errechneten die Forscher für das griechische Braunkohlekraftwerk Agios Dimitrios mit 1350 Gramm CO2 je erzeugter Kilowattstunde, den niedrigsten für das britische Kraftwerk Didcot, das mit Steinkohle und Gas befeuert wird und dabei nur 624 Gramm des Klimakillers ausstößt. Den schlechtesten Wert unter den deutschen Anlagen verbuchten die Braunkohle-Kraftwerke Niederaußem und Jänschwalde mit jeweils 1200 Gramm.

Nach Ansicht des WWF bestätigen die Daten die Kritik der EU-Kommission an der deutschen Klimapolitik. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas liege mit seiner Kritik absolut richtig, erklärte die Leiterin des Bereichs Klimapolitik im WWF Deutschland, Regine Günther. Wenn bei der Modernisierung des Kraftwerkparks erneut auf Kohle gesetzt werde, würde dies einen hohen CO2-Ausstoß für Jahrzehnte zementieren. Die Bundesregierung müsse endlich Privilegien und Subventionen für die Kohle streichen. Umweltfreundlichere Alternativen seien Gas und erneuerbare Energien.

Berliner Zeitung, 10.05.2007


Und hier die Hitparade der Kraftwerke in Deutschland:

Platz 03 Niederaußem 1,20 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                       CO²-Ausstoß 2006 27,4 Mio. Tonnen.

Platz 04 Jänschwalde 1,20 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                        CO²-Ausstoß 2006 23,7 Mio. Tonnen.

Platz 05 Frimmersdorf 1,19 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                       CO²-Ausstoß 2006 19,3 Mio. Tonnen.

Platz 06 Weisweiler1,18 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                            CO²-Ausstoß 2006 18,8 Mio. Tonnen.

Platz 07 Neurath 1,15 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                                CO²-Ausstoß 2006 17,9 Mio. Tonnen.

Platz 10 Boxberg 1,10 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                                CO²-Ausstoß 2006 15,5 Mio. Tonnen.

Platz 14 Schwarze Pumpe 1,00 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                  CO²-Ausstoß 2006 12,2 Mio. Tonnen.

Platz 16 Lippendorf 0,95 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                            CO²-Ausstoß 2006 12,4 Mio. Tonnen.

Platz 20 Scholven 0,90 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.                               CO²-Ausstoß 2006 10,7 Mio. Tonnen.

Platz 28 Großkraftwerk Mannheim 0,84 CO²-Ausstoß pro Kilowattstunde in Kilogramm.   CO²-Ausstoß 2006   7,7 Mio. Tonnen.

Quelle: www.wwf.de

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml

Müllofen der Welt - Das lukrative Geschäft mit dem Import-Müll
Bericht: Ralph Hötte, Frank Überall, Emanuela Penev

22.000 Tonnen hochgiftige Chemieabfälle aus Australien sind derzeit per Schiff nach Deutschland unterwegs. Der australische Gift-Müll soll in deutschen Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Kein Einzelfall: Weil viele Müllverbrennungsanlagen nicht ausgelastet sind, wird immer mehr Müll aus dem Ausland importiert. Ein offenbar lukratives Geschäft. Denn bundesweit entstehen nach Monitor-Recherchen derzeit 40 zusätzliche Verbrennungsanlagen. Die Folge: riesige Überkapazitäten, immer mehr Müll-Importe und Schadstoffe aus Verbrennungsanlagen, in denen zum Teil nicht eine einzige Tonne Müll aus Deutschland verbrannt wird. (…).

Wackelige Bürgschaft kostet AGR 38 Mio. Euro

Müllgesellschaft hielt für Pleitefirma Kopf hin.

Herten. "Die Situation bei der AGR (Abfallbeseitigungsgesellschaft Ruhr) ist nicht gerade rosig", gibt RVR - Direktor Heinz-Dieter Klink zu. Die wirtschaftliche Lage der AGR, die dem RVR gehört, war Diskussionspunkt bei der Vorstandssitzung des Verbandes am Donnerstag. Konkret ging es um eine "Patronatserklärung" - eine Art Bürgschaft - die die AGR dem inzwischen insolventen Nürnberger Bauunternehmen Brochier gegeben hatte. Über die Höhe wollte Klink sich nicht äußern.

Aus Vorstandskreisen wurde kolportiert, dass es sich um 58 Mio. Euro handeln soll, die der Insolvenzverwalter von der AGR fordert. Da man eine rechtliche Auseinandersetzung nicht anstrebe, verhandelt man zurzeit mit der Nürnberger Kanzlei. 38 Mio. Euro, so ist aus Vorstandskreisen zu hören, wolle man in den nächsten Jahren zahlen. "Wir stehen zwar mit dem Rücken an der Wand, sind aber nicht am Brötchenende", kommentierte Heinz Struszczynski, Pressesprecher der AGR. "Wir haben einen Großteil dieser Summe zurückgestellt", erklärte er. Gab dann aber zu, dass die AGR 2005 erstmals im Wirtschaftsbericht, der mit einem leichten Plus abschloss, diese Bürgschaft nicht berücksichtigt hat. "Dann müssen wir sie jetzt eben wieder reinrechnen", so Struszczynski.http://m.de.2mdn.net/737919/white1x1.gif


http://www.waz.de/t.gif04.05.2007   Von Angelika Wölke

Plenarprotokoll NRW zum Thema Giftmüll

Atem(be)raubende Abgase

Von Martina Feichter – aus www.netdoktor.de

Atemnot, verengte Bronchien, rasselnder Husten: In den Industrieländern leiden immer mehr Menschen an Asthma. Bei der Ursachensuche stießen Forscher auf Autoabgase

Autoabgase erhöhen bei Kindern das Risiko für Asthma und HNO-Infektionen. Das berichtet ein internationales Forscherteam um Michael Brauer von der Universität von British Columbia (Vancouver) in der Fachzeitschrift "European Respiratory Journal" (Vol. 29, No. 5, Mai 2007). Die Wissenschaftler hatten an mehr als 4.000 holländischen Kindern untersucht, inwieweit deren gesundheitliche Entwicklung zwischen der Geburt und dem 4. Lebensjahr vom Grad der Verkehrsbelastung an ihrem Heimatort beeinflusst worden war. "Die Kinder stammten aus unterschiedlich großen Ortschaften, angefangen von Rotterdam bis hin zu ländlicheren Städten mit etwa 5.000 Einwohnern", erklärt Michael Brauer im Netdoktor-Gespräch. Einige der Studienteilnehmer lebten auch auf oder in der Nähe von Bauerhöfen.

Ungesundes Atmen

Um die Verkehrsbelastung zu bestimmen, der die Kinder zu Hause ausgesetzt waren, hatten Brauer und sein Team zunächst an 40 Standorten im ganzen Land den Gehalt an Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ruß in der Luft gemessen. Ausgehend von diesen Werten berechneten die Forscher am Computer, wie viel Autoabgase die Kinder vor ihrer Haustür abbekamen.

Welche Folgen die inhalierten Schadstoffmengen für die Kinder hatten, deckte eine Analyse der Gesundheitsdaten auf. Die Universität Utrecht sammelt sie im Rahmen der PIAMA-Studie (Prevention and Incidence of Asthma and Mite Allergy) fortlaufend. Ärzte und Mütter wurden nach den Erkrankungen der Kinder befragt, beispielsweise Asthma, Bronchitis, HNO-Infektionen, Erkältungen, Grippe, trockenem Husten oder Hautausschlägen.

Das Ergebnis der Datenauswertung: Kinder, deren Zuhause in der Nähe einer vielbefahrenen Straße lag, entwickelten häufiger Asthma, pfeifende Atemgeräusche, HNO-Infektionen, Erkältungen und Grippe als solche, die in Gebieten mit geringerer Luftverschmutzung lebten. Es gab also einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Grad der Luftverschmutzung und der Zahl der Atemwegserkrankungen.

Körperalarm bei Eiern und Milch

Bei einem Teil der Kinder wurde zusätzlich die Menge an Immunglobulin E (IgE) im Blut gemessen - Antikörpern, deren Anzahl stark ansteigt, wenn beispielsweise das Immunsystem auf bestimmte Stoffe überempfindlich reagiert. Die Blutuntersuchungen ergaben, dass Kinder in sehr schadstoffbelasteten Regionen einen solch erhöhten IgE-Spiegel hatten. Daraufhin testeten die Forscher die Kinder auf Milch und Eier - zwei häufige Auslöser von Nahrungsmittelallergien - und sie reagierten darauf tatsächlich überempfindlich. Dieser Zusammenhang zwischen Lebensmittelallergenen und Autoabgasen werde noch weiter untersucht, so Brauer.

Schwächung der Lungen

Mit den Auswirkungen der Autoabgase auf die kindliche Lunge beschäftigten sich auch andere Wissenschaftler. Eine Untersuchung von der University of Southern California (The Lancet, Vol. 369, 17.2.2007) zeigte, dass die verschmutzte Luft das Wachstum und die Funktion der kindlichen Lunge beeinträchtigt. Könnte das die Ursache für die größere Anzahl von kindlichen Asthmapatienten in verkehrsreichen Wohngegenden sein?

"Nein", meint Brauer. Allerdings könne eine solche reduzierte Lungenfunktion die Symptome bei bestehendem Asthma und anderen Atemwegserkrankungen verstärken. Kinder, deren Lungenfunktion nicht ausreichend entwickelt sei, hätten im Erwachsenenalter außerdem ein höheres Risiko für schwere Atemwegserkrankungen, warnt der Forscher.

Keine Straßen vor der Haustür

Seine Studienergebnisse sieht Brauer als "eindeutigen Beweis für die Langzeiteffekte von Schadstoffen“ auf die Gesundheit von Kindern. "Eine Reduzierung der Autoabgase ist unerlässlich, aber noch wichtiger ist es, Hauptverkehrsadern fern zu halten von den Gebieten, in denen Menschen leben und arbeiten.“

Dienstag, 15. Mai 2007 - Bauerverlag Marl - Hertener Allgemeine

Keine Schadstoff-Messungen auf den Halden

Süd -  Auf den Halden wird es keine Anlage zur Messung von Schadstoffen in der Luft und keine regelmäßigen Boden-Untersuchungen geben.

Die Stadtverwaltung lehnt einen entsprechenden Antrag des Initiativen-Verbundes Pro-Herten ab und bekommt dabei aller Voraussicht nach Rückdeckung von der Mehrheit der Politiker. Diese werden am 6. Juni im Haupt- und Finanzausschuss endgültig entscheiden.
Pro-Herten fürchtet, dass Abgase und Feinstäube aus den RZR-Kaminen bei Süd-Ost-Wetterlage gegen die Halden gedrückt werden und im dortigen Naherholungsgebiet zu erhöhten Schadstoff-Konzentrationen führen.
Die Stadtverwaltung teilt diese Darstellung nicht. Der Schadstoff-Ausstoß der RZR-Müllverbrennungsanlage und die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte, so heißt es in der Beschlussvorlage, werden von der Bezirksregierung Münster regelmäßig kontrolliert. Nach Aussage der Bezirksregierung liegen die Messwerte immer deutlich unter den Grenzwerten. Die Stadt verweist des Weiteren auf eine Stellungnahme der AGR als RZR-Betreiberin. Demzufolge sind die RZR-Kamine deutlich höher als vom Gesetzgeber gefordert.
Zuguterletzt belege eine Dokumentation des Landesumweltministeriums, dass die regionale Schadstoff-Belastung der Luft in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen sei.
Was Schadstoffe im Boden angeht, so die Stadt, wurden und werden jeweils vor der Freigabe von Halden-Bereichen für die Öffentlichkeit Untersuchungen durchgeführt. Es habe keine Hinweise auf Verunreinigungen gegeben. Es bestehe demnach keine Gefahr für die Besucher.

Anmerkung NUR: Männer haben immer recht und die Erde ist eine Scheibe!

Dubiose Flüssigkeit ausgetreten - zwei Verletzte Herten-Süd - Zur Stunde läuft bei der AGR-Tochter DAR an der Hohewardstraße ein Großeinsatz der Feuerwehr. Ursache ist eine dubiose Flüssigkeit.

Um 11.09 Uhr ist in der Sortieranlage für Wertstoff-Säcke (gelbe Säcke) eine unbekannte Flüssigkeit ausgetreten. In der Halle ist eine weiße Wolke aufgestiegen. Zwei Mitarbeiter sind mit Atemwegsreizungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Feuerwehr ist mit 28 Einsatzkräften der Löschzüge Hauptwache und Herten vor Ort.

Alle weiteren Informationen und Fotos vom Einsatz finden Sie in Kürze unter www.hertener-allgemeine.de.                          Herten 31.03.2007

Quelle: Zeitungshaus Bauer 01.09.2007

Welt fordert Mess-Station

Schadstoffbelastung für Hochlarmark beobachten

RECKLINGHAUSEN. Landrat Jochen Welt hat sich in einem Brief an NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg für eine systematische Erfassung der Schadstoffbelastungen in Hochlarmark ausgesprochen.

Im Mai hatte das Umweltministerium einen Antrag der Stadt zur Aufstellung einer Messstation abgelehnt. Das will die Kreisverwaltung nicht auf sich beruhen lassen. Jochen Welt: „Hochlarmark hat als früherer Bergbaustandort eine hohe Grundbelastung. Noch heute sind in den südlichen Nachbarstädten eine ganze Reihe von Emittenten vorhanden." Zu denen zählt der Landrat auch die nahen Autobahnen A 2 und A 43.

Welt erhofft sich von der Messung eine „objektive Grundlage" für die bisweilen emotional geführte Debatte um Schadstoffbelastungen und den Ausbau des Herner Steag -Kraftwerks.

Laut Kreisverwaltung will das Umweltministerium eine Messstation außerhalb des Kreisgebietes abbauen. Jochen Welt: „Damit besteht die Möglichkeit, die frei werdende Station in Hochlarmark einzusetzen und aktuelle Werte zu erhalten, die Aufschluss darüber geben können, ob und welche Maßnahmen notwendig sind."

Man beachte den u.a. Briefwechsel!

Sehr geehrter Herr Landrat Welt, lieber Jochen,                                                                                                   Herten, den 20.02.2007

 

in meiner ehemaligen Funktion als NABU – Kreisvorsitzender haben wir uns zusammengesetzt um über die Feinstaubmessungen im Vest Recklinghausen zu sprechen. Dies ist nun 3 Jahre her und ich schreibe Dich nun als Kreisvorsitzender vom NUR-im-VEST an. Das Theama Feinstaub ist aber noch immer beschäftigt die Öffentlichkeit mehr als denn je und als Thema ist nicht nur in der Öffentlichkeit immer noch relevant. In vielen Städten um uns herum werden neue Messstationen installiert, dieses kann man den Webseiten 

  http://www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/pm10ueberschreitungen.htm

sehr gut entnehmen. Wir in Recklinghausen haben mit sind mit Sicherheit keine feinstaubfreie Oase.

 Warum werden bei uns Anlagen demontiert (z.B. Temes-Station Paschenberg) statt weitere zu installieren? Liegt es an der gerade jetzt in Verbindung zur RZR-Debatte erkennbaren übermächtigen Lobby der Industrie? Der RZR in Herten verdoppelt seine Kapazität, obwohl das jetzt schon offensichtlich Auslastungsprobleme zu einem defizitären Mülltourismus führt. Wozu? Wollen Sie als Mitglied des Aufsichtsrates nicht mal öffentlich zu dieser partikularen Politik äußern? Es kann nicht angehen das Deutschland zur Müllnation wird, und das einwohnerreichste Land,  NRW nimmt bekanntermaßen hier die Spitzenposition ein. Auch sollte die hiesige SPD sich mit ihrem Umweltminister Gabriel befassen, der in seiner „feudalen globalisierten Selbstüberschätzung“ Jutta Haub den Weg ebnet, die in ihrer Homepage so sinnigerweise sich äußert– ich zitiere“ Jutta Haug:“ Nur Müll im Kopf“.

 Die Mitgliederzahlen der SPD schrumpfen dramatisch und auch die ihre Wähler. Die Menschen die noch zur Wahl gehen sind aufgeklärter als manch an einer latenten Selbstüberschätzung leidender Politiker glaubt. Ich glaube nicht, dass bei dieser Politik, die zurzeit geführt wird, die SPD in die „Schwarzen Zahlen“ rutscht (sh. den Mut des NRW-Umweltministers Uhlenberg) und das stimmt mich traurig was aus „meiner“ Partei geworden ist. Aber zurück zu den Feinstaubmessungen. Wir vom NUR-im-VEST möchten Sie bitten oder besser gesagt erwarten von Ihnen mehr den Umweltschutz-Verständnis, mehr für die Initiative in Sachen Feinstaubmessung und weniger für die Müllverbrennung, die wir durchaus für unseren Müll Verständnis zeigen sich einzusetzen. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative Pro-Herten werden wir dieses Ziel weiter anmahnen. Nicht nur unsere Mitglieder werden ständig durch unsere Webseiten auf dem aktuellsten Stand gehalten. Dieses Schreiben wird unter Umweltverschmutzung ebenfalls ins Netz gestellt.

Da ich auch nach drei Jahren die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe eine Antworten in der Sache zu erhalten, verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Bömke

KREIS   RECKLINGHAUSEN   ■   DER  LAND RAT                                                                                              15.03.2007

Herrn Reinhard Bömke

NUR-im-VEST

Pferdekamp 24

45701 Herten

Feinstaubmessungen im Kreis Recklinghausen

Sehr geehrter Herr Bömke!

In Ihrem Schreiben vom 20. Februar sprechen Sie mich in doppelter Eigenschaft an: Einmal als Landrat und Dienstherr der Kreis Verwaltung zum Thema Feinstaub, zum anderen als Aufsichtsratsmitglied der AGR, der Trägergesellschaft des R2R in Herten, das durch das Thema „Giftmüll aus Australien" derzeit wieder im Mittelpunkt einer öffentlichen Debatte steht.

Gerne will ich Ihnen antworten, diesmal auch gerne schriftlich und mit dem Einverständnis, dieses Antwortschreiben auf der NUR-Homepage zu veröffentlichen.

Grundsätzlich ist das Umweltamt des Kreises Recklinghausen nicht zuständig für die Messung von Feinstaub oder die Aufstellung von Maßnahmeplänen. Die Messpunkte und die Aufstellung der Messgeräte werden von der LANUV NRW festgelegt. Im Januar 2007 sind NRW-weit zehn neue Messstellen eingerichtet, davon keine im Kreis Recklinghausen. Von der Stilliegung einer Messstelle im Kreis ist im Hause aber nichts bekannt In Betrieb sind die Messstationen Datteln-Hagem und Marl-Sickingmühle. Zuständig für die Aufstellung von Maßnahmeplänen sind die Bezirksregierungen. Derzeit bemüht sich der Umweltdezernent des Regional­verbandes Ruhrgebiet, gemeinsam mit den Bezirksregierungen ein abgestimmtes Maßnahmepaket zu schnüren, damit es im Bedarfsfall einheitliche Standards und übereinstimmende Maßnahmen gibt.

Was nun meine Rolle als Mitglied des AGR-Aufsichtsrates betrifft, ist die gesetzliche Lage eindeutig: Aufsichtsratsmitglieder werden von der Verbandsversammlung des RVR gewählt, um die ordnungsgemäße Arbeit der Geschäftsführung zu kontrollieren. Aufsichtsräte sind gemäß Rechtslage verpflichtet, dabei das Geschäftsziel und die von der Gesellschafterversammlung gemachten Vorgaben zu beachten. Insoweit sind sie in ihren Entscheidungen nicht frei. Wenn grundsätzlich die Möglichkeit der Importe von Giftmüll ausgeschlossen werden soll, müssten die entsprechenden Bundesgesetze und internationalen Vereinbarungen geändert werden. Hierfür ist der Bundestag zuständig.

Meine persönliche Meinung ist allerdings, dass Giftmüll in den Ländern entsorgt werden müsste, in denen er anfällt. Wenn es dazu an den notwendigen technischen Anlagen oder Kenntnissen fehlt, sollten wir diese exportieren.

Am 12. März hat sich die Verbandsversammlung des RVR, der alleiniger Anteils­eigner der AGR ist. mit dem Thema „Giftmüll-Importe" befasst. Der Antrag lautet, der Geschäftsführung über die Gesellschafterversammlung den Auftrag zu erteilen, zukünftig auf die Entsorgung belasteter Sonderabfälle, die über weite Entfernungen hierher transportiert werden, zu verzichten. Im Interesse der Kreisbevölkerung habe ich diesem Antrag natürlich zugestimmt; er fand jedoch leider insgesamt keine Mehrheit in der Verbandsversammlung.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Welt

Gescannt, ohne Gewähr!

Gladbeck lehnt Einführung von Osterfeuerregelung trotz des katastrophalen Klimawandels ab! Hier gibt es nur ordentliche Osterfeuer die mit Stroh ( Verstoß gegen Abfallbeseitigungsgesetz) als Brandbeschleuniger angezündet werden. Aber SPD und CDU sind sich einig. Nur keine Mehrarbeit! NUR-im-VEST, NABU - Gladbeck, und die Grünen sind fassungslos.

Freiwillige Selbstkontrolle

Osterfeuer in Gladbeck: Das ist in allen Stadtteilen ein viel diskutiertes Thema. Dabei gibt es viele Institutionen, Vereine und Gemeinden, die sich hierbei ganz korrekt verhalten.

Vor allem darauf setzen Stadt und Politik beim Thema Osterfeuer. Und auf verstärkte Patrouillen zur Osterzeit.

Eine Ortssatzung mit vielen Detail-Regelungen wird es auch künftig nicht geben

Die Stadt setzt auch künftig beim Thema Osterfeuer auf die freiwillige Selbstkontrolle - und auf verstärkte Patrouillen zur Osterzeit.

Osterfeuer - alle Jahre wieder ist das ein Streitthema in allen Stadtteilen. Dabei gibt es zahlreiche Institutionen, Kirchengemeinden, Vereine und Kindergärten, die sich hier völlig korrekt verhalten. Sie melden ihr jeweiliges Brauchtumsfeuer freiwillig und vorsorglich bei Ordnungsamt und/oder Feuerwehr an. Und sie verbrennen ausschließlich trockenes unbehandeltes Holz. In ihrem Jahreskalender ist das Flammen-Spektakel ein unbestrittener Höhepunkt - und zahlreiche Menschen freuen sich darauf.

So weit, so gut.

Doch da gibt es - natürlich - auch die schwarzen Schafe, die nicht daran denken, ihr Feuer auf freiwilliger Basis anzumelden, und die bedenkenlos all´ das in die lodernden Flammen werfen, was dort nicht hinein gehört: frischen Grünschnitt etwa, oder sogar alte Gartenstühle, Matratzen, Autoreifen und, und, und.

Dass es sich hierbei um illegale Handlungen handelt, steht klipp und klar im Landes-Immissionsschutzgesetz. Schon in den Vorjahren hat das Ordnungsamt zu Ostern entsprechende Kontrollen gestartet - und ist dabei auch manch´ einem Umweltsünder auf die Schliche gekommen. Es gab sogar schon illegale Osterfeuer, die von der Feuerwehr gelöscht werden mussten, weil sie etwa durch allzu großzügigen Brandbeschleuniger-Einsatz außer Kontrolle geraten waren. "So ein Feuerwehr-Einsatz wird dann für die Beteiligten richtig teuer", sagt Ordnungsamts-Chef Jürgen Hertling, der auch die jüngste Diskussion zum Thema Osterfeuer im Hauptausschuss miterlebte.

Mit großer Mehrheit lehnten es die Kommunalpolitiker ab, in Gladbeck eine detaillierte Osterfeuer-Ortssatzung in Kraft treten zu lassen. Der Umweltverband NUR hatte das vehement angeregt.

Die Politik entschied sich für eine andere Marschrichtung: Osterfeuer, die eindeutig dem Brauchtum dienen und schon seit vielen Jahren unbeanstandet über die Bühne gehen, sollen auch künftig ohne eine aufwändige "ordnungsbehördliche Verordnung" möglich sein. Die schwarzen Schafe und Umweltsünder will man mit verstärkten Kontrollen stoppen - und auch mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit.

WAZ Gladbeck06.02.2007 Von Michael Bresgott

In Gladbeck ist man sich einig - Benzin und Stroh gehören zu einem zünftigen Osterfeuer! Eine Regelung ist hier, laut CDU, SPD und BIG nicht von Nöten.

NUR (LNU-NRW), BUND und der NABU - Gladbeck werden verschärft Kontrollen durchführen, und die schwarzen Schafe zur Anzeige bringen.

 

Einwohnerentwicklung in Herten? Tabelle: www.wikipedia.de

31. Dezember 1975 70.647
31. Dezember 1980 69.247
31. Dezember 1985 68.004
25. Mai 1987 ¹ 67.806
31. Dezember 1990 69.245
31. Dezember 1995 69.183
31. Dezember 2000 66.930
31. Dezember 2005 64.807
31. Dezember 2006 64.344
31. Dezember 2020 ??? 50.413 ?

  Willkommen in Herten,

in der Weltmetropole der Giftmüllverbrennung! Siehe auch Rankingliste.

Sehr geehrter Herr Botschafter,

als Vorsitzender eines Umweltverbandes im dicht besiedelsten Teil Europas – dem Ruhrgebiet – erlaube ich mir, Ihnen ein paar Zeilen zu schreiben.

Entschuldigungen Sie , wenn ich meine Heimatsprache nutze, da mir Ihre englische Sprache in seinen Feinheiten nicht so geläufig ist.

Um es vorweg zu sagen, ich bin über das Vorhaben der Firma Orica, hier ihren Müll zu entsorgen entsetzt.

Ich teile diese Meinung mit der sehr großen Mehrheit unserer Bevölkerung und der hiesigen Politik. Nun gibt es auch Stimmen – so auch die unseres Umweltbundesamtes – die in dieser Beseitigung eine „Gute Tat“ sehen.

Je mehr ich mich mit dieser Angelegenheit befasse, teile ich Meinung unserer ehemaligen Landesumweltministerin und jetziges Mitglied im Bundestag – Bärbel Höhn – die anlässlich einer Podiumsdiskussion in Herten sagte, dass sie fast keine Müllentsorgungsfirma kennengelernt hat, bei der nicht mehr oder weniger Korruption eine Rolle spielte.

Betrachtet  man einmal die Aussagen im Sydney Morning Herald, Orica behauptet darin dass sie seitens dieser Firma mit Umweltgruppen in Deutschland gesprochen wurde, so ist diese Aussage wie viele anderen der hiesigen und dortigen Firmen einfach unwahr um nicht zu sagen – bewusst gelogen.

Mehr und mehr komme ich hier zu der Auffassung, dass hier nicht der gesunde Menschenverstand das Sagen hat, sondern einzig und allein merkantile Gründe unter dem Deckmantel von „Guten Anlagen“ „Verantwortung gegenüber den Menschen“ etc. eine Rolle spielt. Verantwortung ist nicht national zu sehen sondern ein Miteinader im globalen Leben.

Ich kann Ihnen versichern, dass hier mittlerweile unsere Bürger, auch die hiesigen Politiker dieses nicht mehr lange ruhig hinnehmen werde. Zu durchsichtig ist auch z.B. die populistische Vorgehensweise Ihres Labor Abgeordneten Peter Garrett, der offensichtlich um in seinem Wahlbezirk zusätzlich Stimmen zu bekommen, für Ihre Australier als einzigen Weg die Entsorgung Ihrer Altlasten in einer Entsorgung nach Deutschland sieht.

Sie exportieren die Idee, Sparglühlampen in Ihrem Land zu Präferieren, sind aber noch nicht einmal  in der Lage, so banale Dinge,  wie mir glaubhaft versichert wurde, die CO² Emission durch geeignete Filter in Ihren Kohlekraftwerken zu minimieren. Wissen Sie eigentlich wie viel CO² Emission die Transportschiffe verursachen. Schauen Sie mal unter http://www.pro-herten.de/RZR/pdf/Transport_Emissionen.pdf  nach oder sehen Sie sich die Vergleiche  unter http://www.pro-herten.de/HCB/memorandum.htm an. Tun Sie Ihrem Land etwas Gutes und verspielen Sie nicht die derzeitige Reputation, indem sie dieses unsinnige Verfahren befürworten. Setzen Sie sich bitte nachhaltig dafür ein, dass dieser Deal nicht zustande kommt.

In Erwartung Ihres Verständnisses und einer Antwort, die ich wie dieses Schreiben auch der Öffentlichkeit bekannt geben möchte verbleibe ich,

Mit freundlichen Grüßen

 

Reinhard Bömke, Pferdekamp 24, 45701 Herten

Vorsitzender des Umweltverbandes NUR-im-VEST / Mitglied der LNU-NRW

Herten, 2007-04-20

Antwort des Botschafters steht noch aus - wie der Giftmüll! Ausschweigen oder besser aussitzen - halt Politiker!

Fotogalerie vom 06.02.2007 Glashaus Herten - Fotos: Reinhard Bömke NUR-im-VEST

Ingo Gödeke BUND Ca. 400 Besucher zeigten ihr Interesse BUND Vorsitzender NRW Dr. Harengerd
Fragen an die Betreiber Podiumsrunde Bürgermeister Dr. Uli Paetzel
Ca. 400 Besucher zeigten ihr Interesse Claudia Baitinger  BUND / Pro Herten Ca. 400 Besucher zeigten ihr Interesse
 
Ca. 400 Besucher zeigten ihr Interesse   Ca. 400 Besucher zeigten ihr Interesse

 

BUND: HCB - Verbrennung im RZR nicht genehmigungsfähig

 

Bereits seit Monaten weiß der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND von den Versuchen der australischen ICI-Nachfolgefirma Orica, offenbar 22.000 t der umweltgefährlichsten und weltweit geächteten Abfälle aus einer seit Jahrzehnten international verbotenen Pflanzenschutzmittelproduktion trotz großer örtlicher Proteste außer Landes zu bringen. Der BUND hat bereits beim australischen Umweltminister Campbell dagegen protestiert und das Umweltbundesamt um Rechtsauskunft gebeten. Immerhin bekennt die Fa. Orica freimütig in einem Fachartikel, dass sie nur dort ihre gefährlichen Altlasten zu „entsorgen“ gedenke, wo sich kein Widerstand in der Bevölkerung regen wird. Dabei sind sie offenbar auf Herten gestoßen und haben – das Licht der Öffentlichkeit scheuend – bereits mit behördlichem Segen Verträge abgeschlossen.

Ingo Gödeke, BUND – Immissionsschutzexperte aus Karlsruhe, ist überzeugt: „Hier haben die an dem Giftmüll-Deal Beteiligten die Rechnung ohne den Wirt gemacht!“ Es regt sich auf breiter Front auch in Herten erbitterter Widerstand, denn die Verbrennung des Hexachlorbenzol-Abfalls im Emscherbruch ist nach Auffassung der Umweltschützer nicht genehmigungsfähig und daher unzulässig!

Der Industriemüllofen des „RZR“ ist für solche Frachten an Chlor haltigem Abfall nicht ausgelegt, da die Verbrennungstemperatur nur 900°C – und nicht, wie gesetzlich für solche Sonderabfallverbrennungen vorgeschrieben – mind. 1100°C beträgt. Durch die in 2001 erfolgten und 3 Jahre später ergänzte Verbrennungsgenehmigung von flüssigen gefährlichen Abfällen in der Nachbrennkammer wurde offenbar stillschweigend - da zwangsläufig - die Absenkung der Verbrennungstemperatur hingenommen – alles zum Zwecke der Profitmaximierung durch die Annahme von noch mehr Sonderabfall und seiner „Umwandlung“ zu Giftmüllstrom.

Selbst unter der utopischen Annahme, dass sich die IM-Linien des RZR in der angegebenen Zeit von 1 2/3 Jahren allein auf die Verbrennung der angegebenen 5000 t australischer HCB-Abfälle beschränken würden, käme es zu einer unzulässigen Verdopplung des Chloreintrags und damit verbundenen erhöhten Dioxin- und Furanemissionen (die Internetseite der „RZR“ - Emissionsdaten ist übrigens seit dem 23.Oktober nicht mehr online)! Wenn man aber die für den selben Zeitraum bereits genehmigten tausende Tonnen an entsprechenden Giftmüllimporten vor allem aus den Niederlanden dazuaddiert, kommt man noch auf ein Vielfaches an Chlor haltigem Input! Die gesetzlich erlaubten 1 Gew.% werden um ein Vielfaches überschritten.

Claudia Baitinger, stellvertretende Sprecherin des BUND Bundesarbeitskreises Abfall und Recklinghäuser Kreissprecherin resümiert: „Auch wenn Politikerinnen und Politiker immer wieder entschuldigend darauf hinweisen, dass sie kein Chemiestudium absolviert haben, reicht hier das chemische Grundlagenwissen der gemeinen Sekundarstufe und die Anwendung des Dreisatzes aus, um unschwer hinter diese Art von gefährlicher Milchmädchenrechnung zu kommen und sich zum Wohle der Bevölkerung dem Widerstand anzuschließen - auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Der BUND wird sich weiterhin kritisch mit der immissionsschutzrechtlichen Seite des Mülldeals auseinandersetzen und findet es bezeichnend, dass bislang offenbar bei der Notifizierungsstelle des NRW-Umweltministeriums weder Informationen noch eine Importgenehmigung vorliegen.

 

ViSdP: Claudia Baitinger

Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.

Marc Twain

Brief an den Bürgermeister und an die Presse!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

was kommt noch auf uns zu? Reicht nicht der Sondermülltourismus aus Italien? Jetzt auch noch Giftmüll aus „down under“. Welche Überraschungen hat die AGR für uns noch bereit – die vielleicht uns kurz vor Ostern, Pfingsten in den Ferien „untergejubelt“ wird?

Die Einwohnerzahl Herten sinkt immer schneller, hatte Herten noch 70.647 Einwohner am 31.12.1975 so sind es am 31.12.2005 nur noch 64.807 Einwohner. Glaubst du allen Ernstes, dass die Erschließungen neuer Baugebiete nicht nur in den Außenbereichen der Stadt, mehr Bürger nach Herten anlockt?

So blind kann man eigentlich doch nicht sein. Die Wohnqualität in Herten geht gegen negativen Limes.

Müllverbrennungsmetropole „Nummer Eins“ in Europa, ein toller Name für eine ehemalige Bergbaustadt die meines Erachtens noch nie einen sonderlichen Ruf hatte. Wir können auf euch Politiker recht stolz sein. Wenn man durch Wissen keine Arbeitsstellen schafft und somit die Arbeitslosen abbaut dann eben durch Krebs und Herztod?

Vergiften wir doch einfach die Bevölkerung, stecken uns noch mal richtig Geld ein, zum Wohle der Bürger, wegen des günstigen Stroms, und nach uns die Sintflut. Wahlspruch der AGR:“ So einfach ist die Lösung“.
Ist das Euer Bestreben hier in Herten, im Vest, in NRW?

Wo bleibt der Aufschrei der Bevölkerung? Normalerweise müsste man auf die Straße gehen und zur Demonstration aufrufen. Der NUR-im-VEST hat äußerste Bedenken und fordert einen sofortigen Stopp dieses Wahnsinns.

Weniger Einwohner kann bessere Lebensqualität bedeuten, Wohlbehagen und Friede. Denkt man ans Münsterland oder Emsland, - selbst Stadt Haltern - saubere kleine Städte zum Wohlfühlen. Wenn die Besserverdienenden – so Sie noch in Herten wohnen - demnächst Herten auch noch verlassen, was man gut nachvollziehbar ist, wird es noch weiter bergab gehen, so die Talsohle ohnehin noch nicht erreicht ist. Für Herten ziehen wir nur düstere Prognosen – setzen Herten möglicherweise mit Seveso gleich.

Umwelt- und Naturschützer haben in diesem Revier keine Change. Sie sind allemal lästige Zeitgenossen in den Augen der Politiker. Wer sich mit Rasen mähen und Nistkästenbau beschäftigt mag ja noch ruhig schlafen. Menschen die den chemischen Prozess bei der Verbrennung analisieren können und wissen was dann oben aus den so toll niedrigen Schornsteinen in unserem „Touristenstandort Herten“ emittiert, haben dagegen Alpträume.

NUR-im-VEST

21. Dezember 2006 | Quelle: Quelle: Hertener Allgemeine

Giftmüll aus Australien landet jetzt im RZR

In Australien fand sich keine geeignete Verbrennungsanlage, jetzt soll die giftige Altlast im Hertener RZR verbrannt werden. Von Mai 2007 bis Ende 2008 landen rund 5000 Tonnen HCB-Abfälle in den Süder Müllöfen

von Gregor Spohr

- HCB - das sind hexachlorbenzolhaltige Abfälle. Der Sondermüll stammt aus einer ehemaligen Produktionsstätte in Botany Bay, einem der bedeutendsten Chemiestandorte Australiens südlich von Sydney.

Hexachlorbenzol fand vor Jahrzehnten in Pflanzenschutzmitteln Verwendung, ist aber nach schweren Vergiftungsfällen seit 25 Jahren weltweit verboten. Bei dem australischen Müll handelt es sich um eine der letzten großen HCB-Altlasten weltweit.

In der neuesten Ausgabe der AGR-Firmenzeitschrift "Blickkontakt" wird ausführlich über den neuen Entsorgungs-Deal berichtet.

"Mit 16000 km Luftlinie ist Sydney die Stadt der Erde, die am weitesten von Berlin entfernt liegt", heißt es da. Und auf die Frage, warum die Abfälle trotz der riesigen Entfernung nach Herten gebracht werden, gibt es auch gleich die Antwort: "Die Umweltstandards der zwei Verbrennungslinien für Sonderabfälle im RZR Herten, die technischen Möglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit."

Argumente, die das australische Chemieunternehmen Orica überzeugt haben. Zwei Jahre lang hatten die Australier in Europa nach einer geeigneten Anlage gesucht, drei deutsche Unternehmen kamen in die engere Wahl, am Ende machte die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet das Rennen.

Entscheidend war laut AGR auch ein neuer Shredder, der im März nächsten Jahres in Betrieb genommen werden soll. Er kann die 200-Liter-Fässer und andere Verpackungseinheiten für HCB-haltige Rückstände "knacken" - und zwar in einem geschlossenen Bunker. Die AGR weist darauf hin, dass der Unterzeichnung des Vertrages ein strenges Genehmigungsverfahren vorausgegangen sei. Auf australischer Seite kontrolliere das Umweltministerium die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Und auf deutscher Seite wache die Bezirksregierung Münster über die Einhaltung der internationalen Vorschriften.

Der hochgiftige Müll wird - so die AGR - von Sydney auf dem Seeweg über Südafrika in die norddeutsche Hafenstadt Brunsbüttel befördert. Von dort aus gelangt der Abfall per Lkw und Bahn nach Herten. Insgesamt sollen vier Schiffe die gesamte Menge von Botany Bay nach Deutschland bringen. In Brunsbüttel werden die Seecontainer bis zur Weiterverarbeitung in Herten zwischengelagert.

Davon konnte Caspar David Friedrich nur träumen...

Foto: Claudia Baitinger              der Weg scheint zu stimmen                   Ölgemälde Bernhard Bömke

Der geplante Kühlturm von Block 5 wird noch größer, höher, weiter....

Er kommt mit seinen 181m Höhe und 67m Breite neben den derzeitigen 110m hohen Kühlturm von Block 3/4 - auf dem Photo wäre das dann rechts neben dem 300m hohen Kamin. Und dann wird dort nicht nur Dampf mit Antikorrosions- und Kalkschutzmittel incl. Bioziden gegen Veralgung entweichen, sondern der gesamte Abgasstrom incl. der Rauchgase. Bereits jetzt gibt es eine genehmigte integrierten Müllverbrennung (Kronocarb lässt grüßen...)

Der öffentliche Erörterungstermin im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren findet entgegen der Pressemitteilung in WAZ und RZ ab Mo 15.01.07 10h im Kulturzentrum der Stadt Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1 statt. Auch der BUND ist Einwender! Unsere Stellungnahme gem. § 60 BNatSchG kann gerne zugesandt werden.

Mit freundlichem Gruß

Claudia Baitinger, BUND

 

"Das Revier stürzt sich selbst ins Unglück"

Thomas Nückel, FDP-Chef im Ruhrparlament, über merkwürdige Finanzierungsmodelle und drohende Pleiten

taz: Hilft der Bau der Müllverbrennungsanlage RZR II dem Ruhrgebiet?

Thomas Nückel: Nein, weil sich der Regionalverband Ruhr und seine Tochterfirma AGR übernehmen. Der Bauherr ist ein Koloss, der auf tönernen Füssen steht.

Wieso?

Es wird versucht, mit neuen Schnitzern alte Schnitzer rauszuschneiden. Der Führungszirkel des Regionalverbandes Ruhr will über merkwürdige Finanzierungsmodelle einen Müllofen bauen, um die eigene Tochter AGR, die in der Krise steckt, wieder gesunden zu lassen. Das ist eine ganz schwierige Geschichte.

Sie glauben also nicht an das Finanzierungskonzept der AGR?

Nein, zum Beispiel werden unsere Fragen zur Bilanz der AGR nicht beantwortet. Es heißt, der Rechercheaufwand sei zu hoch. Aber wenn für so einfache Fragen, ob eine Firma überschuldet ist, recherchiert werden muss, zeigt das, in welcher Lage sich die Firma befindet.

Wo sehen Sie die Probleme?

Die Firma hat nur einen schmalen Liquiditätsgrad. Wenn nur irgendetwas beim Bau des RZR II schief geht, oder der Bau nur ein wenig teurer als geplant wird, geht der AGR die Luft aus. Frisches Geld ist dann nur schwer zu bekommen. Die Pleite droht.

Haben Sie Erwartungen an die Aufsichtsbehörden? Immerhin kontrolliert ihr Parteifreund Ingo Wolf als Innenminister das Finanzgebaren des Regionalverbandes.

Ich erwarte, dass die Behörden kritisch nachschauen. Auch wenn das aufgrund der rechtlichen Lage schwierig ist. Der Regionalverband hat eine gewisse Freiheit, sich selbst ins Unglück zu stürzen.

Haben Sie eine Alternative für die AGR?

Es heißt, ohne neue Müllverbrennungsanlage wäre die Firma dem Untergang geweiht. Ich glaube nicht, dass die AGR ohne RZR II in die Insolvenz stolpert. Das ist das Problem, wenn man uns nicht alle Informationen gibt. Es gibt sicher andere Möglichkeiten der Rettung. Aber wenn die AGR ohne RZR II zahlungsunfähig würde, dürfte sie erst recht nicht solch ein Projekt realisieren. Denn wenn dann etwas schief geht, wird der Schaden für das Ruhrgebiet erst so richtig groß.

taz NRW vom 3.4.2006, S. 2, 77 Z. (Interview), DAVID SCHRAVEN

Osterfeuer im Vest: PM10 - Atemwegserkrankung? Im Vest kein Thema

DER BÜRGERMEISTER Stadt HERTEN

13.07.2005
Herrn Dieter Knoche
………………..
45699 Herten

TEMES-Messstation, Paschenbergstraße
ihr Schreiben vom 17.03.05

Sehr geehrter Herr Knoche,

die ehemalige TEMES-Messstation, Paschenbergstraße 91 war eine Hintergrund-Messstation des Landesumweltamtes (LUA). Auf Nachfrage hat das Landesumweltamt bestätigt, dass aus der Messstation bis auf eine Klimaanlage, welche den Container an sich schützen soll, alle Messgeräte  ausgebaut worden sind.
Die Neuordnung der Messstationen in NRW hat das LUA zur Anpassung an die aktuellen Anforderungen der EU-Rahmenrichtlinie vorgenommen. Die aufgegebenen Stationen sind für die Ermittlung der relevanten Werte zur Luftqualitätsüberwachung nicht weiter benötigt worden. Für die Station Paschenberg gab es zum Zeitpunkt der Aufgabe des Messbetriebs keine Überschreitungen von Grenz- , Richt- oder Orientierungswerten bei den gemessenen Parametern.
Der endgültig. Abtransport der Station ist seitens des Landesumweltamtes im kommenden Jahr vorgesehen.
Im Anschluss wird das Gebäude wieder als Rasenfläche hergerichtet.
In der Hoffnung Ihnen mit diesen Informationen geholten zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

i.A.
Wolfgang Seidel

Bei einem Vergleich zwischen Diagramm und Schreiben entstehen unsererseits Bedenken!

Frisches Tannengrün, Heckenschnitt von Koniferen, Rhododendren, Kirschlorbeer sowie alle Grünabfälle dürfen nicht ins Osterfeuer.

Am Samstag lodern sie wieder – die so genannten traditionellen Osterfeuer. Vielen graust es jetzt schon davor. Nicht die hellen Oster-Flammen wirken störend, als störend empfunden wird der beißende Qualm mit seinen Feinstaubpartikel. Verbrannt werden darf zwar nur trockener Baum- und Strauchschnitt bzw., wenn es das gibt, unbehandeltes Holz. Wer behandeltes Holz und Grünschnitt verbrennt, begeht eine strafbare Handlung. In den Tannennadeln befindet sich Öl, so dass beim Verbrennen schmieriger Rauch und Staub entstehen. zahlreiche Osterfeuer werden auch in diesem Jahr wieder zu hohen Schwebstaubbelastungen der Luft führen der durch einen raschen Anstieg der Messdaten erkennbar ist – beginnen vom Samstag bis in den Montag hinein. "Der Staubgrenzwert der Europäischen Union für das Tagesmittel wurde in den letzten Jahren weit überschritten", so Reinhard Bömke, Vorsitzender  (NUR) Natur- und Umweltschutzverband Recklinghausen. Werden Abfälle im Osterfeuer verbrannt, kommt es außerdem zur Entwicklung giftiger Brandgase und Staubinhaltsstoffe.
Zudem sind Osterfeuer nicht nur aus lufthygienischen Gesichtspunkten problematisch. Auch wenn es um den Schutz von Kleintieren geht, ist Vorsicht geboten. Besonders in Holzhaufen, die lange vor dem eigentlichen Verbrennen aufgeschichtet wurden, haben sich viele Tiere einen Schlaf-, Schutz- oder Überwinterungsplatz eingerichtet. Der NUR Recklinghausen hat für die, die auf ein traditionelles Osterfeuer nicht verzichten wollen, einige einfache Regeln zusammengestellt: Holzstöße für Osterfeuer erst am Tage ihres Verbrennens aufschichten. Holzhaufen, die schon vor Wochen zusammengetragen wurden wenige Stunden vor dem Anzünden vorsichtig umschichten, so bleibt den Tieren eine Chance zu flüchten. Brandbeschleuniger wie Benzin und andere brennbare Flüssigkeiten verbrennen beim Anzünden nur unvollständig, und die Rückstände gefährden Boden und Grundwasser und sind strengstens verboten.
Feuer zur Osterzeit sind nur dann als Osterfeuer erlaubt oder können genehmigt werden, wenn sie eindeutig und zweifelsfrei der Brauchtumspflege dienen. Demgegenüber sind Feuer, mit denen der Zweck verfolgt wird, pflanzliche Abfälle aller Art zu entsorgen, grundsätzlich verboten, auch wenn sie zur Osterzeit stattfinden. Das hat der 21. Senat des Oberverwaltungsgerichts entschieden. Er wies damit die Beschwerde eines Landwirts aus Dortmund - Menglinghausen gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 31. März 2004 zurück.
Zur Begründung seiner Entscheidung hat der Senat ausgeführt: Das Abbrennen von Osterfeuern spielt sich nicht im rechtsfreien Raum ab. Osterfeuer sind unter vielfältigen Gesichtspunkten des Umweltschutzes, aber auch des Schutzes von Kleintieren problematisch. Sie finden ihre Rechtfertigung allein in der Brauchtumspflege, die mit den heutigen Anforderungen insbesondere in abfall- und immissionsschutzrechtlicher Hinsicht abzustimmen ist. Zum einen ist zu berücksichtigen, dass mit Aufhebung der Pflanzen-Abfall-Verordnung zum 1. Mai 2003 auch das Verbrennen pflanzlicher Abfälle zum Zwecke ihrer Beseitigung uneingeschränkt nach den Bestimmungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes zu beurteilen ist. Nach § 27 dieses Gesetzes dürfen Abfälle grundsätzlich nur in den dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen behandelt werden. Mithin sind Feuer, die dem Zweck der Beseitigung von Pflanzenschnitt dienen, grundsätzlich verboten, auch wenn sie zur Osterzeit stattfinden. Jede achte Vogelart steht mittlerweile vor dem Aussterben. Selbst der „Allerweltsvogel“ Haussperling gilt schon als selten.
Aber nüchtern betrachtet sieht die Angelegenheit praktisch viel Schlimmer aus. Osterfeuer werden anerkanntermaßen heutzutage auch im großen Stil genutzt, um lästige Abfällen, ja Sperrmüll zu entsorgen.
Manche Feuer schwelen aufgrund unerlaubten „Beigaben“ bis zu einer Woche und emittieren je nach Windrichtung in weitem Umfang:
Der NUR fordern aus diesem Grund eine klare Durchsetzung und Einhaltung der Verordnung, eine Kontrolle durch das Ordnungsamt der bereits aufgeschichteten Osterfeuer, sowie die Überprüfung, ob die geplanten Feuer gemeldet wurden.
Weiterhin ist sicherzustellen, dass diese Feuer am Ostersonntag keine weitere Umweltverschmutzung durch Emissionen mehr anstellen.
Die Regelungen für Osterfeuer sind somit eindeutig, leider wurde vom Kreishaus eine nicht ganz korrekte Pressemitteilung im Sonntagskurier veröffentlich. Auch hier möchte ich die zuständige Behörde um Richtigstellung bitten.
Wir hoffen, dass die Landschaftswächter im Kreis auf die ordnungemäße Durchführung achten.
Die durchgeführte „Inspektion“ in Recklinghausen, Herten und Marl ergab, dass 90% der Feuer nicht angesteckt werden dürfen.
Bei Regenwetter ist kein Osterfeuer zu entzünden. Weitere Informationen auf der Internetseite www.nur-im-vest.de. Hier sind auch die einschlägigen Gesetztexte als pdf-Dateien hinterlegt.

Klima mit katastrophalen Folgen

Am 18. April jährt sich das Erdbeben von San Francisco zum hundertsten Mal. 1906 war für die Versicherungen der Auftakt zur Risikoforschung. Durch die globale Erwärmung drohen noch schlimmere Naturunglücke

München. Wer an der Elbe wohnt, erlebt dieser Tage hautnah, was eine Naturkatastrophe ist. Wenn Gerhard Berz nicht irrt, droht ähnliches Erleben immer mehr Menschen. "Ende des Jahrhunderts haben wir ein Klima, wie es die Menschheit noch nicht erlebt hat", sagt der Geowissenschaftler, der bis vor kurzem die Risikoforschung der Münchener Rück geleitet hat. Er sagt Klimafolgen wie verheerende Stürme und Überschwemmungen voraus. Auch das Hautkrebsrisiko werde steigen. Während Klimaforscher noch vor kurzem von einer globalen Temperaturerhöhung um zwei bis vier Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts ausgegangen sind, halten sie heute einen Anstieg von vier bis sechs Grad für wahrscheinlicher.

Schon jetzt seien viele Klimadaten außerhalb natürlicher Schwankungen. Seit 1960 habe sich die Anzahl von Naturkatastrophen verdoppelt, die Summe der volkswirtschaftlichen Schäden fast versiebenfacht und die der versicherten Schäden um den Faktor 25 erhöht, so Berz. Allein die 267 größten Naturkatastrophen seit 1950 haben 1,75 Millionen Menschen das Leben gekostet und 1,7 Billionen Dollar volkswirtschaftliche Schäden angerichtet. Daran haben klimaunabhängige Erdbeben großen Anteil. Es gebe allen Grund zur Befürchtung, dass der Klimawandel an dieser Entwicklung erhebliches Gewicht habe und die Schäden weiter steigen werden. So sei künftig jedes zweite Jahr ein Hitzesommer zu erwarten.

Der generelle Trend war für den Münchner Versicherungsriesen Allianz ein Grund, für Deutschland aktuelle Gefahrenszenarien zu erstellen. Für massive Überschwemmung an Rhein, Donau, Oder, Elbe oder Weser sei mit volkswirtschaftlichen Gesamtschäden von hochgerechnet bis zu 30 Milliarden Euro zu rechnen.

Auch mit Erdbeben kalkuliert die Allianz. Als hier zu Lande gefährdete Gebiete gelten Aachen, der Schwarzwald sowie die Region zwischen Halle und Leipzig. 6,5 bis neun Milliarden Euro müsste die Versicherung vermutlich zahlen, wenn dort die Erde bebt, schätzt Allianz-Schadensexperte Olav Bogenrieder. Im Vergleich dazu nehmen sich die 1,7 Milliarden Euro, die die Branche für das Elbehochwasser 2002 zahlen musste, noch bescheiden aus.

Ganz Deutschland ist mittlerweile in Risikozonen unterteilt. In den Hochrisikozonen drei und vier sei es schwer, überhaupt noch einen Versicherungsschutz gegen Hochwasser zu bekommen, sagt Berz. Eine Möglichkeit, versicherungsfreie Zonen zu vermeiden, sei eine Pflichtversicherung für Naturkatastrophen, heißt es bei der Allianz. Bis zu einer Summe von acht Milliarden Euro habe die Versicherung dazu auch Gelder zur Verfügung. Darüber hinaus müsse sich aber der Staat verpflichten, die Haftung zu übernehmen. Darüber diskutiert worden sei schon öfter, allerdings ohne Ergebnis. "Das Gespräch kommt wieder bei der nächsten Katastrophe", unkt Bogenrieder.

Experten sind sich einig, dass die Branche finanziell bis zu drei Größtschäden aus Naturkatastrophen in einem Jahr verkraften könnte, ohne zu kollabieren. Bei der ersten Naturkatastrophe mit globaler Wirkung, dem Erdbeben in San Francisco, war das noch anders. Die Branche musste die bescheiden klingende Summe von 350 Millionen Dollar aufbringen. Dennoch gingen 19 der gut 100 beteiligten Versicherungen Pleite.

06.04.2006 Von Thomas Magenheim Foto: dpa

     

Tradition oder Umweltverschmutzung?

Wie gefährlich PM10 ist kann man der Tabelle entnehmen.

Mortalität (Sterblichkeit)

Anzahl pro 10.000
Einwohner / Jahr

Tod durch Verkehrsunfälle
Durchschnitt BRD im Jahr 2001

0,84

Tod durch Verkehrsunfälle
Durchschnitt NRW im Jahr 2001

0,58

Mortalität in Zusammenhang
mit PM10-Belastung (pro 10 μg/m³)

4

Mortalität in Zusammenhang
mit Verkehrslärm > 65 dB

2,9

Quelle: APUG NRW Vorbeugender Gesundheitsschutz durch Mobilisierung der Minderungspotentiale bei Straßenverkehrslärm und Luftschadstoffen Teilprojekt „Risikoberechnung zum Einfluss verkehrsbedingter Luftschadstoffe und Straßenverkehrslärm auf die Gesundheit exponierter Personen” Seite 109

Sie wollen mehr Informationen von der APUG-NRW?

Bei Zunahme der PM 10 Werte steigt auch die Mortalität stark an. Zu den Staubwerten kommen noch alle anderen Schadstoffe die bei der Verbrennung von Industriemüll anfallen hinzu. Die Lebenserwartung in Herten und im weiteren Umfeld wird sinken, Die Krebserkrankungen werden ansteigen. Fazit, Herten und die Umgebung weiträumig meiden. Flucht uns Münsterland oder direkt auswandern!

Überschreitung der zulässigen Feinstaubbelastung (35 Tage im Jahr) in unserer Umgebung.

Wir fordern Messstationen in allen Städten des Kreises -

nur so können wir die Menschen im Vest Recklinghausen schützen.

Leider wurden zwei Messstationen im Kreis Recklinghausen (Herten und Marl) geschlossen. Warum? Vielleicht liegt es an der Lobby und an der Verknüpfung Politik / örtlichen Großindustrie?

Wir fordern den Kreis Recklinghausen auf diese Stationen wieder zu aktivieren. Die Menschen im Kreis Recklinghausen haben das Recht zu wissen welche Luft sie einatmen.

50 μg/m³. Bereits 2005 wurden Straßen (B 224) in NRW gesperrt.  Mahner blieben ungehört, eine EU-Richtlinie wurde ignoriert. Nun bleibt vielen die Luft weg. Es herrscht akuter Handlungsbedarf - auch und gerade im Ruhrgebiet.

Feinstaubbelastung: Werte aus 2011

Station

Messnetz

Stationsname

    Tage

  Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Waltrop?

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

DMD2

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Straße

Dortmund-Eving - 30.06.2011

53

32

 

VEAE

BOTT

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

Bottrop-Welheim - 29.06.2011

51

44

 

DATT

GELS

Nordrhein-Westfalen

Datteln - Hagem

30  
Gelsenkirchen-Bismarck - 30.06.2011 36

 

 

VREB

REKS

Nordrhein-Westfalen

Herne - Recklinghauser Straße

Recklinghausen - Karlstraße

67

?

 
TEMES

DDCS

Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum

Gelsenkirchen - Kurt-Schumacher-Straße

Düsseldorf Corneliusstr. - 30.06.2011

?

79

42

Politisch gewolltes Abschalten in Herten?

VMSW

BOST

Nordrhein-Westfalen

 

Münster - Weseler Straße

22  
Bochum-Stahlhausen - 30.06.2011 35  

 

 

Feinstaubbelastung: Werte aus 2010

Station

Messnetz

Stationsname

    Tage

  Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Waltrop?

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Straße

Dortmund-Eving

27

12

 

VEAE

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

Bottrop-Welheim

30

18

 

DATT

Nordrhein-Westfalen

 

Datteln - Hagem

Gelsenkirchen-Bismarck

17

15

 

VREB

Nordrhein-Westfalen

Recklinghausen - Bochumer Straße

Recklinghausen - Karlstraße

16

12

 
TEMES Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum

Düsseldorf Corneliusstr.

?

40

Politisch gewolltes Abschalten??

VMSW

Nordrhein-Westfalen

 

Münster - Weseler Straße

Bochum-Stahlhausen

24

10

 
 

 

Feinstaubbelastung: Werte aus 2009

 

Station

Messnetz

Stationsname

Tage

  Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Waltrop?

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Str.

32

Überschritten

VEAE

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

40

Überschritten

DATT

Nordrhein-Westfalen

Datteln - Hagem

9 Messpause 06.11. - 18.11.

VREB

Nordrhein-Westfalen

Recklinghausen - Bochumer Str.

21  
TEMES Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum ? Politisch gewolltes Abschalten??

BOTT

Nordrhein-Westfalen

Bottrop - Welheim

14  

BORG

Nordrhein-Westfalen

Borken - Gemen

2 Messpause 25.03. - 15.09.

VMSW

Nordrhein-Westfalen

Münster - Weseler Straße

12 12.01.2009 Messbeginn!

 

Feinstaubbelastung: Werte aus 2008

 

Station

Messnetz

Stationsname

Tage

  Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Waltrop?

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Str.

60  

VEAE

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

67  

DATT

Nordrhein-Westfalen

Datteln - Hagem

9  

VREB

Nordrhein-Westfalen

Recklinghausen - Bochumer Str.

21  
VGES Nordrhein-Westfalen Gelsenkirchen - Kurt-Schumacher Str. ? 2007 -  63 Überschreitungen- Messung eingestellt?

GELS

Nordrhein-Westfalen

Gelsenkirchen - Bismarck

15  
TEMES Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum ? Politisch gewolltes Abschalten??

BOTT

Nordrhein-Westfalen

Bottrop - Welheim

9  

BORG

Nordrhein-Westfalen

Borken - Gemen

8  

VMSW

Nordrhein-Westfalen

Münster - Weseler Straße

38  

 

Feinstaubbelastung: Werte aus 2007

 

Station

Messnetz

Stationsname

Tage

  Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Recklinghausen,

Waltrop?

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Str.

81   

Überschritten am 24.04.2007!!!!

DENW134

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

61   

Überschritten

DENW002

Nordrhein-Westfalen

Datteln - Hagem

11   

Einzige Messstation im Vest!!!! Und scheinbar außer Betrieb?

VHER

Nordrhein-Westfalen

Herne Recklinghäuser Straße

59   

 
VGES Nordrhein-Westfalen Gels. Kurt-Schumacher Straße    63 Überschritten

DENW022

Nordrhein-Westfalen

Gelsenkirchen - Bismarck

24   

 
TEMES Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum

  59?

Werte wie Recklinghäuser Straße?

DENW021

Nordrhein-Westfalen

Bottrop - Welheim

19   

 

DENW081

Nordrhein-Westfalen

Borken - Gemen

11   

 

DENW024

Nordrhein-Westfalen

Münster - Friesenring

11   

 

 

Feinstaubbelastung: Werte aus 2006

Station

Messnetz

Stationsname

Tage

Maximale Überschreitung erreicht!!!! 

Wo stehen die Messstationen in,

Castrop-Rauxel,

Dorsten,

Haltern am See,

Herten,

Marl,

Oer-Erkenschwick,

Recklinghausen,

Waltrop,

Wo???? Meine lieben Politiker.

Sind die Ergebnisse so schlecht? Die Bürger zu minderwertig?

Stehen politische oder wirtschaftliche Aspekte den Messstationen im Wege?

Menschen sind nun mal nicht so kostbar wie Maschine und Profitgier, oder?

VDOM

Nordrhein-Westfalen

Dortmund Brackeler Str.

80    

Grenzwerte für 2006 im April überschritten.

DENW134

Nordrhein-Westfalen

Essen Gladbecker Str.

60    

Grenzwerte für 2006 am 10.05.2006 überschritten

DENW002

Nordrhein-Westfalen

Datteln - Hagem

24    

Einzige Messstation im Vest

DENW135

Nordrhein-Westfalen

Essen Hombrucher Str.

47    

 

DENW043

Nordrhein-Westfalen

Essen-Ost Steeler Str.

29    

 

DENW022

Nordrhein-Westfalen

Gelsenkirchen - Bismarck

31    

 
TEMES Nordrhein-Westfalen Herten - Langenbochum       45? Wir vermuten Werte wie in Bismarck oder auf der Gladbecker Straße

DENW021

Nordrhein-Westfalen

Bottrop - Welheim

27    

 

DENW081

Nordrhein-Westfalen

Borken - Gemen

15    

 

DENW024

Nordrhein-Westfalen

Münster - Steinfurter Straße

31    

 

 

Folgender Artikel steht in der Apothekenrundschau vom 1.1.2007 : Feinstaub im Ohr

Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid und Feinstaub, deren Konzentrationen bei hohem Verkehrsaufkommen zunehmen, können bei Kindern akute Mittelohrentzündungen hervorrufen. Das fanden Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, in einem Projekt mit vier niederländischen Universitäten heraus. Ausgewertet wurden Daten von rund 4800 Kindern und 40 Messstationen aus beiden Ländern. Eine Zunahme der Feinstaubbelastung um drei Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erhöht das Risiko einer Erkrankung um bis zu 25 Prozent.

Was ist Feinstaub?

Feinstaub besteht aus winzigen Teilchen, die wir mit unseren Sinnen zwar nicht wahrnehmen können, die uns aber ständig umgeben. Die gröbsten Partikel haben ungefähr die doppelte Dicke eines menschlichen Haares. Die feinsten Partikel mit einem Durchmesser von 2,5 µm (1 µm = 1 Millionstel Meter) sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Die Belastung der Luft mit den ultrafeinen Partikeln stellt ein erstzunehmendes Problem dar, denn die winzigen Partikel gelangen in die Luft und damit auch in die Lunge des Menschen. Feinstaub bedeutet ein hohes Risiko für Gesundheit, Lebensqualität und Lebenserwartung.

Aus dem Staub gemacht

Staub ist nicht gleich Staub. Zunächst einmal wird zwischen Grobstaub, wie Sand, Flugasche oder Feinstaub wie Ruß, Blütenstaub, Sporen, Pollen und Bakterien unterschieden. Die Größe der Partikel wird in der Einheit µm gemessen, wobei man bei einer Partikelgröße von 1-10 µm von Feinstaub spricht. Je kleiner die Teilchen, desto länger halten sie sich in der Luft und können leicht immer wieder aufgewirbelt werden. So passiert es, dass der Staub aus der Sahara auf Ihrem Auto landen kann.

Es liegt was in der Luft

Die Luft, vor allem die der Großstädte, wird mit Feinstäuben wie vom Straßenverkehr verursachte Staubpartikel sowie Kohle- und Zementstaub belastet, was sich negativ auf das Wohlbefinden der Anwohner auswirkt. Durch den Straßen- verkehr werden schädliche, unsichtbare Feinstäube in die Luft abgegeben
Vor allem Dieselfahrzeuge tragen stark zur Feinstaubbelastung bei und müssen mit der entsprechenden Russfiltertechnik ausgestattet werden. Abermilliarden feinster Teilchen schweben an jeder Hauptverkehrsstraße in jedem Kubikmeter Luft, diese werden immer wieder von der Luftströmung aufgewirbelt.

So wirken sich Feinstaub & Co. auf die Gesundheit aus

Feinstäube sind eine Belastung für die Atemwege und die Lunge des Menschen. Die kleinsten Teilchen gelangen über die Atemwege und Blutbahn in viele Organe des Körpers, auch ins Herz. Feinstaub kann zu Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Versagen und Lungenkrebs führen. Hierbei gilt: umso kleiner die Staubpartikel desto gefährlicher, weil sie noch tiefer in die Lunge eindringen können.

Entnommen aus www.aerztezeitung.de

Herten: Pro Herten legt TÜV-Untersuchung über RZR vor

Herten. Die Bürgervereinigung Pro Herten sieht ihre Befürchtungen bestätigt, dass Abgabe aus der Müllverbrennungsanlage RZR die Umwelt erheblich belasten. Sie hat jetzt eine 17 Jahre alte Untersuchung des TÜV vorgelegt, nach der Laub von der Bergehalde, die nur wenige hundert Meter vom RZR entfernt liegt und ein beliebtes Ausflugsziel ist, um das 30-Fache höher mit Dioxinen und Furanen belastet ist als die Blätter von Straßenbäumen. Pro Herten hat nach eigenen Angaben vor einem Jahr einen Bürgerantrag zur Schadstoffmessungen gestellt, der aber bis heute nicht verhandelt worden ist.

WAZ 03.05.2007

Also doch keine Zukunftsvision sondern schon seit langem erforderlich!? Toller Tipp für die Naherholung!

Klima-Forscher - Miese Luft durch die Bergehalde- ein Klick und Sie erhalten mehr Informationen!

Für das Umweltbundesamt sind Kinder „unsere Zukunft“. Sie bilden die Gesellschaft von morgen. Ihr Schutz ist aus diesem Grund unsere vorrangige Aufgabe.

Für uns ist das also selbstverständlich? Die Realität sieht vielmals anders aus: Spielplätze sind zum größten Teil in einem maroden Zustand, Hundkot an allen Stellen, die eine Wiese darstellen könnten.

Sicher, Kinder sind manchmal laut, aber auch unbeschwert und fröhlich. Nette Worte und Gesten sind für Kinder nicht immer selbstverständlich.

Berichte in Tageszeitungen verdeutlichen uns Tag für Tag: Kinder werden nicht immer gut behandelt, viele Dinge sind uns wichtiger als Kinder: unserer Kommerz, gesellschaftliche Stellung etc. Kinder haben in unserem derzeitigen Verständnis nur einen geringen Stellenwert.

Die Zunahme von chronischen Erkrankungen gerade bei Kindern, wie z.B. Allergien, die immer etwas mit der Umwelt zu tun haben,  Übergewicht und Verhaltensauffälligkeiten sprechen eine deutliche Sprache. Was aber können wir für die Umwelt unserer Kinder erreichen? Für die Umwelt der Generation von morgen? Für den  Umweltschutz?

Wie gehen Landkreise oder einzelnen Kommunen mit der Zukunft unserer Kinder um?

Ein Paradebeispiel ist die Halde Hoppenbruch in Herten. Müllverbrennung in unmittelbarer Nähe von Mountenbike - Strecken. Menschen werden auf einen - zugegebener Maßen attraktiven - künstlichen „Berg“ geschickt, um hier bei der richtigen Windkonstellation die Abgase der Verbrennungsöfen, bestehend aus: PM10, Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Schwermetalle einzuatmen. Während in den 60ziger der Kohlenpott dreckig war, sind hier die genannten Stoffe nun unsichtbar, für den einzelnen kaum nachvollziehbar, weil nicht greifbar und trotzdem schleichend unsere Gesundheit zerstörend!

Um Risiken, die sich z.B. aus Müllverbrennungsanlagen ergeben, zu minimieren, haben wir unsere Politiker gewählt- in dem Glauben, dass diese Politiker  für uns, unsere Kinder da sind und nicht als Büttel der Industrie den Machtmonopolisten die Fördergelder in die Tasche zu spielen.

Der Bürgermeister von Herten, der einst gegen die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage war, ist nun vor Freude ganz aus dem Häuschen. 40 neue Arbeitsplätze werden geschaffen! In Herten? Der Müll, der diese Anlage rentabel machen soll, kommt extra aus Italien.

Warum wird er nicht dort verbrannt? Vielleicht, weil dann in einigen Regionen die Urlauber aus bleiben würden?

Herten entwickelt sich in Europa von der einst größten Bergbaustadt zu einer der größten Städte,

wo der Müll (im wahrsten Sinn des Wortes) Macht verschafft. Die verantwortlichen Betreiber der Müllverbrennungsanlage wohnen vermutlich außerhalb der „Belastungszone“ und finden unsere Bemühungen absurd und lächerlich.

Aber sind diese Bemühungen wirklich lächerlich? Nein, denn Gutachten aus „grauer“ alter Zeit belegen ganz klar, wie umweltschädlich diese Verbrennungsanlage ist. Die Müllconection sagt: „Da kommt doch nichts aus den Schornsteinen heraus“ und nun bei der Erweiterung „Wir verbessern die Schadstofffilterung“. Verbessern, wo angeblich nichts zu verbessern ist?

Genau so gut hätten diese Herren sagen können, der Eimer der Erkenntnis ist leer, wir machen ihn nun noch leerer!

Auch die so toll angepriesene Halde ist nur etwas für Hardcorejogger. Vermutlich wird man an den Eingängen demnächst einen Automaten errichten, an dem Atemgeräte mit entsprechenden Filtern gekauft werden können. Sieht so unsere Zukunft im Kreis aus? Jedes Jahr sterben nach Angaben der EU – Gesundheitsbehörde an Feinstaub und lärmbedingt 6,9 von 10.000 Personen. Das bedeutet im Kreis Recklinghausen in jedem Jahr 4.472 Menschen!!

Schlafen unsere Politiker? Träumen sie nur noch von vollen Säckchen aus Beirats- und Vorstandtätigkeiten? Wie ernst Politiker genommen werden, zeigen die Wahlbeteiligungen bei den vergangenen Bundes- und Landtagswahlen.

Die Naturkatastrophen haben sich seit 1960 verdoppelt.  Umweltschutz geht jeden an. Keiner kann sich den verheerenden Katastrophen entziehen. Wirbelstürme im Ruhrgebiet, Überschwemmungen im Osten Deutschlands und vieles mehr wird uns die Zukunft bringen. Die Umwelt braucht uns nicht, aber wir brauchen die Umwelt. Die Natur findet immer einen Weg, ob mit oder uns, das liegt in unserer Hand. Aber zuerst bleiben die Schwachen auf der Strecke – unsere Alten und die Kinder.

Wir vom „NUR im Vest“ fordern eine Abwägung von Entscheidungen, die nicht durch Postenschachereien und Mandatsversprechen beeinflusst wird (siehe Müllskandal Köln). Dazu hätte nicht nur aus finanzieller Sicht ein klares NEIN zur Erweiterung der Müllverbrennungsanlage gehört.

 

Die Kindersterblichkeit in NRW übertrifft alle anderen Bundesländer. Im Jahr 2004 waren es 748 Kinder die unter einem Jahr verstorben sind. Die Ursache? Rauchen der Mütter, Umweltverschmutzung, das soziale Umfeld und vieles mehr. An den meisten Ursachen können wir außer Aufklärung nichts tun, im Bereich Umweltverschmutzung um so mehr.


 

STELLUNGNAHME
03.06.2005 / WAZ-LOKALAUSGABE / HERTEN

Stück Natur vernichtet

Wegen Brandstiftung "Anzeige gegen Unbekannt" hat Reinhard Bömke erstattet. Der Kreisvorsitzende des Naturschutzbundes bezieht sich auf den Vorfall von Samstagnacht, als der "Osterfeuer" - Holzstapel von Feldhaus in Flammen aufging.
Wie die WAZ berichtete, war der für Ostern aufgeschichtete Stapel auf dem Gelände
von Bauer Dirk Feldhaus am Wochenende in Brand geraten. Ostern hatten die Pfarreingemeinschaft St. Antonius/St. Barbara und Bauer Feldhaus das Anzünden abgesagt - weil man die Auflagen der städtischen Verordnung für Osterfeuer nicht erfüllen könne. Stattdessen sollte der Stapel in den Schredder kommen.
Reinhard Bömke zu seiner Anzeige: "Es ist nicht davon auszugehen, dass es sich hierbei um Selbstentzündung handelt. Ich gehe davon aus, dass der Umstand dem Bauern sehr gelegen kam. Ich habe schon vermutet, dass sich der Haufen in 'Rauch' auflöst."
Das Feuer habe gegen das Landesimmissionsschutzgesetz verstoßen, so Bömke. Außerdem befanden sich darin "brütende Vögel der unterschiedlichsten Art".
"In den verflossenen acht Wochen haben die verschiedensten Tiere wie z.B. Igel, Mauswiesel, Zaunkönig, Heckenbraunelle und unzählige Insekten in dem Holzhaufen Unterschlupf gesucht, um dort ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Das Feuer hat mit all diesen Tieren wieder ein Stückchen Natur vernichtet, schade.

Eindeutige Entsorgung im Namen der traditionellen Osterfeuer. Hier ist der Kreis und somit der Landrat gefordert eine kreisweite vernünftige Regelung zu erarbeiten. Herten hat hier schon Pionierarbeit geleistet. Als Forderung bleibt nur eine Reduzierung der Osterfeuer und strengere Kontrollen. Laut  Landesimmissionsschutzgesetz darf kein Grünschnitt, kein behandeltes Holz, kein Plastik, keine Reifen,........