GLADBECK

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Tipp 1 in Gladbeck: Das Wasserschloss Wittringen

Alls erster Inhaber des Hauses erscheint im Jahre 1263 urkundlich Ludolph von Wittringen, dessen Nachfolger bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts nachzuweisen sind. Für zwei Jahrzehnte fiel das Schloss in die Hände der von Oefte, die es an den Ritter Jakob von der Capellen weitergaben, als er sich mit einer Tochter der Familie verlobte. Die Verlobung lohnte sich, denn obwohl die Braut ihrem Bräutigam untreu wurde und schließlich eine andere Ehe einging, durfte der Ritter das Geschenk behalten. Seine Familie, ohnehin aus der Nachbar-Grafschaft Mark stammend, blieb 150 Jahre. lang auf Schloss Wittringen. 1696 kam das Schloss an Arnold Johann von Vittinghof. Zu diesem Zeitpunkt umfasste der Besitz rund 350 Morgen Land und war zu einem privilegierten und wirtschaftlich bedeutenden Anwesen geworden. Über 30 Bauernhöfe der Umgebung waren dem Haus abgabepflichtig. Im Mai 1922 bot Freiherr Friedrich von Vittinghof Schell der Stadt das Schloss zum Kauf an. Das im Fachwerk restaurierte Herrenhaus beheimatet heute das Museum der Stadt Gladbeck, das sich bei der Präsentation gerne moderner Medien bedient - sozusagen als Gegenpol zur imposanten Historie. Bei der Restauration des Schlosses in den 20er Jahren war es möglich, Teile des Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert nachzubauen. So wurden zum Beispiel die alten Stuckdecken in Gips abgeformt und im Museum wieder angebracht. Davon hat auch das Schlossrestaurant profitiert, das im Renaissancestil ausgestattet wurde.
Kanadagänse vor Haus Wittringen

Fotos: Karl-Heinz Ochlast

Text mit freundlicher Genehmigung des Peter Pomp Verlages, Bottrop 

 
Haus Wittringen

Foto: Karl-Heinz Ochlast

 

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