Presseberichte 2009

WAZ Gladbeck - Sabine Steilling

Der scheue Kormoran

Um ihn zu schützen, ist der Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 ernannt worden. Angler haben allerdings etwas gegen ihn

Er hat ungefähr die Größe einer Gans. Sein Federkleid ist schwarz und glänzt in der Sonne grün und bräunlich. Der Kormoran ist von Naturschützern zum Vogel des Jahres 2010 ernannt worden, um ihn stärker zu schützen.

Denn besonders Fischern und Anglern ist er ein Dorn im Auge, weil er sich ausschließlich von Fisch ernährt. Und das Jagen des Kormorans ist in Nordrhein-Westfalen offiziell erlaubt, wenn sich der Vogel 100 Meter von einem Gewässer entfernt aufhält und somit keine anderen Wassertiere gefährdet werden.

Am Nordpark und an den Teichen im Wittringer Wald ist der Kormoran wieder heimisch geworden. Zur Zeit überwintert der schwarze Vogel allerdings am Niederrhein.                                                                                                                                                                  Foto: Karl-Heinz Ochlast

Auch in Gladbeck ist der Kormoran seit den 70er Jahren wieder heimisch. "Er lebt an den Teichen in Wittringen und im Nordpark. Zur Zeit überwintert er allerdings am Niederrhein, weil da die Gewässer noch nicht zugefroren sind", sagt Karl-Heinz Ochlast, Mitglied des Natur- und Umweltschutzvereins im Vest Recklinghausen (NUR). Die nächste Brutstelle der Kormorane sind übriges ganz in der Nähe - nämlich in Xanten und Haltern zu finden. Nach europäischem recht darf der Vogel eigentlich nicht geschossen werden. Doch das Umweltministerium NRW hat auf Bitten der Angelvereine dieses Recht gelockert, sodass seit circa zwei Jahren der Kormoran wieder gejagt werden darf.

"Wir sollten froh sein, dass er sich wieder bei uns niedergelassen hat", sagt Karl-Heinz Ochlast. Daran, dass der Kormoran den Anglern zu viel Fisch wegfrisst, glaubt er nicht. "Er frisst im Schnitt 800 Gramm pro Tag. Da bleibt genug für die Angler übrig", meint der 62-Jährige. In Gladbeck wird der Kormoran noch nicht gejagt. Allerdings sei der Vogel scheu geworden. Ihn zu fotografieren sei schon mal einfacher gewesen weiß Karl-Heinz Ochlast.

Er selbst hat den Naturschutzverein gewechselt, als es um den Schutz des Vogels ging und sein ehemaliger Vereinskamerad die Jagd nicht zu verhindern versuchte. (Siehe Leserbriefe).


Liebe Leserinnen, lieber Leser!

(BMH) Bauer Verlag Hertener Allgemeine 31.12.2009

Öl und Naturschutz - das hat gemeinhin nicht viel miteinander zu tun. Manchmal aber doch. So schaute nun Reinhard Bömke, Vorsitzender des Vereins NUR (Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen), in der HA-Redaktion vorbei, um sich für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr zu bedanken. Dabei berichtete er, dass der Verein künftig kein gedrucktes Jahresprogramm mehr veröffentlichen werde. Stattdessen verlasse man sich lieber auf die Hertener Allgemeine. Denn jedes Mal, wenn unsere Zeitung eine NUR-Veranstaltung ankündige, stehe bei Reinhard Bömke das Telefon nicht mehr still, seien im Nu alle Teilnehmerplätze belegt. Was das ganze mit Öl zu tun hat? Ist doch klar! Ein solches Lob geht natürlich runter wie Öl.

Gern veröffentlichen wir weiterhin die NUR-Termine. 2010 geht es an den Heidesee nach Gladbeck, ins Münsterland und an die Mosel, nach Irland und Masuren...... Mehr in Kürze.


Der Naturfreund

WAZ Gladbeck 30.12.2009


Als Naturschützer kann Karl-Heinz Ochlast sich für das Jahr 2010 eine ganze Reihe von Wünschen vorstellen. Das ist ja auch kein Wunder, geht es der Natur, ja dem ganzen Planeten doch an vielen Fronten an den Kragen. Lokal betrachtet wünscht sich Ochlast vor allem, „dass die Pläne für die A 52 verändert werden. Schließlich sind auch etliche Landschafts- und Naturschutzgebiete betroffen”. Über den Tellerrand hinaus geblickt erhofft sich der Gladbecker Naturschützer, dass die Sondererlaubnis zum Abschuss von Kormoranen, Kanada- und Nilgänsen wieder aufgehoben wird. „Und dass die Bauern sich an dem Lerchenfenster-Programm beteiligen und beim Einsäen mal 20 oder 30 Quadratmeter aussparen.”


Recklinghäuser Zeitung / Bauerverlag 26.12.2009

Ein Herz für Tiere

Über eine Spende des Vereins Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen konnte sich jetzt das Tierheim freuen. Nina Schmidt, konnte von den Vorstandsmitgliedern des Vereins, Burkhard Merz und Udo Kirchhoff 250 Euro entgegennehmen. Im Moment ist das Recklinghäuser Tierheim wieder einmal bis auf den letzten Platz belegt, sodass jede Spende dringend gebraucht wird.


Tipps und Tricks für bessere Bilder

Profis und Amateure fotografieren und fachsimpeln bei den Hertener Natur- Reisefoto-/Videotagen

Hertener Allgemeine 24.11.2009

Scherlebeck. (pap) "Die Fotografie hat etwas Mystisches an sich. Die kurzen Momente, die nie wiederkehrenden Augenblicke einzufangen und festzuhalten", erklärt Reinhard Bömke, Kreisvorsitzender von "NUR im VEST". Davon konnten sich die Teilnehmer an den 3. Hertener Natur- und Reisefoto-/Videotage überzeugen.

Der Naturfreundeverein hatte die Veranstaltung in der Maschinenhalle der Zeche Scherlebeck organisiert. Ein Wochenende lang fotografierten die Gäste, sahen Multivisionsschauen und tauschten sich über ihr Hobby in aller Ruhe aus. Los ging´s am ersten Tag mit Workshops zum Thema Portrait, Dessous und Stillleben. Die Maschinen-halle verwandelte sich dafür in ein komplett ausgestattetes Fotostudio mit allen technischen Schikanen.

   Studio in der Maschinenhalle

Die Teilnehmer arbeiteten unter Anleitung der Profifotografen Norbert Kilimann und Fred Rynkowski mit einem professionellen Model. Jeanine Pfeifer warf sich im Scheinwerferlicht kess in Pose. Die Kameraauslöser klickten. Die Blitzanlage rückte das Model ins rechte Licht. " Ich bin durch die Hertener Fototage auf die Veranstaltung hier in Scherlebeck aufmerksam geworden und habe mich für den Workshop Portrait angemeldet, weil ich mich als Hobbyfotografin sehr für Fotografie interessiere und der Workshop alles drin hat, was meiner Interessenlage entspricht", erzählt Lena Götzer aus Datteln. Sie fotografiert seit rund 16 Jahren. Der Dattelner Fotoclubleiter Jürgen Rei erkannte ihr fotografisches Talent. Schnappschüsse aus dem Urlaub gelangen ihr

 

 

damals so gut, dass Rei sie in seinen Club lotste. Hinter der Kamera kann Lena Götzer den Alltag ausblenden, konzentriert sich nur noch auf die Gestaltung ihrer Motive. "Für mich ist die Fotografie ein gutes Gegenstück zu meiner Berufstätigkeit als Sozialarbeiterin. Ich kann dabei immer wunderbar abschalten", berichtet sie. Während die Kameras bei den Workshops klicken, besprachen die ambitionierten Amateurfotografen ihre Bilder mit den Foto-Experten Ferdinand Jendrejewski und Jürgen Rei. Die beiden zeigten ihnen auch, wie man mit Bildbearbeitungsprogramm am Computer Fotos "auf-hübschen" oder verfremden kann. In Zeiten der Digital-Fotografie ist das für Könner kein Problem mehr. Am zweiten Tag der Foto- und Videotage staunten die Besucher bei den Dia- und Multivisionsschauen. Renate und Rudolf Zoch aus Hamm zeigten "10.000 Kilometer durch Skandinavien". Dr. Markus Rahaus präsentierte die Diaschau "69 Grad Nord".  Werner Dehmelt stellte "Les Couleurs de la Normandie" - das Farbenspiel der Normandie - in seinem Beitrag vor. Auf der "Route 66" in den USA fotografierte Dr. Herwig Olbrich. Und Norbert Kilimann war für seine Diaschau "Wildnis Industrienatur" mit der Kamera auf Zechen und Industriebrachen in der hiesigen Region unterwegs. Eine Uraufführung gab es auch: Reinhard Bömke zeigte zum Abschluss seinen Film "Irland - Landschaft der Seele" Für die Foto- und Videofreunde bestand nach de beeindruckenden Präsentationen reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln. Mit nach Hause nahmen die Teilnehmer der

Kesse Pose: Profi-Modell Jeanine Pfeifer lässt sich bei dem Workshop von den Fotografen ablichten.

Foto: Reinhard Bömke

3. Hertener Natur- und Reisefoto-/Videotage eine Menge Eindrücke und Tipps, wie ihre Fotos demnächst noch ansprechender werden.

Foto mit Hut: Model Jeanine Pfeifer posiert im Blitzgewitter der Fotografen. Foto: SASKIA PAPENFUSS

Jürgen Rei (l.) und Ferdinand Jendrejewski geben den Hobbyfotografen praktische Tipps für bessere Fotos.  Foto: SASKIA  PAPENFUSS


Exkursion an die Nordseeküste

Herten 18.11.2009. WAZ - Recklinghausen /  Der Umweltverband "NUR im VEST veranstaltet am Samstag und Sonntag, 5. und 6. Dezember, eine Exkursion an die Nordseeküste. Von Dangast am Jadebusen aus soll der Nationalpark am Wattenmeer unter die Lupe genommen werden. Informationen und Anmeldungen bei Reinhard Bömke, 0209-620773.


Bauerverlag / aus der Region 18.11.2009 / Foto NUR

Winterstimmung

am Jadebusen verspricht die Jahresabschlussfahrt die der Umweltverband NUR im VEST am Nikolauswochenende anbietet. Von Samstag, 5. Dezember, bis Sonntag 6. Dezember, geht die Reise nach Dangast an die Nordsee. Auf dem zweitägigen Programm stehen dann unter anderem ein Spaziergang im norddeutschen Urwald und eine Wattwanderung zum Thema "Strandzonenerkundung". Im alten Kurhaus werden sich die Teilnehmer Geschichten vom "Nebel um Arngast" anhören. Am Sonntag ist das Meer von Ewiges die erste Station der Exkursionsteilnehmer. Dann geht es weiter nach Bad Zwischenahn und zum Zwischenahner Meer, wo unter anderem ein Besuch im Heimatmuseum und auf dem Weihnachtsmarkt vorgesehen ist. Anmeldungen zur Jahresabschlussfahrt nimmt Reinhard Bömke unter Telefon 0209-620773 entgegen.


Winterstimmung am Jadebusen

NUR-im-VEST bietet zweitägige Reise zur Nordsee an

Marler Zeitung / Bauerverlag 15.11.2009

Herten. Was gibt es schöneres als im Winter die frische Brise der Nordsee zu schnuppern? Aus diesem Grund wird der Umweltverband Recklinghausen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop NUR im VEST (mit Sitz in Herten), vom 5. bis 6. Dezember wieder eine Fahrt an die Küste der deutschen Nordsee vornehmen.

Dangast am Jadebusen ist das Ziel. Zunächst werden die Teilnehmer einen Spaziergang an den Mühlenteich im Urwald unternehmen. Nach einem Imbiss in Varel geht es um 14.00 Uhr mit Lars Klein vom Nationalparkhaus in Dangast ab ins Wattenmeer. Auf dem Programm steht eine Jadebusen-Strandzonenerkundung. Im alten Kurhaus werden die Teilnehmer bei heißem Glühwein oder Tee die Geschichten vom "Nebel um Arngast" anhören und dann im Nationalparkhaus die neue Spendenaktion für das Jahr 2010 besprechen.

Auch ein Abstecher zur Küste unternimmt die Gruppe. Es geht zum Meer von Ewiges. Weitere Stationen sind Bad Zwischenahn und das Zwischenahner Meer.

Die Abfahrt am 5. Dezember erfolgt um 8 Uhr vom alten Rathaus in Westerholt, Bahnhofstraße 6. Leitung hat Reinhard Bömke. Kosten: Erwachsene / Kinder 86 Euro im Doppelzimmer, 96 Euro im Einzelzimmer. Die Personenzahl ist auf 36 begrenzt.

Im Preis enthalten ist die Fahrt im Reisebus, die Unterbringung im Hotel "Up´n Diek" mit Frühstücksbuffet, Wattenmeerführung mit anschließenden Gruselgeschichten im alten Kurhaus bei Kaffee und Kuchen.

Um Voranmeldung wird gebeten Telefon 0209-620773.


Profis helfen beim "Sehenlernen"

Natur- und Reisefoto- / Videotage mit Workshops und Bildvorträgen

Hertener Allgemeine 28.10.2009 / Eine Fotografenweisheit lautet:" Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern." Insofern haben die Hertener Natur- und Reisefoto- / Videotage den Anspruch, Amateuren und Profis beim "Sehenlernen" zu helfen.

Ein Papageientaucher - ein Foto passend zum Thema "Natur- und Reisefoto- / Videotage", die am 21./22. November in der Zeche Scherlebeck stattfindet.

Die Veranstaltung findet bereits zum dritten Mal statt, und zwar in der Zeche Scherlebeck, Scherlebecker Straße 260. Veranstalter ist der Umweltverein "NUR im VEST". Sehen lernen - das funktioniert einfacher, wenn man sich bei Profis Anregungen holen oder "abkupfern" kann. Daher gibt es bei den Fototagen nicht nur viel auszuprobieren, sondern auch viel zu sehen.

Das Programm:

Samstag, 21. November: Ab 10.00 Uhr finden mehrere Workshops statt. Unter anderem stellt eine Fachfirma das topaktuelle Computerprogramm "m-objekts" für die Bild- und Tonpräsentation vor. Außerdem gibt es Infos zur Tarnzeltfotografie. Vor Ort sind die renommierten Fotografen Norbert Kilimann (Workshop "Portraitfotografie - Mode und Fashion", und Ferdinand Jendrejewski (Workshop "Bildbesprechung für Hobbyfotografen").

Sonntag, 22. November: Um 10 Uhr eröffnet Bürgermeister Dr. Uli Paetzel offiziell die Foto- und Videotage. Danach nehmen Renate und Rudolf Zoch aus Hamm die Zuschauer mit auf eine 10 000-Kilometer-Reise durch Skandinavien. Eine Multivisionsschau macht´s möglich. Weitere Bildvorträge zeigen Dr. Markus Rahaus ("69° Nord"), Werner Dehmelt ("Les Couleures de la Normandie") und Dr. Herwig Olbrich ("Route 66") - beide vom Teleteam Herten - sowie Norbert Kilimann ("Wildnis Industrienatur"). NUR-Vorsitzender Reinhard Bömke zeigt erstmals seinen Irlandfilm "Landschaft der Seele". Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Workshop "Portrait" am Samstag kostet 20 Euro, die Bildbesprechung 2 Euro/Foto. Die Teilnahme am Sonntag kostet 10 Euro (inkl. Buffet). Anmeldungen bei Reinhard Bömke: Telefon 0209/620773; E-Mail: reinhard@boemke.de


Nachrichten aus Herten - NUR und Fotogruppe Schacht 5

Bauerverlag 22.10.2009

Die Fotogruppe "Schacht 5" - ist seit Jahren der Kooperationspartner von NUR im VEST. Als der Naturschutzverein vor drei Jahren mit den 1. Hertener Natur-und-Reisefoto-Videotagen an den Start ging, zeigten die Fotografen schon ihr Können bei einer dreitägigen Ausstellung. In diesem Jahr werden die Bilder von heute an bis 3. Dezember in der Westerholter Zweigstelle der Sparkasse Vest Recklinghausen, Bahnhofstraße 27 bis 31, gezeigt. Dort ist um 15 Uhr die Eröffnung.


Der Schuhschnabel,

Bauerverlag - KREIS RE. 22.10.2009

ein afrikanischer Vogel, der nach seinem mächtigen Schnabel benannt ist, wird in der neuen Ausstellung des Vereine NUR im VEST vorgestellt. Unter dem Titel "Natürlich Natur" zeigen Mitglieder der Fotogruppe Schacht 5 in Herten in der Wanderausstellung 42 einmalige Fotoaufnahmen. Die Ausstellung wird am Freitag, 23. Oktober, 15.00 Uhr, in der Zweigstelle Westerholt der Sparkasse Vest eröffnet und ist bis zum 3. Dezember dort zu sehen. Herten, Recklinghausen und Olfen sollen die nächsten Ausstellungsstationen sein.


So schmeckt der Herbst

Welche Früchte man in den Wäldern und an Feldrändern jetzt so sammeln kann, verrät Karl-Heinz Ochlast vom Umweltschutzverband NUR

WAZ Gladbeck 20.10.2009 von Denise Rzeha

"Genug ist nicht genug! Gepriesen werde der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte", schrieb Conrad Ferdinand Meyer. Karl Heinz Ochlast kann da nur zustimmen: "Derzeit findet man in der Natur so vieles, woraus man leckere Gerichte zaubern kann!"

Überall wo er geht und steht bemerkt der Sprecher des Umweltschutzverbandes NUR in Gladbeck Herbst-Früchte, die man verwenden kann: "Hier auf dem Hof zum Beispiel heben Sie die Eberesche." Einfrieren sollten Fruchtliebhaber die Vogelbeere, denn sonst schmecken sie bitter, weiß der Naturexperte. "Danach passen sie prima zu anderen Früchten in Marmelade." Sowieso findet sich im Herbst in Gladbeck das eine oder andere Früchtchen, mit dem man einen leckeren Brotaufstrich zaubern kann: "Auf jeder Halde in unserer Stadt gibt es Hagebutten, Schlehenfrüchte und Holunder."

Hagebutten von der Halde

    

Manches sollte aber lieber gemischt werden, denn die Berberitze etwa ist sehr säuerlich. Und wer den ersten Frost noch abwartet, kann bald ganz besondere Früchte ernten: Die echte Mispel. Das reife Kernobst schmeckt wie Aprikosen. "Oder man packt die Mispel für ein paar Stunden ins Gefrierfach, dann muss man nicht warten ", gibt Karl-Heinz Ochlast einen Tipp. Der Obstbaum der ursprünglich aus Südeuropa kommt, wächst an Waldrändern und in Gebüschen. "Richtung Feldhausen, in der Nähe vom Movie Park, am Repeler Weg. Da stehen links und rechts Maronen-bäume und Mispelsträucher." Reife Mispeln können in Butter und Rotwein geschmort zu Marmelade verkocht werden.

Maronen sind ebenfalls eine süße Nascherei, wenn sie vorher von ihrer Schale befreit werden. Im Gebäck und im Dessert macht sich die Edel-kastanie auch gut. "Jetzt ist genau die Richtige Zeit für Maronen, die fallen jetzt."

Von Bucheckern rät Karl-Heinz Ochlast ab: "Da sind viele taube dabei. Wer unbedingt welche sammeln möchte, findet sie im Wittringer Wald." Obwohl das Angebot an Bucheckern derzeit groß ist, sollten Sammler vorsichtig beim Verzehr sein: In den Früchten der Rotbuche finden sich Giftstoffe, die verschieden stark sein können. Wer empfindlich ist, kann magen- und Darmbeschwerden bekommen. "Ansonsten kann man aber alles ohne Bedenken essen. Wer jedoch nicht sicher ist, sollte lieber in ein Bestimmungsbuch gucken."

Hagebutten in der Suppe / Hagebuttensuppe: 1/2 kg Hagebutten / 1/4 l Weißwein / 1 EL Zucker oder Ahornsirup / 1 EL Mehl - Die Hagebutten halbieren, die Kerne und Härchen entfernen und die Früchte dann in ein wenig Wasser weich kochen. Durch ein Sieb passieren. Mit drei Tassen Wasser zur Suppendicke strecken. Mehl und Wein zusammenrühren und in die Suppe geben. Kurz aufkochen und noch den Zucker oder Ahornsirup zugeben.

Leckeres aus Maronen / Mit Lorbeer, Zimt und Nelken wird daraus eine wohlschmeckende Suppe / Maronensuppe: 500 g Maronen, 1 Zwiebel gewürfelt, 100 g Speck 1 l Gemüsebrühe, 200 ml Sahne, Nelken, Lorbeerblätter, 1/2 Zimtstange. Maronen 20 Minuten im Backofen bei 120 Grad rösten, dann aus der Schale lösen. Zwiebeln und Speck andünsten. Die Maronen mit dem Zimt, den Nelken und den Lorbeerblättern in der Gemüsebrühe 30 Minuten dünsten, die Zimtstange, die Lorbeerblätter und Nelken heraus nehmen, die Brühe passieren. Zum Eindicken die Sahne hinzugeben.

Genuss mit Soda oder Sekt / Ein Sirup aus Schlehen schmeckt aber auch zu Pudding, Grießbrei und Eis / Schlehen Sirup: 2 kg Schlehen, 750 g Zucker. 1 Messerspitze Nelkenpulver, 1 TL Zimtpulver. Schlehen verlesen, gut waschen, und dann abgetropft in einen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen, sodass sie vollständig bedeckt sind. Einen Tag ruhen lassen, dann den Saft abgießen, einmal aufkochen und wieder über die Schlehen gießen. Das Ganze am nächsten Tag wiederholen. Danach den Saft abgießen und durch ein Mulltuch filtern. Dann mit dem Zucker und den Gewürzen so lange kochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Heiß in saubere Flaschen gießen und sofort verschließen. Tipp: Der Sirup kann mit eiskaltem Sodawasser oder mit gekühltem Sekt aufgegossen werden. Außerdem schmeckt er gut zu Grießbrei, Pudding und Eis.


Natürlich Natur - elf Monate lang

Ausstellung der Fotogruppe Schacht 5 wandert durch Sparkassen-Zweigstellen

Bauerverlag - Herten 20.10.2009

Westerholt. Die "Fotogruppe Schacht 5" ist seit Jahren der Kooperationspartner vom NUR im VEST. Als der Naturschutzverein vor drei Jahren mit den 1. Hertener Natur- und Reisefoto-Videotagen an den Start ging, zeigten die Fotografinnen und Fotografen der FS5 schon ihr Können mit einer dreitägigen Ausstellung.

Erstmalig in diesem Jahr werden die Bilder der FS5 nicht im Stadtteiltreff gezeigt, sondern über einen längeren Zeitraum - vom 23. Oktober bis 3. Dezember - in der Zweigstelle der Sparkasse Vest Reckling-hausen an der Bahnhofstraße 27 - 31 in Westerholt.

Darüber hinaus wird diese Ausstellung das ganze Jahr über im Kreis Recklinghausen zu sehen sein. Die Vorstände der Fotogruppe und des NUR im VEST haben sich darauf geeinigt, dass die Fotos elf Monate lang gezeigt werden. Die Wanderausstellung wird zunächst bis ende Mai 2010 in den Sparkassen  Zweig-

"Natürlich Natur" - dieses tolle Portrait eines Weißkopfseeadlers ist in der Fotoausstellung in der Sparkasse Vest zu sehen.

stellen Westerholt, Herten, Recklinghausen und Olfen zu sehen sein. Die Ausstellung läuft unter dem Thema "Natürlich Natur". Alle Bilder der Ausstellung, es handelt sich um 42 Fotos im Format 30 x 40 cm, sind im Internet unter www.fotogruppe-schacht-5.de/ausstellungen.htm zu sehen und auf Bestellung käuflich.

Zur Ausstellungseröffnung am 23. Oktober, 15.00 Uhr, Sparkasse Vest, Bahnhofstraße 27 - 31, sind Interessierte eingeladen.


   

Stadtspiegel - Mittwoch 30.09.2009

FOTOTAGE:

Für Profis und Laien ist der Hertener Treff ein absolutes Muss.

Wunderbare Tieraufnahmen wie die vom Papageientaucher sind in Scherlebeck zu sehen.

Die Sprache der Bilder

Jetzt anmelden für Hertener Fototage

Die 3. Hertener Natur- und Reisefoto  / Videotage (am Wochenende, 21. bis 22. November) werfen ihre Schatten voraus. Da die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt, sollten sich Interessierte bereits jetzt um Karten bemühen.

Präsentiert werden die Natur- und Reisefoto  / Videotage, bei denen die heimische Natur, aber auch das Fernweh im Mittelpunkt stehen, bereits zum 3. Male vom NUR im VEST.

Abweichend von den vorhergegangenen Fototagen findet in diesem Jahr keine Ausstellung der Fotogruppe Schacht 5 im Stadtteiltreff, sondern in der Sparkasse Vest Recklinghausen, Zweigstelle Herten-Westerholt statt. Im Stadtteiltreff werden Fotos der Referenten gezeigt, passend zum Vortrag. Der Ablauf der Veranstaltung ist auf zwei Tage ausgelegt. Am Samstag, 21. November, werden Workshops angeboten, Highlights des Tages sind die Fotografen Norbert Kilimann, Jürgen Rei (Goldene Iris, AFIAP) und Ferdinand Jendrejewski (Goldene Iris und AFIAP), Top Fotografen über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Kilimann leitet den Workshop "Portraitfotografie - Mode und Fashion". Zu den Fotos wird es auch Modellverträge geben. Parallel wird es eine Bildbesprechung mit Ferdinand Jendrejewski geben. Hier kann jeder Fotograf oder Hobbyfotograf seine Bilder von zu Hause mitbringen und von einem Fachmann sich Rat holen für besserer Bilder.

Am zweiten Tag, Sonntag, 22. November, sorgen Top-Fotografen für ein unvergessenes Erlebnis, darunter Renate und Rudolf Zoch aus Hamm, Dr. Markus Rahaus, Werner Dehmelt (Teleteam Herten). Von Dr. Herwig Olbrich (Teleteam Herten und Fototreff Olfen) werden die Besucher auf die Traumstraße Amerikas - Rout 66 - geführt. Norbert Kilimann - ein bekannter Naturfotograf zeigt uns die Tierwelt vor der Haustür mit dem Thema "Wildnis Industrienatur" als Diaschau.

Empfehlung: Zeitig anmelden unter reinhard@boemke.de oder 0209-620773.


Die Schönheit der Natur im Blick

WAZ Gelsenkirchen 18.09.2009 / NUR-Fotografen laden zu den 3. Hertener Natur- und Reisefoto/Videotagen

Sehr viel Geduld brauchte Reinhard Bömke, um diesen Papageientaucher auf Beutefang zu fotografieren. Weitere Fotos werden in der Sparkasse in Westerholt ausgestellt.                             Foto: Reinhard Bömke

Zu den 3. Hertener Natur- und Reisefoto /Videotagen laden die Fotografen vom NUR-im-VEST. Mit einem Zitat von Fritz Pölking leitet der NUR-Kreisvorsitzende Reinhard Bömke diese Einladung ein: "Naturfotografen sind ehrlich. Sie zeigen das Leben wie es ist; schutzbedürftig, grausam oder wunderschön". Bömke erklärt:" Die Fotografie hat etwas magisch Mystisches an sich. Die kurzen Momente die nie mehr wiederkehrenden Augenblicke einzufangen und festzuhalten".

Während der  Natur- und Reisefoto /Videotage des NUR werden Workshops angeboten, die Fotografen einen umfassenden Überblick über technisch Machbares geben und die Gelegenheit bieten, selbst aktiv zu werden. Los geht´s am Samstag, 21. November. Referenten werden den Workshopteilnehmern zeigen, wie mehrere Bild- und Tonspuren übereinander gelegt werden, zudem gibt es Einblicke in die Tarnzeltfotografie. Highlight wird der Besuch der Fotografen Norbert Kilimann, Jürgen Rei (Goldene Iris, AFIAP) und Ferdinand Jendrejewski (Goldene Iris, AFIAP) sein. Norbert Kilimann leitet den Workshop "Portraitfotografie - Mode und Fashion". Dazu wird eine Fotostudio aufgebaut und fünf Fotografen haben die Gelegenheit, ein professionelles Modell abzulichten.

Am Sonntag, 22. November, präsentieren Renate und Rudolf Zoch aus Hamm ihre Multivisionsschau 10 000 Kilometer durch Skandinavien. Dr. Markus Rahaus zeigt seine Diaschau 69 Grad Nord, während Werden Dehmelt (Teleteam Herten) seinen Diavortrag "Les Couleurs de la Normandie" hält. Über die Traumstraße Route 66 führt Dr. Herwig Olbrich in einer Beamerschau. Darüber hinaus wird erneut Norbert Kilimann erwartet, der den Teilnehmern unter dem Titel "Wildnis Industrienatur als Diaschau" die Tierwelt vor der Haustür zeigt. Der Tag endet mit der Uraufführung von Reinhard Bömkes Irlandfilm "Irland - Landschaft der Seele" (eine Hommage an den irischen Priester, Philosophen und Schriftsteller John O´Donohue) der seinem Publikum einen anderen Irlandfilm, einen Sehnsuchtsfilm verspricht. Im Anschluss an die Workshops und Vorführungen des Wochenendes besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion. Die Teilnehmerzahl am Sonntag - darauf weisen die Veranstalter hin - ist auf 100 Personen begrenzt.

Kartenreservierung - Fotografen laden ein. Eintritt am Sonntag incl. Buffet, 10 Euro. Teilnahme am Portrait-Foto-Workshop: 20 Euro, Kontakt über Reinhard Bömke: 0209-620773, reinhard@boemke.de.


Fernweh in Bildern

Bauerverlag - KREIS RE. 14.09.2009 "Wir wollen unsere Einblicke und das Fernweh dem Betrachter näher bringen", sagt Reinhard Bömke, Kreisvorsitzender von "NUR-im-Vest". Der Naturschutzverein will zum 3. Male Natur-, Reisefoto- und Videotage durchführen: am Samstag, 21., und Sonntag, 22. November in Herten.



"Wir versuchen einen kleinen Teil davon aus den Länder und den Landschaften, Fauna und Flora direkt in den Stadtteiltreff in Herten-Scherlebeck zu bringen", kündigt Bömke an. Am Samstag, 21. November, werden Workshops angeboten. Die Fotografen Norbert Kilimann, Jürgen Rei (Goldene Iris, AFIAP) und Ferdinand Jendrejewski) (Goldene Iris und AFIAP), Top Fotografen über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, sind dabei. Norbert Kilimann leitet den Workshop "Portraitfotografie - Mode und Fashion. Dazu wird eigens ein Fotostudio im Stadtteiltreff Scherlebeck aufgebaut. Parallel wird es eine Bildbesprechung mit Ferdinand Jendrejewski geben. Hier kann jeder Fotograf oder Hobbyfotograf seine Bilder von zu Hause mitbringen und sich von einem Fachmann Rat holen für bessere Bilder. Am Sonntag, 22. November, treten ab 10 Uhr im Stadtteiltreff Scherlebeck Topfotografen auf. Beispiele: Renate und Rudolf Zoch aus Hamm mit der Multivisionsschau "10000 km durch Skandinavien", Dr. Markus Rahaus mit seiner Diaschau "69° Nord", Werner Dehmelt (Teleteam Herten) mit dem Vortrag "Die Farben der Normandie".

Die Teilnehmerzahl am Sonntag ist auf 100 Teilnehmer begrenzt. Anmeldung: reinhard@boemke.de, 0209/620773. Eintritt am Sonntag 10 Euro, einschließlich Buffet. Der Workshop "Portrait" 20 Euro, Bildbesprechung: 2 Euro pro Bild.


Naturfreunde erforschen die Davert

Westerholt. Hertener Allgemeine 04.09.2009.  Der Naturfreundeverein NUR-im-VEST führt am Sonntag, 06. September, seine 14. Exkursion in diesem Jahr durch. Ziel ist das Münsterland. Gäste sind willkommen. Die Davert ist das größte zusammenhängende Waldgebiet im Münsterland. Knorrige Eichen, weit über 100 Jahre alte Laubwälder mit teils undurchdringlichem Unterwuchs und Sumpfwälder verleihen dem Gebiet Urwald-Charme. Im angrenzenden Venner Moor beeindrucken die großen Moorgewässer. Teilnehmer benötigen festes Schuhwerk. Zwischen den beiden Exkursionspunkten ist Picknicken angesagt. Abfahrt 10 Uhr vom alten Rathaus Westerholt, Bahnhofstraße 6. Kosten: Erwachsene 5, Kinder 3 Euro. Voranmeldung unter 0209/620773.


Keine Vampire im Wald am Schloss Beck

WAZ Kirchhellen, 24.08.2009, Franz Naskren


Die Blutsauger unter den Fledermäusen leben nur in Südamerika. Samstag Exkursion am Schlossteich.

Jetzt ist Fledermaushochsaison. Mit etwas Glück lassen sich in der Dämmerung die schwarzen Silhouetten von Zwergfledermaus, Großer Abendsegler oder Breitflügelfledermaus am Himmel entdecken. Am Teich von Schloss Beck kann man die Wasserfledermaus beobachten und sogar hören. Die Fledermausexperten des Natur- und Umweltschutzvereins im Vest, Karl-Heinz Ochlast und Heike Everding, bieten für Jung und Alt am kommenden Samstag, 29. August, am Schloss Beck ab 20 Uhr eine Exkursion an.

Da Fledermäuse reine Insektenfresser sind, helfen sie, den Insektenbestand zu „bekämpfen”. Fledermäuse fliegen in der Nacht zweimal: in der Abend- und in der Morgendämmerung. Je nach Art mit unterschiedlichen Flugzeiten. Mit Hilfe von Fledermausdetektoren und Scheinwerfern können die interessanten Tierchen bei der Jagd nach Insekten beobachten werden.

Die Zwergfledermaus wiegt ca. 5 Gramm und frisst 30 % ihres Körpergewichts an Insekten - jeden Tag. Hochgerechnet sind das rund 10 000 Mücken pro Tag.

10 000 Mücken am Tag bilden die Nahrung

Blutsaugende Fledermäuse, die Tiere und schlafende Menschen anfallen, gibt es bei uns nicht. Wohl in Südamerika: die Vampirfledermaus, sie ernährt sich von Blut. Früher nahm man an, dass der kleine Biss nicht schaden kann, aber neueste wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen das Gegenteil. Beim Biss wird ein Blutverdünner dem Beutetier injiziert, nun kann die Vampirfledermaus die Nahrung zu sich nehmen, der Blutverdünner hält länger vor, so dass ein Rind oder Pferd bis zu einem Liter Blut verlieren können. Mediziner versuchen, das Serum in der Herzmedizin einzusetzen, da es nicht wie Makumar mehrere Tage braucht, um den Gerinnungsfaktor des Blutes wieder herzustellen.

Da Fledermäuse Wildtiere sind, die sich bei Angriffen verteidigen, dient die Exkursion nur der Beobachtung. Ein Versuch, eine Fledermaus in die Hand zu nehmen, würde für die Tiere einen Angriff darstellen und die Fledermäuse würden versuchen, durch Beißen sich des Angriffs zu erwehren.

Bei Schloss Beck leben vier , fünf Arten von Fledermäusen, im gesamten Vest Recklinghausen sind es sogar neun bis elf.

Die Führung am 29.August kostet für Erwachsene 1,50 €, für Kinder 1 €. Anmeldungen sind erforderlich, da die Teilnehmerzahl auf 80 begrenzt ist. Infos bei Reinhard Bömke, 0209/620773, Karl Heinz Ochlast, 02043/62189 sowie bei Heike Everding, 02045/409781. Treffpunkt ist um 20 Uhr auf dem Parkplatz am Schloss
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Batnight im Vest

Foto: Marler Sonntagsblatt

Vest. Jetzt ist Fledermaushochsaison. Mit etwas Glück lassen sich in der Dämmerung die schwarzen Silhouetten von Zwergfledermaus, Großer Abendsegler oder Breitflügelfledermaus am Himmel entdecken, an manchen Orten auch die Wasserfledermaus. Der Natur- und Umweltschutz Verein Nur-im-Vest führt am heutigen 22. August und am 29. August zwei Fledermausnächte zur 13. internationalen „Europäischen Batnight“ durch.

Der Ire Bram Stocker machte mit seinen Geschichten über Graf Dracula, der Vampir, der sich auch in eine Fledermaus verwandeln konnte, einen weltweiten Namen. Aber die Gefahr wie in seinen Büchern und Verfilmungen sind reine Erfindung, und doch brachten und bringen sie Faszination und Gruseln in die Köpfe der Menschen. Kinder sind von dieser Tierart besonders begeistert. „Von der Harmlosigkeit der Fledermäuse können wir sie an diesem Abend mit Sicherheit überzeugen“, meint „NUR“-Kreisvorsitzender Reinhard Bömke.

Da Fledermäuse reine Insektenfresser sind, helfen sie uns, den mitunter recht aufdringlichen Insektenbestand zu „bekämpfen“. Fledermäuse fliegen in der Nacht zweimal: in der Abend- und in der Morgendämmerung. Je nach Art haben sie unterschiedliche Flugzeiten. Mit Hilfe von Fledermausdetektoren und Scheinwerfern wird der „NUR“ diese interessanten Tiere bei der Jagd nach Insekten beobachten.

Die Vereins-Fledermausexpertin Dr. Christiane Bömke wird am 22. und 29. August wieder für „jung und alt“ im Schlosspark Herten jeweils um 20 Uhr eine Exkursion durchführen. Die Führung kostet für Erwachsene 1,50, für Kinder 1 Euro, Treffpunkt ist der große Parkplatz am Schlosspark. Anmeldung bei Reinhard Bömke, Tel. (0209) 620773 – Teilnehmerzahl begrenzt.


Samstag, 22. August 2009, Marler Sonntagsblatt


Faszination Fledermaus

Aus der Region - Bauerverlag Marl - 19.08.2009

Der Natur- und Umweltschutz-Verein NUR-im-VEST veranstaltet aus Anlass der 13. internationalen "Europäischen Batnight" am 22. und 29. August zwei Fledermausnächte. Die Fledermausexperten Dr. Christiane Bömke, Karl-Heinz Ochlast und Heike Everding werden Interessierte jeweils ab 20 Uhr durch den hertener Schlosspark (22.8.) und an den Teichen von Schloss Beck in Kirchhellen (29.8.) führen. Anmeldungen erforderlich unter 0209-620773. Die Führung kostet für Erwachsene 1,50 für Kinder 1 Euro.


Fledermausnächte

10.000 Mücken in einer Nacht

Gelsenkirchen-Buer, 12.08.2009, Günter Mydlak

Foto: Nill

Der Westerholter Naturschutzverein NUR-im-Vest veranstaltet zwei so genannte Fledermaus-Nächte: am 22. August im Schlosspark Herten und am 29. August am Schloss Beck in Kirchhellen/Feldhausen. Treff ist jeweils um 20 Uhr.

Europaweit hat sich das Interesse an Fledermaus-Nächten in den letzten 20 Jahren enorm gesteigert. „Im letzten Jahr kamen 150 Teilnehmer aus dem ganzen Ruhrgebiet nach Herten”, erzählt Fledermaus-Experte Karl-Heinz Ochlast vom NUR. Deshalb gelten diesmal Obergrenzen für die Teilnehmerzahl (40 in Herten und 80 am Haus Beck).

Der August ist für Fledermäuse die Paarungszeit, und da sie außerdem jetzt anfangen, sich für den Winter ein Fettpolster anzufressen, gilt der Zeitraum gegen Ende August als Hochsaison dieser Tiere. In Herten, so Karl-Heinz Ochlast, leben vier verschiedene Arten an den Schlossteichen, und wenn man pro Art um die zehn Exemplare rechnet, kommt man auf etwa 40 bis 50 Fledermäuse allein an diesem Standort. „Am Berger See in Buer ist das ähnlich”, sagte der NUR-Mitarbeiter. Zweimal fliegen die Fledermäuse pro Nacht aus – in der Abenddämmerung und in der Morgendämmerung. Und ihr Appetit ist enorm. Die Zwergfledermaus, zum Beispiel, wiegt 5 Gramm und frisst momentan pro Nacht 30 Prozent ihres Körpergewichts. Das heißt: In Mücken umgerechnet frisst die Zwergfledermaus 10 000 Exemplare. In einer einzigen Nacht. „Wenn das keine effiziente Plagegeister-Vernichtung ist”, meint Reinhard Bömke, der Vorsitzende des NUR-im-Vest.

Auch in heimischen Gärten in den Siedlungen können mitunter Fledermäuse beobachtet werden. „Pflanzen wie Nachtkerzen, die nachts blühen, locken nachts auch Insekten an, und das wiederum ist Futter für die Fledermäuse”, erläutert Karl-Heinz Ochlast. Vom Frühjahr bis zum Herbst nisten Fledermäuse nicht selten an alten Häusern unter Dächern, die noch nicht komplett nach außen abgedichtet sind.

Der Fachhandel hält aber auch Fledermaus-Nistkästen bereit, die man an Hauswänden anbringen kann, wenn man Fledermäuse ansiedeln will. Den Winter verbringen die Tiere in der Regel im Winterschlaf in frostsicheren Höhlen.

Anmeldung zur Fledermausnacht (Teilnahmekosten: 1,50 Euro – für Kinder 1 Euro), Bömke 620 773, Ochlast 02043 / 62189, Everding 02045 / 40 97 81.


Jakob-Kreuzkraut wird zum Problem

WAZ Castrop-Rauxel, 05.08.2009, Rainer Holstein

Die Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes wird langsam zum Problem. Vor allem für Landwirte. Die giftige Pflanze erobert sich aber inzwischen auch neuen Lebensraum im Garten.

„So langsam wird das zum Problem für Landwirte und auch schon für Hobbygärtner.” Reinhard Bömke, Vorsitzender des Umweltverbands NUR im Vest, sieht die Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes mit gemischten Gefühlen. Denn einerseits ist die heimische Pflanze wunderschön, andererseits ist sie giftig und gefährlich für Mensch und Tier.

Galt das Jakobs-Kreuzkraut früher als Gewächs der Böschungen und Brachflächen, steht die Pflanze heute auch gern auf Wiesen und Weiden, sehr zum Unbehagen von Veterinären und Tierhaltern. Sie wird bis 150 cm hoch, hat zahlreiche sonnengelbe Blüten, die in ihrer Form an Gänseblümchen erinnern und ist die Leibspeise einer schönen, gelb-schwarz geringelten Raupe, aus der sich später der Blutbär entwickelt, ein auffällig gezeichneter Nachtfalter. Besonders tückisch ist, dass die Pflanzen nicht sofort wirken, wenn Tiere sie fressen. Machen sich die ersten Krankheitszeichen (z.B. Gewichtsverlust, Schläfrigkeit, gelbe Augen) bemerkbar, ist es oft schon zu spät. Die Gifte reichern sich nach und nach in der Leber an, zersetzen sie und gelten auch als Krebserreger.

Wer das Jakobs-Kreuzkraut (auch Jakobs-Greiskraut genannt) im Garten hat und es entfernen will, der sollte unbedingt Handschuhe anziehen, rät NUR: „Denn die Giftstoffe werden auch über die Haut aufgenommen.”

Für Grasfresser wie etwa Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen ist jeder Teil der Pflanze giftig. Besonders im ersten Jahr, wenn die Pflanze nur aus einer Rosette besteht, nicht auffallend blüht und sie auch noch nicht so viele Bitterstoffe entwickelt hat, fressen Weidetiere das giftige Kraut einfach mit. Nur einmal zu mähen nutzt nicht viel, da sich zeigte, dass die Pflanze dann Blüten in sehr geringer Höhe über dem Boden bildet. So wird sie schnell übersehen, sät sich selbst aus und gelangt unerkannt ins Heu, was nicht nur für Hauskaninchen und Co. schlimm ausgeht.

Wichtigste Bekämpfungsmaßnahme ist die Verhinderung der Samenbildung durch Mähen und Nachmähen. Ausgraben (Entsorgung über den Restmüll) hilft, und am Ende bleibt die chemische Bekämpfung.


Der Pressespiegel aus der Imkerei Honighäuschen
02.08.09


Was tun bei Wespennestern am Haus?

Vest. Auf der „Hitliste“ der als gefährlich oder lästig empfundenen Tiere rangieren die gelb-schwarzen Insekten sicherlich ganz oben. Im letzten Jahr haben die Experten vom „Nur“ (Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen) über 40 Umsiedlungen vorgenommen. „Wir haben ein Wespennest – was sollen wir denn jetzt machen? Ist das gefährlich? Wie können wir die Tiere wieder loswerden?“ So oder ähnlich lauten die Fragen besorgter Mitbürger.

Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass eine Wespenbekämpfung nur in ganz wenigen Ausnahmefällen nötig ist. Ein friedliches Zusammenleben mit diesen interessanten Tieren ist möglich – „zumal Wespe nicht gleich Wespe ist“, erläutert „Nur“-Vorsitzender Reinhard Bömke.

Insgesamt leben bei uns über hundert verschiedene Wespenarten. Davon fallen uns nur zwei Arten als „lästig“ auf, weil sie sich von süßen Speisen und Getränken angezogen fühlen: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Sind diese Wespen im Anflug auf den Frühstücks-, oder Kaffeetisch, sollte man sich am besten ruhig verhalten: Durch heftiges Herumschlagen fühlen sich Wespen bedroht und könnten stechen.

Deutsche und Gemeine Wespe bauen allerdings keine Nester an Häuser, sondern unterirdische Nester im Boden oder in dunklen Hohlräumen. Wer also an seinem Haus ein frei hängendes, meist kugeliges Wespennest findet, der hat es mit einem der friedfertigen und harmlosen Wespenvölker zu tun.

Am häufigsten nistet die „Sächsische Wespe“ in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Sie ernährt sich von Fliegen und anderen Insekten und ist an Süßspeisen wenig interessiert. In einem Wespenbestimmungsbuch heißt es über sie: „Sie greift den Menschen noch nicht einmal dann an, wenn er sich in unmittelbarer Nähe des Nestes bewegt.“

Wer seinen Garten oder Balkon mit Wespen teilt, der sollte den Nestbereich dennoch meiden oder sich dort nur vorsichtig bewegen. Sollte trotzdem einmal eine Wespe stechen, so bleibt ein kleiner Trost: Der Stich der Sächsischen Wespe ist kaum schmerzhaft und wesentlich harmloser als der von Deutscher oder gemeiner Wespe.

Als Blütenbesucher und Insektenfresser leisten sie Hobbygärtnern und Landwirten wichtige Dienste. Bürger die Allergien haben oder die Hausmeister in öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten und Grundschulen, Krankenhäusern und Altenheimen sollten ein waches Auge haben. Für den Fall, dass umgesiedelt werden muss, stehen im Kreis Recklinghausen folgende „NUR“-Mitglieder mit einer Spezialausbildung zur Verfügung: Volker Fockenberg, Tel. (02045) 84422 für Dorsten, Gladbeck und Bottrop, Heinrich Lammering, Tel. (0209) 3594556 für Gelsenkirchen, Recklinghausen, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop, Castrop-Rauxel, Haltern, Herten und Marl.


Was tun bei Wespennestern am Haus?

Verfasst von Administrator am 2. August 2009

Marl Aktuell/Sonntagsblatt im Vest

Vest. Auf der „Hitliste“ der als gefährlich oder lästig empfundenen  Tiere  rangieren die gelb-schwarzen Insekten sicherlich ganz oben. Im letzten Jahr haben die Experten vom „Nur“ (Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen) über 40 Umsiedlungen vorgenommen. „Wir haben ein Wespennest – was sollen wir denn jetzt machen? Ist das gefährlich? Wie können wir die Tiere wieder loswerden?“ So oder ähnlich lauten die Fragen besorgter Mitbürger.

Der Naturschutzbund weist darauf hin, dass eine Wespenbekämpfung nur in ganz wenigen Ausnahmefällen nötig ist. Ein friedliches Zusammenleben mit diesen interessanten Tieren ist möglich – „zumal Wespe nicht gleich Wespe ist“, erläutert „NUR“-Vorsitzender Reinhard Bömke.

Insgesamt leben bei uns über hundert verschiedene Wespenarten. Davon fallen uns nur zwei Arten als „lästig“ auf, weil sie sich von süßen Speisen und Getränken angezogen fühlen: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Sind diese Wespen im Anflug auf den Frühstücks-, oder Kaffeetisch, sollte man sich am besten ruhig verhalten: Durch heftiges Herumschlagen fühlen sich Wespen bedroht und könnten stechen.

Deutsche und Gemeine Wespe bauen allerdings keine Nester an Häuser, sondern unterirdische Nester im Boden oder in dunklen Hohlräumen. Wer also an seinem Haus ein frei hängendes, meist kugeliges Wespennest findet, der hat es mit einem der friedfertigen und harmlosen Wespenvölker zu tun.

Am häufigsten nistet die „Sächsische Wespe“ in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Sie ernährt sich von Fliegen und anderen Insekten und ist an Süßspeisen wenig interessiert. In einem Wespenbestimmungsbuch heißt es über sie: „Sie greift den Menschen noch nicht einmal dann an, wenn er sich in unmittelbarer Nähe des Nestes bewegt.“

Wer seinen Garten oder Balkon mit Wespen teilt, der sollte den Nestbereich dennoch meiden oder sich dort nur vorsichtig bewegen. Sollte trotzdem einmal eine Wespe stechen, so bleibt ein kleiner Trost: Der Stich der Sächsischen Wespe ist kaum schmerzhaft und wesentlich harmloser als der von Deutscher oder gemeiner Wespe.

Als Blütenbesucher und Insektenfresser leisten sie Hobbygärtnern und Landwirten wichtige Dienste. Bürger die Allergien haben oder die Hausmeister in öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten und Grundschulen, Krankenhäusern und Altenheimen sollten ein waches Auge haben. Für den Fall, dass umgesiedelt werden muss, stehen im Kreis Recklinghausen folgende „Nur“-Mitglieder mit einer Spezialausbildung zur Verfügung: Volker Fockenberg, Tel. (02045) 84422 für Dorsten, Gladbeck und Bottrop, Heinrich Lammering, Tel. (0209) 3594556 für Gelsenkirchen, Recklinghausen, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop, Castrop-Rauxel, Haltern, Herten und Marl.


Gefährliche Schönheit: Jakobs Kreuzkraut

Vest (om). „Mit Unbehagen sehen Tierhalter und Veterinäre die Ausbreitung einer an sich wunderschönen Pflanze: Jakobs-Kreuzkraut“, warnt Reinhard Bömke vom Verein Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen („NUR“). Galt sie früher als Gewächs der Böschungen und Brachflächen, steht sie heute gern auf Wiesen und Weiden. Die Pflanze wird bis 150 cm hoch, hat zahlreiche sonnengelbe Blüten, die in ihrer Form an Gänseblümchen erinnern und ist die Leibspeise einer wunderschönen, gelb-schwarz geringelten Raupe.

Leider bekomme auch nur dieser Raupe der Genuss des Jakobs-Kreuzkrautes. Die Pyrrolizidinalkaloide machen die Raupe ebenso giftig wie die Pflanze selbst, weshalb sie von Vögeln und anderen Fressfeinden gemieden wird, erläutert Bömke. Für Grasfresser wie Pferde, Kühe, Schafe oder Ziegen jedoch sei jeder Teil der Pflanze giftig.

Schafe und Ziegen haben einen Vormagen und können daher etwas mehr von dem Gift vertragen als Pferde, bei denen schon 40 bis 80 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht des jeweiligen Tieres zum Tode führen. Bei Kühen rechnet man 140 Gramm, über 2 kg beim Schaf und bis zu 4 kg bei Ziegen, jeweils auf ein Kilo Körpergewicht des Tieres. „Das hört sich nur halb so schlimm an, doch ist diese Menge schnell erreicht und es handelt sich dabei auch um die Gesamtmenge, nicht um eine tägliche Dosis, die aufgenommen werden darf.“

Besonders tückisch: Das Pflanzengift wirkt nicht sofort. Machen sich die ersten Krankheitszeichen wie Gewichtsverlust, Schläfrigkeit oder gelbe Augen bemerkbar, ist es oft schon zu spät. Die Gifte sammeln sich in der Leber, zersetzen diese und gelten als Krebserreger.

„Um den Tieren diese Qual zu ersparen, muss man Weiden und Mähwiesen genau ansehen, jedes Jakobs-Kreuzkraut ausgraben und im Restmüll entsorgen“, ist Bömke überzeugt. „Im Zweifelsfall lieber den ebenfalls giftigen Rainfarn oder Goldrute („Stolzen Heinrich“) auch ausgraben.“
Freitag, 31. Juli 2009, 14:14 • Verfasst in Vest •


Zwei zu viel

WAZ Castrop-Rauxel, 30.07.2009, Gerhard Römhild

 

Sie fliegen schon mal gerne den Menschen an und lieben Omas Pflaumenkuchen: die Wespen.

Schlägste eine tot, kommen 100 zur Beerdigung. Ja, ja, die Wespe, sie macht es den Süßes liebenden Zeitgenossen schon schwer. Kaum steht der leckere Kuchen auf dem Tisch, schon setzt sie zum Anflug an. Doch so schlimm wie derzeit im Rheinland, dessen Bewohner unter einer Wespeninvasion leiden, sind die Attacken der Stachelträger in Castrop-Rauxel nicht. Entwarnung? Geht so.

Drum sollten auch wir die Flieger nicht aggressiv machen und keinesfalls drauf schlagen oder drücken. Dann nämlich wird das schwarz-gelbe Insekt zum Tier und sucht den Stachelkampf. Der Expertentipp: „Den Pflaumenkuchen nicht draußen essen, offene Gläser meiden, Deckel drauflegen und den Strohhalm nutzen.”

Reinhard Bömke vom Nur im Vest (Natur- und Umweltschutz) hat Empfehlungen parat. Bei Kindern sollten Reste von Süßigkeiten aus dem Mundbereich unbedingt entfernt werden, denn „Marmeladenmünder sind wie Wirtshausschilder für Wespen”. Unbedingt darauf achten, wo Fallobst am Boden liegt, nicht barfuss zu laufen. Im übrigen helfen Fenster mit Fliegengittern und Türen mit geeigneten Vorhängen, um den Wespen den Zugang zur Wohnung zu versperren.

Auch die Bienenfreunde sind zurzeit wespenmäßig besonders auf der Hut. Wilhelm Erdmann, 1. Vorsitzender des Imkervereins Castrop-Rauxel und Umgebung: „Wir beobachten die Wespen sehr wohl, denn sie fressen unsere Bienen.” Gleichwohl bricht der Imker eine Lanze für die aufdringlichen Flieger. „Auch die Wespe hat ihre Lebensberechtigung. Sie frisst als Schädlingsvertilger beispielsweise Läuse, spielt so eine wichtige Rolle für den Naturhaushalt.” Und dann lobt Erdmann seine Honig-Bienen: „Die Wespe ärgert uns auf dem Pflaumenkuchen. Das macht die Biene nicht, sie geht nur an den Nektar.”


Das Jakobs-Kreuzkraut - wunderschön, aber giftig


WAZ-Gladbeck, 22.07.2009, Rainer Holstein


Gladbeck. Die Ausbreitung des Jajobs-Kreuzkrautes wird langsam zum Problem. Vor allem für Landwirte. Die giftige Pflanze erobert sich aber inzwischen auch neuen Lebensraum im Garten.

„So langsam wird das zum Problem für Landwirte und auch schon für Hobbygärtner.” Reinhard Bömke, Vorsitzender des Umweltverbands NUR im Vest, und der örtliche Sprecher Karl-Heinz Ochlast sehen die Ausbreitung des Jakobs-Kreuzkrautes mit gemischten Gefühlen. Denn einerseits ist die heimische Pflanze wunderschön, andererseits ist sie giftig und gefährlich für Mensch und Tier.

Galt das Jakobs-Kreuzkraut früher als Gewächs der Böschungen und Brachflächen, steht die Pflanze heute auch gern auf Wiesen und Weiden, sehr zum Unbehagen von Veterinären und Tierhaltern. Sie wird bis 150 cm hoch, hat zahlreiche sonnengelbe Blüten, die in ihrer Form an Gänseblümchen erinnern und ist die Leibspeise einer schönen, gelb-schwarz geringelten Raupe,

Wirtspflanze für die Blutbär-Raupe

aus der sich später der Blutbär entwickelt, ein auffällig gezeichneter Nachtfalter. Besonders tückisch ist, dass die Pflanzen nicht sofort wirken, wenn Tiere sie fressen. Machen sich die ersten Krankheitszeichen (z.B. Gewichtsverlust, Schläfrigkeit, gelbe Augen) bemerkbar, ist es oft schon zu spät. Die Gifte reichern sich nach und nach in der Leber an, zersetzen sie und gelten auch als Krebserreger.

Wer das Jakobs-Kreuzkraut (auch Jakobs-Greiskraut genannt) im Garten hat und es entfernen will, der sollte unbedingt Handschuhe anziehen, rät Karl-Heinz Ochlast. „Denn die Giftstoffe werden auch über die Haut aufgenommen.”

Für Grasfresser wie etwa Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen ist jeder Teil der Pflanze giftig. Besonders im ersten Jahr, wenn die Pflanze nur aus einer Rosette besteht, nicht auffallend blüht und sie auch noch nicht so viele Bitterstoffe entwickelt hat, fressen Weidetiere das giftige Kraut einfach mit. Nur einmal zu mähen nutzt nicht viel, da sich zeigte, dass die Pflanze dann Blüten in sehr geringer Höhe über dem Boden bildet. So wird sie schnell übersehen, sät sich selbst aus und gelangt unerkannt ins Heu, was nicht nur für Hauskaninchen und Co. schlimm ausgeht.

Schafe und Ziegen haben einen Vormagen, sie können mehr von dem Gift vertragen als Pferde, bei denen 40 bis 80 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zum Tode führen. Das hört sich nun halb so schlimm an, doch ist diese Menge schnell erreicht und es handelt sich dabei eben auch um die Gesamtmenge, nicht

Bei starkem Befall bleibt die Chemie

um die tägliche Dosis. Wichtigste Bekämpfungsmaßnahme ist die Verhinderung der Samenbildung durch Mähen und Nachmähen. Ausgraben hilft, und am Ende bleibt die chemische Bekämpfung.


Der Wald – Fotoseminar des „NUR“

Marl Aktuell/Sonntagsblatt im Vest

Verfasst von Administrator am 30. Juni 2009

Vest. Der Verein „Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen“ (Nur) will mit einem Seminar Tipps und Tricks vermitteln, wie Aufnahmen im Wald gelingen. Jürgen Rei zeigt seine Fotos in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Datteln, Waltrop, Recklinghausen, Marl, Olfen, München, Münster, Lübbenau und Merchweiler und veranstaltet seit Jahren Workshops. Mit ihm geht es am Freitag, 3. Juli, bis 21 Uhr zur Theorie im Büro der Grünen Herten (Hochstraße 7), am Sonntag vom Rathaus Westerholt aus um 8 Uhr mit Fahrgemeinschaften in den Wald. Nach zwei Wochen werden von jedem Teilnehmer die Bilder eingesammelt und einer neutralen Jury zur Auswertung gegeben. Für die ersten drei Teilnehmer gibt es interessante Preise. „NUR“-Mitglieder zahlen 30, Nichtmitglieder 40 Euro.


Seminar für das Fotografieren im Wald

WAZ Gelsenkirchen-Buer, 29.06.2009

Der Westerholter Naturschutzverein NUR im VEST veranstaltet ab Freitag, 3. Juli ein mehrtägiges Fotoseminar zum Thema: Fotografieren im Wald. Gemeinsam mit dem Fotografen Jürgen Rei erlernen die Teilnehmer (max. 20) zunächst die theoretischen Hintergründe der Naturfotografie im Wald, ehe sie dann vor Ort das Erlernte in die Praxis umsetzen können und sollen. Und nicht nur das: Nach zwei Wochen werden die Ergebnisse einer Jury vorgelegt, die dann die drei besten Arbeiten benennt. Wie der NUR-Vorsitzende Reinhard Bömke mitteilte, sind auch Prämierungen geplant.

Zum theoretischen Auftakt des Seminars treffen sich die Teilnehmer am 3. Juli um 18 Uhr in Herten an der Hochstraße 7 (Büro der Grünen) und am Sonntag, 5. Juli, ist das ehemalige Rathaus in Westerholt an der Bahnhofstraße Treffpunkt für die Fahrt in den Wald. NUR-Mitglieder zahlen (samt umfangreichen Arbeitsheft) 30 Euro - Nichtmitglieder 40 Euro. Info: Reinhard Bömke, Telefon 620773. Internet: www.nur-im-vest.de


Hundetafel wegen der Wirtschaftskrise

Marl Aktuell und Sonntagsblatt 19.06.2009

Vest. Der „NUR-im-VEST“ hat mit seiner diesjährigen Aktion zur Unterstützung der Tierheime im Vest Recklinghausen und Bottrop schon so manchen Euro als Spende erhalten. Viele Tierliebhaber haben auch Futter- und Sachspenden direkt oder über „Nur“ an die Tierheime gespendet. „Aber es reicht nicht“, ruft Vorsitzender Reinhard Bömke um Hilfe. Das Elend der Tiere werde durch die derzeitige wirtschaftliche Lage noch drastisch verschlechtert. „In einigen Städten Deutschlands gibt es nun sogar schon eine Hundetafel.“

Davon abgesehen „sollte man sich Gedanken darüber machen, ob jeder Züchter ist, der es glaubt zu sein“, warnt Bömke. Denn hier „wird nachweislich viel Unheil nur für den eigenen Geldbeutel getrieben“: Schäferhunde, die vorn längere Beine haben als hinten. Labradore mit Hüftschäden, Chow-Chows mit Augen, durch die sie nicht mehr sehen können, Hunde mit kurzen Schnauzen, die unter Atemnot leiden. „Die Liste ließe sich endlos weiterführen.“

Besitzer dieser Tiere könnten oder wollten irgendwann die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen – „und dann?“ fragt der NUR-Vorsitzende. Der Hund, der dann der Giftspritze entgehe, lande, wenn er viel Glück habe, im Tierheim. Hier kümmern sich ehrenamtliche Mitmenschen um die Tiere, die gewissenlose Züchter „produziert“ haben.

Trägt nicht jedermann die Verantwortung an dieser Misere, fragt sich der Verein. „Schauen wir nicht alle weg, wir sehen die Armut und doch helfen nur wenige, diese zu lindern. Mit unserer Aktion, die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop zu unterstützen, wollen wir dazu beitragen, den Kreaturen ein wenig Hilfe zukommen zu lassen, die wir doch so sehr lieben.“

Daher wird um weitere Futter- oder Geldspenden gebeten. Das Futter und das Geld werden direkt an die drei Tierheime zu jeweils gleichen Anteilen weitergegeben, ohne Abzüge. „Wir arbeiten ehrenamtlich – für unsere Umwelt, für uns Menschen, die Landschaften und unsere Tiere“, betont Bömke.

Spendenkonto: Sparkasse Vest-Recklinghausen, BLZ 42650150, Kontonummer 55031058, Sachspenden können abgegeben werden bei Christel Schikorra (Ostwall 13, Herten), Burkhard Merz (Hochlarmarkstraße 47, Recklinghausen) und Udo Kirchhoff (Kirchstraße 80, Herten).


Tipps zum Umgang mit Wespen

Nester am Haus jetzt verhindern

WAZ Gelsenkirchen-Buer, 06.05.2009, lak

Der Westerholter Naturschutzverein NUR im Vest weist daraufhin, dass die Ansiedlung von Wespen am besten jetzt zu verhindern ist – wenn man sie überhaupt verhindern will.

„Die Königinnen sind aus dem Winterschlaf erwacht und beginnen den Aufbau eines neuen Staates”, so Reinhard Bömke vom NUR. „Derzeit ist es noch einfach, die Wespen von ihrem Platz zu vertreiben. In wenigen Wochen ist ihr Volk derart angewachsen, dass nur noch eine Umsiedlung helfen kann.” Vor allem an Kindergärten, Grundschulen, Krankenhäusern und Altenheimen sollte man in diesen Tagen verstärkt beobachten, ob Wespen eine bestimmte Stelle immer wieder anfliegen. Im vergangenen Jahr haben die Wespen-Fachleute des NUR im Vest insgesamt 40 Wespenvölker umgesiedelt.

Ob das überhaupt nötig ist, wenn niemand in der Umgebung unter einer Wespenstich-Allergie leidet oder das Nest an einer oben genannten öffentlichen Einrichtung hängt, das ist eine andere Frage. Von den insgesamt rund 100 Wespenarten, so Bömke, sind für den Menschen nur zwei Arten lästig, weil sie sich von süßen Speisen und Getränken angezogen fühlen: Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.

„Diese beiden Arten bauen aber keine Nester an Häusern, sondern unterirdisch im Boden oder in dunklen Hohlräumen”, erklärte der Westerholter NUR-Chef. Wer also an seinem Haus ein frei hängendes, meist kugelförmiges Wespennest findet, der habe es mit einem der friedfertigen und harmlosen Wespenvölkern zu tun.

Wer Fragen zum Thema Wespen hat, kann sich beim NUR im Vest für den Bereich Gelsenkirchen und Westerholt wenden an Heinrich Lammering – 0209 / 3594 556, der eine spezielle Ausbildung zur Umsiedlung von Wespen hat.


Naturschutz

Experte ist sicher: Nicht jede Wespe ist gemein

Ruhrnachrichten / Von Holger Steffe am 5. Mai 2009

KIRCHHELLEN Bienen und Wespen können zur Plage werden. "Seit einigen Tagen mehren sich die Anrufe", sagt Volker Fockenberg, "aber in neun von zehn Fällen können die Wespennester bleiben." Wie beruhigend!

Im vergangenen Jahr haben Fockenberg und seine Experten-Kollegen vom Naturschutzbund NUR-im-VEST über 40 Umsiedlungen vorgenommen. Sie weisen aber darauf hin, dass Wespen nur in Ausnahmefällen bekämpft werden müssen. "Ein friedliches Zusammenleben mit diesen interessanten Tieren ist möglich", glaubt Fockenberg, "zumal Wespe nicht gleich Wespe ist."

Die Königinnen der Wespen und Hornissen kommen jetzt aus ihrem Winterschlaf. Noch ist es sehr einfach, die Wespen von ihrem Platz zu vertreiben. Fockenberg: "In wenigen Wochen ist ihr Volk so groß, dass nur eine Umsiedlung helfen kann."

Insgesamt leben bei uns über 100 verschiedene Wespenarten. Davon fallen nur zwei Arten als "lästig" auf, weil sie sich von süßen Speisen und Getränken angezogen fühlen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. "Sind diese Wespen im Anflug auf den Frühstücks-, oder Kaffeetisch, sollte man sich am besten ruhig verhalten", empfiehlt Fockenberg, "durch heftiges Herumschlagen fühlen sich Wespen bedroht und könnten stechen."

Gemeine Wespe baut keine Nester an Häusern

Deutsche und Gemeine Wespe bauen allerdings keine Nester an Häusern, sondern unterirdische im Boden oder in dunklen Hohlräumen. Wer also an seinem Haus ein frei hängendes, meist kugeliges Wespennest findet, der hat es mit einem der friedfertigen und harmlosen Wespenvölker zu tun.

"Als Blütenbesucher und Insektenfresser leisten diese Insekten Hobbygärtnern, Waldbauern und Landwirten wichtige Dienste", sagt Volker Fockenberg, der in den Wäldern rund um Kirchhellen eine hohe Population der Eichenwicklerraupe festgestellt hat. Kein Problem: Deren Fleisch dient auch der Wespenlarve als Nahrung.

Für den Fall, dass umgesiedelt werden muss, steht NUR-im-VEST-Mitglied Volker Fockenberg, mit einer Spezialausbildung und eingetragen bei der LÖPF, zur Verfügung: Telefon (02045) 84 422 für Dorsten, Gladbeck und Bottrop-Kirchhellen.


Hilfsaktion

Spenden fürs Tierheim

Bottrop, 05.05.2009, nj

Der Umweltschutzverband NUR-im-VEST bittet um Hilfe für die Tierheime in Bottrop, Gelsenkirchen und Recklinghausen. Geldspenden wie Futterspenden sind gefragt.

"Der NUR-im-VEST hat mit seiner diesjährigen Aktion zur Unterstützung der Tierheime im Vest Recklinghausen und Bottrop schon so manchen Euro als Spende erhalten", meint Kreisvorsitzender Reinhard Bömke, "viele Tierliebhaber haben auch Futter- und Sachspenden direkt oder über uns an die Tierheime weiterleiten können. Aber es reicht nicht". Das Elend der Tiere werde durch die derzeitige wirtschaftliche Lage noch drastisch verschlechtert. In einigen Städten Deutschlands gebe es nun sogar schon eine Hundetafel.

"Ungeachtet dessen sollte man sich Gedanken darüber machen, ob jeder der es glaubt, Züchter zu sein, auch ein Züchter ist. Hier wird nachweislich viel Unheil nur für den eigenen Geldbeutel getrieben", ärgert sich der Tierschützer. Schäferhunde die vorn längere Beine haben als hinten. Labradore mit Hüftschäden, Chow Chows mit Augen, durch die sie nicht mehr sehen können, Hunde mit kurzen Schnauzen leiden unter Atemnot. Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Reinhard Bömke, Vorsitzender NUR im VEST: Das Elend der Tiere hat sich verschlimmert.

Besitzer dieser Tiere können oder wollen irgendwann die Tierarztkosten nicht mehr bezahlen, und dann? Der Hund, der dann der Giftspritze entgehe, lande im Tierheim. Dort kümmern sich dann ehrenamtliche Mitmenschen um die Tiere, die gewissenlose Züchter „produziert” haben. "Aber tragen wir nicht alle die Verantwortung an dieser Misere? Schauen wir nicht alle weg, wir sehen die Armut und doch helfen nur wenig diese zu lindern", meint Bömke.

Mit der Aktion die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop zu unterstützen, will der NUR dazu beitragen, den Kreaturen ein wenig Hilfe zukommen zu lassen. "Wir halten diese Aktion für absolut notwendig und wichtig! Jeder kann und sollte dazu beitragen, Hilfe zu leisten und den unschuldigen Tieren das Leben zu erleichtern", ruft der NUR-Vorsitzende zu Spenden auf.

Um die Tierheime in Gelsenkirchen, Bottrop und Recklinghausen zu unterstützen, bittet der Umweltverband um weitere Futterspenden oder um Geldspenden. Das Futter und das Geld werden direkt an die drei Tierheime zu jeweils gleichen Anteilen weitergegeben. "Wir arbeiten ehrenamtlich - für unsere Umwelt, für uns Menschen, die Landschaften und unsere Tiere", versichert der Vorsitzende.

Das Spendenkonto lautet: Sparkasse Vest Recklinghausen, BLZ 426 501 50, Kontonummer 550 310 58.

Sachspenden können abgegeben werden bei: 1. Christel Schikorra, Ostwall 13, 45701 Herten, 2. Karl-Heinz Ochlast, Spiekernstraße 14, 45966 Gladbeck, 3. Heike Everding, Gartenstraße 35, 46244 Kirchhellen, 4. Arthur Swiatek, Wellerfeld 192, 45770 Marl, 5. Burkhard Merz, Hochlarmarkstraße 47, 45661 Recklinghausen, 6. Udo Kirchhoff, Kirchstraße 80, 45699 Herten.


Top-Wetter, Top-Stimmung, Top-Strecke

WAZ-Gladbeck 27.04.2009 - Besser hätte es nicht sein können

- die 32. Ausgabe des Volksradfahrens, veranstaltet von WAZ und Sparkasse, entpuppte sich wieder als echter Radler-Hit. Die Streckenplaner aus den reihen des NUR Umweltschutzverbandes hatten im Vorfeld nicht zu viel versprochen - mitten durch die Natur führten die beiden Routen (22km und 35 km) und die Teilnehmer genossen vom Sattel aus ein Frühlingspanorama der Extraklasse. Im Norden führte die lange Route bis in Dorstener Gefilde, im Westen radelten die Teilnehmer unter anderem übers Brabecker Feld. Eine ausgiebige Pause legten die Radler an der Maschinenhalle Zweckel ein, wo es auch einen NUR-Infostand gab.

"Wir haben hier alles"

Ein dickes Kompliment fürs Volksradfahren, die Stadt Gladbeck - und das ganze Ruhrgebiet

Katrin Walger-Stolle

Ines Zieher ist schon als Kind immer mitgeradelt. Elf oder zwölf Jahre alt, ganz genau weiß sie es nicht mehr, war sie, als sie zum ersten Mal mit der Familie beim Volksradfahren in die Pedale getreten hat. "Auf jeden Fall", lacht die junge Frau, "hatte ich da schon kein Kinderfahrrad mehr." Ja, und seit damals ist die Veranstaltung von WAZ und Sparkasse auf jeden Fall ganz fest in ihrem Terminkalender verankert. In diesem Jahr ist  Ines Zieher sogar aus Münster gekommen, um mit Mutter Karin die NaturRoute beim 32. Volksradfahren abzuradeln. "Und es war super toll", sagen beide übereinstimmend zurück am Ziel.

An den neuen Button, den es jetzt anstelle der Medaille für die Teilnahme gibt, müssen sich beide allerdings erst gewöhnen. "Die Medaille war irgendwie feierlicher. Da waren vor allem die Kinder immer ganz stolz drauf", meint Karin Zieher.

Rauf aufs Rad und ab in Natur: Gut 1500 große, kleine, alte, mittelalte und junge Radfahrer und Radfahrerinnen waren an diesem Sonntag auf die Route NaturTour, ausgearbeitet vom NUR-Team (natur- und Umweltschutz im Vest) gegangen. Und eigentlich müssten den NUR-Leuten an ihrem Stand an der Maschinenhalle und auch am Ziel hinter der Sparkasse ordentlich die Ohren geklingelt haben, so oft wie über sie beziehungsweise die Strecke gesprochen wurde. Nicht nur bei der Mitreden!-Aktion im WAZ-Pavillon wurde die Route, egal ob lang oder kurz, in den höchsten Tönen gelobt.

Kritik gab es, wenn überhaupt, an den kleinen "Unebenheiten", die die so ein Kurs durchs Grüne eben zu bieten hat und die manchmal zurecht schmerzhaften Begegnungen von Po und Fahrradsattel führen können. "Aber das ist doch Natur, wir können doch nicht alles zuasphaltieren", meinte dann auch eine junge Mutter, die mit ihren drei Töchtern am Volksradfahren teilnahm.

Ganz alleine, und das auch schon ziemlich früh, hatte sich Werner Bittner aus Brauck

"Das Radeln macht den Kopf so    schön frei"

aufs Fahrrad geschwungen. "Ich fahre oft alleine Rad, einfach ab in die Natur. Das macht den Kopf frei", sagt der Gladbecker, der beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist. Die Radtouren sind für ihn ein wohltuender Ausgleich. Und zum Volksradfahren schwingt er sich regelmäßig in den Sattel. Die Strecke verrät Werner Bittner, baut er dann immer gern in seine privaten Touren mit ein. Und bevor es wieder nach Hause geht, macht der Braucker seiner Heimat noch ein dickes Kompliment: "Kultur, Natur - im Ruhrgebiet haben wir wirklich alles. Da muss man sich hinter anderen Regionen wirklich nicht verstecken!"

Der sportliche Aspekt an Gladbeck hat es Marie-Luise Krause besonders angetan. Vor 10 Jahren ist sie von Recklinghausen hier hin gezogen - und immer wieder begeistert davon, was die Stadt an Sportmöglichkeiten und Veranstaltungen zu bieten hat. Auch das Volksradfahren war ganz nach ihrem Geschmack.

Ebenso wie die frisch gebackenen Puderzucker-Waffeln, die sie nach dem Radeln bei den Maltesern gekauft hatte, um sie in Ruhe zu Hause zu genießen. Viele andere Ausflügler ließen sich mit der Heimfahrt allerdings noch ein bisschen Zeit.

Es war aber auch zu schön, das Volksradfahren bei diesem herrlichen Wetter bei einem Bierchen und einer Erbsensuppe in aller Ruhe ausklingen zu lassen.

Zwei Premieren - Die neuen - Gleich zwei Premieren hatte das 32. Volksradfahren zu bieten: Am Mikrofon begrüßte erstmals Sparkassen-Marketingchef Matthias Bludau als Nachfolger von Gerd Brinkhoff die Radler. Ebenfalls neu dabei: Das NUR-Team mit Karl-Heinz Ochlast, das für die Strecke verantwortlich war.

Gespräche am NUR-Stand

Am NUR-Stand vor der Maschinenhalle kam beim 32. Volksradfahren einfach niemand vorbei! Zumindest nicht, wer am Ziel einen Stempel auf seiner Startkarte vorweisen wollte. Vier Mitglieder vom NUR (Natur und Umweltschutz im Vest Recklinghausen) begrüßten die Radler dort, am Knotenpunkt von kurzer und langer Strecke. Und beim Stempeln und Austeilen der Trinkpäckchen kamen die Naturschützer dann auch ordentlich ins Schwitzen. "Auf einmal kamen die Teilnehmer in Scharen", lacht Christel Schikorra vom NUR-im-VEST-Vorstand, "da hatten wir schon ordentlich zu tun." Spaß gemacht hat es dem NUR-Team aber auf jeden Fall. "Es ist immer wieder interessant mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Und dazu hatten wir an unserem Informationsstand beim Volksradfahren reichlich Gelegenheit", zieht auch der NUR-Vorsitzende Reinhard Bömke eine positive Bilanz.


VOLKSRADFAHREN VOR ORT

Mama hat Streuselkuchen mit

Gladbeck, 26.04.2009, Michael Bresgott

Gut verpflegt und konditionell bestens vorbereitet gingen die Gladbecker beim Volksradfahren an den Start

Das zarte Surren der Gangschaltungen mischt sich mit dem frühlingshaften Zwitschern der Vögel; ein Bächlein gurgelt dazu am Wegesrand. Kann's noch schöner sein? Wohl kaum: Das Volksradfahren 2009 führte mitten hinein in die lokale Natur.

Die Aktiven aus den Reihen des Umweltschutzverbandes NUR zeigten wahrlich ein gutes Händchen bei der Routenplanung – alle Achtung!

Bestens präpariert gehen die Gladbecker am Sonntagvormittag an den Start: Die Familien Fischer und Gruhlke zum Beispiel machen's supergut vor. In Sichtweite der Breiker Höfe gibt es von Mama leckeren Streuselkuchen für alle; und die lange 35-km-Variante des Volksradtour 2009 wird hier und jetzt fest in Angriff genommen. „Eine schöne Strecke”, lobt Markus Fischer.

Für die kurze 22-km-Route entscheiden sich dagegen Katharina Erlemeier. Schließlich hat sie auch Sohnemann Leon (2) im Anhänger dabei; und da muss man schon ein wenig Rücksicht nehmen. Auch wenn es Leon in seinem Hänger auf den ersten Blick supergut gefällt.

Bis hinauf in den höchsten Gladbecker Norden (und darüber hinaus) führt die Volksradtour 2009. Breiker Höfe, Buerelter Straße, Liboriweg – das sind Straßen- und Wegenamen, die echte Radlerherzen höher schlagen lassen. Da rauscht die Achterbahn des Feldhauser Filmparks an den Radlern vorbei, da grüßen die Schloss-Beck-Ausflügler, da dampfen die Scholven-Schornsteine vor blauem April-Firmament, da warten an der Maschinenhalle Zweckel Info- und Verpflegungsstände auf die rasante Kundschaft.

„Wenn ich heute zuhause bin, dann mach' ich nix mehr”, ruft eine Frau in Feldhausen ihren Mit-Radlern zu. „Ja, dann lege ich mich nur noch auf den Balkon. . .”

„Wie viel haben wir weg?”, fragt eine andere Radlerin ihren Begleiter. „Fünfzehneinhalb!”, tönt es nach einem kurzen Blick auf das Tachometer prompt zurück. 15,5 km – es ist also noch einiges zu radeln. Doch die beiden nehmen es gelassen. Denn die Sonne lacht, und Feldhausen sieht aus wie ein Urlaubsort.

An Start & Ziel dann die bewährte vergnügliche Mischung: Kinder-Attraktionen, Info-Stände, Verpflegungs-Punkte – und der WAZ-Mitreden!–Stand, an dem Redakteure mit den Gladbeckern direkt ins Gespräch kommen. Radfahren und (Mit-)Reden – das gehört hier zusammen.


Gladbecks Natur erleben

Lebensart - Das Stadtmagazin für Gladbeck Mai 2009

Schnell noch die Ketten geölt, Luft aufgepumpt, die Reflektoren überprüft und den Staub vom Winter weggewischt - schon ist der Drahtesel frisch fürs Frühjahr und startklar zum Volksradfahren. Am Sonntag, 26. April findet zum 32. Mal das Volksradfahren an der Sparkasse Gladbeck an der Friedrich-Ebert-Straße statt. Los geht es zwischen 9 und 10.30 Uhr. In diesem Jahr möchten die Veranstalter des Volksradfahrens den Teilnehmern Gladbeck und Umgebung in Verbindung mit einer "Natur-Tour" näher bringen. Eine etwa 35 Kilometer lange Rundstrecke von Gladbeck aus Richtung Kirchhellen hat der Natur und Umweltschutzbund (NUR) ausgearbeitet. Um das Volksradfahren familienfreundlich zu gestalten, wird auch eine kürzere Route mit 20 Kilometern angeboten. Beide Runden führen an der Maschinenhalle Zweckel vorbei. Hier erwartet die Radlerinnen und Radler ein Informationsstand des NUR und eine kleine Erfrischung. Den Sanitäts- und Pannenservice an der Strecke übernimmt wie gewohnt der Malteser Hilfsdienst.

Bis 15 Uhr werden die Radfahrer am Ziel an der Sparkasse zurückerwartet. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten in diesem Jahr ein Button und eine fahrradgerechte Überraschung. Außerdem kann jeder Radler an einem Quiz teilnehmen. Neben einem Fahrrad winken ein Sparkassenbuch mit 150 Euro und 100 Euro als Hauptgewinne. Darüber hinaus wird auf dem Platz im Zielbereich ein buntes Rahmenprogramm angeboten. Viel Musik, das Spielmobil des Kinderschutzbundes, eine Hüpfburg, ein Schminkstand des Kindergartens Oase und verschiedene Info-Stände sorgen für Kurzweil. Startkarten zum Preis von 2,50 Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder gibt es kurzfristig im Vorverkauf in der Hauptstelle der Sparkasse und am Start. Auch wenn an diesem Sonntag alle auf Sonnenschein hoffen, das Volksradfahren findet bei jedem Wetter statt. gk


Volksradfahren in Gladbeck

Ab aufs (Volks-) Rad!

WAZ Gladbeck Samstag 25.04.2009

Versprochene 24 Grad! Sonne vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag! Das nennt man ideales Fahrradwetter und damit sind das idealen Bedingungen für das Volksradfahren 2009, von WAZ und Stadtsparkasse zum 32. Mal gemeinsam organisiert. Ab aufs Rad heißt es an diesem Sonntag, dem 26. April, erneut und viele treue Mitfahrer sind jetzt schon gespannt, wohin die Radtour diesmal führt.

Gar nicht so weit weg, könnte man sagen, die Gladbecker Stadtgrenze ist meist ziemlich nah auf der 34 Kilometer langen Strecke (die Kurzstrecke geht über 22 Kilometer). Die Route führt durch stille Straßen, über beschauliche Feldwege (die dank des trockenen Wetters auch gut befahrbar sind) und durch Wald und Wiesen, die jetzt im Frühjahr ihr frisches Grün zeigen.

Der Schwerpunkt der Tour liegt diesmal eindeutig auf der Natur - was bei einer Fahrradtour zwar eigentlich selbstverständlich ist, dank der tatkräftigen Hilfe des NUR-Verein für Natur- und Umwelt im Vest - wurde jedoch das Augenmerk diesmal auf die besonders schönen Stellen in der Umgebung gelegt. Dazu gehören natürlich die Breiker Höfe, dieses schöne Naturschutzgebiet im Norden der Stadt, in Sichtweite der Scholventürme. Dazu gehört auch das Höllendorf an der Weiherstraße, und Natur satt bieten auch die Wege rund um Feldhausen und später im Brabecker Feld.

Zwischenstopp für alle, ob Lang- oder Kurzfahrer, ist an der Maschinenhalle Zweckel an der Rentforter Straße. Dort gibts die begehrten Stempel als Nachweis oder Teilnahme - Getränke zur Erfrischung und Infos zu Umwelt und Natur vom NUR, der außerdem eine DVD mit dem Titel "Fototour durch die Natur in Gladbeck" (5,95 Euro) für alle im Angebot hat, die die ganz schöne Aussichten zuhause noch mal in aller Ruhe anschauen wollen - und vielleicht für eine spätere Tour vormerken wollen.

Start und Ziel

Von 9 - 10.30 Uhr geht's los mit der Tour. Start und Ziel ist wie immer auf dem Platz hinter der Sparkasse (Friedrich-Ebert-Straße 2). Dort erhält man auch die Startkarten (2,50 € Erwachsene / 1,00 € Kinder) und dazu natürlich den Streckenplan. Die Strecke selbst ist natürlich ebenfalls ausgeschildert.

Ab 11 Uhr geht´s dann wie gewohnt rund auf dem Platz hinter der Sparkasse; Kinderschutzbund, Verkehrswacht, Radsportclub Gladbeck, Imbissstände und Getränkewagen laden nach der Tour zum Verweilen ein. Von 14 bis 15 Uhr spiel das Vestische Blasorchester auf .

Wer beim Gewinnspiel mitmacht (Coupon auf der Rückseite der Startkarte) kann ein City-Rad, gestiftet von Zweirad Happe, gewinnen, oder auch Sparbücher im Wert von 150 bzw. 100 Euro. Abgeben kann man den Coupon im WAZ-Pavillon.


Auf zwei Rädern in die Natur

WAZ-Gladbeck - Das 32- Volksradfahren startet am Sonntag ab 9 Uhr. Und zurück im Ziel ist dann Mitreden! im WAZ Pavillon angesagt.

Ab in die Natur: Davon hat die Stecke beim 32. Volksradfahren am Sonntag, 26. April, nämlich in Hülle und Fülle zu bieten. Idyllische Höfe, lauschige Waldwege und grüne Wiesen satt. Das bekommen Sie, liebe Leserinnen und Leser, geboten, wenn Sie Sonntag mit WAZ und Sparkasse aufs Rad steigen. Gestartet wird wie immer in der Zeit von 9 bis 10.30 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Sparkasse (Friedrich-Ebert-Straße 2).

Zwei Strecken - 22 und 35 Kilometer lang - stehen zur Wahl. Auf besondere Naturerlebnisse hat Karl-Heinz Ochlast vom NUR bei der Planung der beiden Routen geachtet.

Zurück im Ziel, erwartet die Teilnehmer nicht nur ein kräftiger Imbiss nebst kühlen Getränken. Dazu gebt es noch jede Menge Aktionen für Jung und Alt sowie Infos rund um das Thema Rad und Natur. Nach dem Radeln ist eben wie in jedem Jahr Party angesagt. Das Wetter soll übrigens super werden! Und wer die Quizfrage auf der Startkarte richtig ausfüllt und sie dann im WAZ-Pavillon abgibt, der kann mit etwas Glück einen dicken Gewinn absahnen: Ein Fahrrad oder jeweils ein Sparkassenbuch mit 150 bzw. 100 Euro. Mitreden! ist zudem im WAZ-Pavillon angesagt. Wie war die Strecke? Wie radelt es sich so generell in Gladbeck? Klappt der Einkauf per Drahtesel, oder ist das Zweirad doch eher für den Ausflug in die Natur geeignet? Die WAZ-Redaktion möchte alles wissen und wartet im WAZ-Pavillon auf Ihren Besuch. Denn Ihre Meinung liebe Leserinnen und Leser, ist und wichtig.


Bürgerforum A 52

Infoabend am 23. April

WAZ / Gladbeck, 19.04.2009

Es geht unter anderem darum Mindestanforderungen an den Autobahnbau zu formulieren und sich zu informieren.

Die Mitglieder vom „Bürgerforum A 52” laden am 23. April um 19.30 Uhr zu einem offenen Treffen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinderaum der Christus König Kirche an der Talstraße ein. Neben der Diskussion neuer Informationen sollen Mindestanforderungen an den Autobahnbau formuliert werden.

Außerdem sind folgende Beiträge und Präsentationen in der Tagesordnung vorgesehen: Darstellung des Schriftverkehrs des Arbeitskreises Stadtbildpflege mit Bundesverkehrsminister Tiefensee und Straßen NRW. Die Alternativlösungen zu offiziellen Planungen zur A 52 sowie die Grundlagen zu Emissionen an Straßen.

Außerdem geht es an diesem Abend um einen Überblick über die „offiziellen” Planungen zur A52 sowie die Lärmentwicklung einer Hochleistungstransitstrecke.

Am18. März 2009 gründete sich auf Initiative des Arbeitskreises Stadtbildpflege das „Bürgerforum A52”. Darin fanden sich außer Arbeitskreismitgliedern weitere fachkundige Gladbecker Bürger zusammen, unter anderem der Gladbecker Landschaftsarchitekt Stephan Müller, Karl Heinz Ochlast von der NUR (Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen) und Olaf Jung von "Ab durch die Heege".

Weitere Mitstreiter sind im neuen Bürgerforum herzlich willkommen, so die Mitglieder.


Feinstaub

Dicke Luft durch Osterfeuer

WAZ Bottrop, 15.04.2009, Matthias Düngelhoff

Beim Umweltamt wurden 273 Feuer angemeldet. Das sind 63 mehr als im vergangenen Jahr.

Bottrop und das gesamte Ruhrgebiet – während der Ostertage lag es unter einer dichten Dunstglocke. Es war diesig, stickig und der Gestank unzähliger Osterfeuer waberte durch die Luft. Das Landesamt für Natur, Umweltschutz und Verbraucherschutz (LANUV) stellte in ganz NRW hohe Feinstaubwerte fest. Auch die Messstation in Welheim war da keine Ausnahme. Hier lag der gemessene Feinstaubwert bei 135 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Zur Erinnerung: Der Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm und der darf laut EU-Richtlinie an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

Beim LANUV ist man sich sicher, dass die erhöhten Werte mit den Osterfeuern zusammenhängen. Ein Trend macht den Experten beim Landesamt zusehends Sorge: „Die Zahl der Osterfeuer nimmt seit Jahren zu. Das können wir auch anhand der hohen Feinstaubwerte zu Ostern beobachten”, so Sprecher Eberhard Jacobs. In diesem Jahr sei außerdem die Inversionswetterlage dazugekommen. Warme Luftschichten legen sich über bodennahe kältere Luftschichten und verhindern, dass sich die Luftschichten austauschen. Schadstoffe und Feinstaube hängen dadurch wie unter einer Käseglocke fest und ziehen nur langsam ab.

Private Osterfeuer verbieten

Naturschützer fordern strengere Kontrollen

Reinhard Bömke von der Initiative Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen (NUR-im-VEST) fordert strengere Kontrollen der Osterfeuer.

Vor allem die Materialien, die in diversen Feuern verbrannt werden, müssten wesentlich sorgfältiger überprüft werden. Nach Meinung der Initiative haben die heutigen Feuer mit Brauchtumspflege nur noch wenig zu tun. „Inzwischen ist das Osterfeuer der Deckmantel einer illegalen Müllentsorgung mit allen Facetten der Umweltverschmutzung”, kritisiert Bömke, dessen Initiative auch in Bottrop aktiv ist. NUR-im-VEST spricht sich dafür aus, private Osterfeuer künftig zu verbieten. Stattdessen sollte den Kirchengemeinden erlaubt werden, ein kleines Osterfeuer abzubrennen „und zwar so, wie es der Gesetzgeber vorschreibt.” Nur so könne man die Feinstaubemmissionen in den Griff bekommen.

Den Trend zu mehr Osterfeuern bestätigt auch die Stadt. „In diesem Jahr waren 273 Osterfeuer angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es nur 210”, bestätigt Stadtsprecher Ulrich Schulze. Eine Einschränkung der Osterfeuer sei jedoch nicht so einfach möglich, sagt Schulze und verweist auf die städtische Satzung. Dort ist das Abbrennen von Brauchtumsfeuern ausdrücklich erlaubt und zwar sieben Tage vor und sieben Tage nach dem jeweiligen Festdatum.

Einzige Bedingung: Der Ordnungsbehörde muss eine volljährige Aufsichtsperson gemeldet werden und die Feuerstelle darf erst verlassen werden, wenn sichergestellt ist, dass das Feuer tatsächlich erloschen ist. Die zuständige Behörde in Bottrop ist das Umweltamt. „Die Mitarbeiter dort können das Abbrennen eines Osterfeuers also nicht verbieten, weil es nicht genehmigt werden muss. Es muss nur angemeldet werden”, so Schulze.

„Letztlich muss man sagen, dass in der Satzung der Brandschutz eine größere Rolle spielt als der Emmissonsschutz”, urteilt Schulze. Die Verwaltung selbst könne jedoch nicht tätig werden. „Will man die Zahl der Osterfeuer reduzieren, muss die Satzung geändert werden. Das geht nur auf politischem Weg.”

Dass das möglich ist, zeigt das Beispiel Gelsenkirchen. Denn in der Nachbarstadt sind Brauchtumsfeuer lediglich im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen von Kirchen oder Vereinen und Verbänden erlaubt.


32. Volksradfahren von WAZ und Sparkasse

Himmlische Ansichten im Höllendorf

WAZ Gladbeck, 18.04.2009, Maria Lüning

Die Pferde auf der Weide im Höllendorf werden nicht schlecht staunen, wenn am nächsten Sonntag, dem 26. April, weit über 1000 Räder an ihnen vorbeisurren – und so mancher Pferdenarr den Drahtesel zur Seite stellt, um den edlen Vierbeinern ganz persönlich Hallo zu sagen. Könnte auch eine willkommene Pause sein, denn dann sind die Volksradfahrer schon eine Weile unterwegs und haben hier, zwischen Gladbeck und Feldhausen, gut ein Drittel der 34 Kilometer hinter sich gebracht.

Kurze Zeit später dann locken die Mitveranstalter NUR (Natur und Umweltverein im Vest) und Stadtsparkasse Gladbeck zu einer richtigen Pause: Diesmal nicht am Natur- sondern am Industriedenkmal Maschinenhalle Zweckel an der Frentroper Straße. Hier kommen alle Teilnehmer vorbei, ob sie die lange oder kurze Strecke fahren. Und hier am NUR-Stand gibt es eine DVD mit den schönsten Fotos und wichtigsten Merkmalen der Strecke zu kaufen (5,95 Euro). Die Stadtsparkasse versorgt dazu alle Durstigen mit Trinkpäckchen. Danach geht's wieder weiter auf der Tour durch die Natur. Startkarten für die Teilnahme am Volksradfahren zum Preis von 2,50 Euro Erw./Kinder 1 Euro (diese Angabe fehlte in der vorherigen Ausgabe) im WAZ-Leserladen, Horster Str. 24 oder bei der Stadtsparkasse, Friedrich-Ebert-Straße. Start ist zwischen 9 und 10.30 Uhr, ab 11 Uhr laden Spiel-, Getränke-, und Infostände auf dem Platz hinter der Stadtsparkasse zum Verweilen ein.

Tagesfahrt ins Emsland

Aus der Region - Bauerverlag Marl - 17.04.2009

Herten: Die Emsaue zwischen Telgte und Westbevern ist das Ziel der 4. Exkursion, zu der der Natur- und Umweltschutzverein NUR im VEST am Sonntag, 19. April aufbricht. Wer daran Interesse hat, im Rahmen der Tagestour das ursprüngliche, naturbelassene Landschaftsbild des Flusses zu entdecken - und mit etwas Glück einen Eisvogel mit seinem schimmernden Gefieder über die Ems dahin schießen zu sehen - , sollte sich am Rathaus einfinden, dort ist um 10 Uhr Abfahrt. Die Kosten betragen für Erwachsene fünf Euro, Kinder 3 Euro. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet, Benzin und Dieselkosten nach der Tour abgerechnet. Anmeldungen erforderlich unter 0209-620773.

 

Zum Quaken wohl fühlt sich dieser Frosch in den Emsauen. Die Ziele einer Tagestour des Vereins NUR im VEST am Sonntag, auf der noch Plätze frei sind.


Vorfahrt für Natur bei dieser Tour

Am 26. April findet das 33. Volksradfahren statt und hat Bienenzucht, Nachtigall, Naturdenkmäler im Programm - WAZ-Gladbeck 16.04.2009

Nach 33 Jahren noch was Neues? So manch treuer Teilnehmer der Volksradtour von WAZ und Stadtsparkasse mag sich das zweifelnd fragen. Aber, man sehe und staune: Es gibt immer noch was zu entdecken. Denn diesmal am Sonntag, 26. April, ist der NUR (Natur- und Umweltschutz-Verein im Vest) hauptverantwortlich für die Strecke und hat die Akzente klar gesetzt. Was heißt: Die Natur hat eindeutig Vorfahrt bei dieser Tour.

Das begreift, wer mitradelt, spätestens in Höhe der Breiker Höfe, diesem unglaublichen idyllischen Naturschutzgebiet im Norden der Stadt Gladbeck, dem nur die weithin sichtbaren Schlote von Scholven eine industrielle Grenze setzen. Aber so ist es eben im Revier - der nächste Schornstein ist nicht weit. Die Fauna in Wiesen, Feldern und Wald stört das hier allerdings schon lange nicht mehr. An die 50 Vogelarten entdeckt, wer Augen hat zu sehen, Ohren hat zu hören. "Ab dem 20. April singt die Nachtigall" verspricht Karl-Heinz Ochlast und weist auch auf den Kiebitz, die Feldlärche hin. Geschützt sind sie wie die große, alte Eiche am Feldrand - ein prächtiges Naturdenkmal.

So eine Radtour macht auch schlauer - in Sachen Bienen zum Beispiel. Nächster Halt in den Breiker Höfen ist die Bienenzuchtstation. In dem abseits gelegenen Gelände werden Königinnen gezüchtet und bundesweit verkauft.

Danach werden die Radler zu Grenzgängern, radelt mal auf Gelsenkirchener Gebiet, dann wieder auf Gladbecker und schließlich auf Dorstener Feld- und Waldwegen. Und sind noch lange nicht am Ende dieser Tour durch die Natur - mehr davon in einer der nächsten Ausgaben.


Mit dem NUR den Eisvogel beobachten

WAZ Gladbeck, 15.04.2009

Der Umweltverband NUR im Vest unternimmt am 19. April die 4. Exkursion in diesem Jahr. Es geht in die Senne im Osten der Westfälischen Bucht. Hier entspringt 134 m über dem Meeresspiegel der kleinste Strom Deutschlands, die 371 km lange Ems. Zu jeder Jahreszeit kann man hier mit etwas Glück den Eisvogel gleich einem "fliegenden Edelstein" über den Fluss schießen sehen. Mitte bis Ende Mai erschallt vor allem frühmorgens und in den Abendstunden der Gesang der Nachtigall in den Wäldern der Emsaue. Die Abfahrt ist um 10 Uhr vom alten Rathaus in Westerholt, Bahnhofstraße 6. Die Leitung hat Burkhard Merz. Erwachsene zahlen 5 €. Kinder 3 €. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Benzin oder Dieselkosten werden nach der Tour abgerechnet. Voranmeldung unter 0209-620773.


Osterfeuer als Brauchtum gewertet

WAZ Gladbeck, 15.04.2009

Karl-Heinz Ochlast, Sprecher des Umweltverbandes NUR in Gladbeck, ist zumindest erstaunt darüber, dass Osterfeuer an der Spiekerstraße entzündet werden durften. "Es ist ein Witz und unverantwortlich", sagt er, "das mitten im Wohngebiet zu genehmigen."

Es geht rechtlich nicht um eine Genehmigung, so der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Jürgen Hertling, sondern darum einzuschreiten oder nicht. "Wir haben entschieden, dieses Feuer nicht zu untersagen." Man hat es als Brauchtumsfeuer, angemeldet vom Männergesangsverein Gladbeck/Scholven, gewertet.

Das Osterfeuer habe an diesem Ort auch nicht zum ersten Mal als Brauchtumsfeuer stattgefunden. Anders als Karl-Heinz Ochlast geht Jürgen Hertling auch davon aus, dass dort nichts Verkehrtes verbrannt wurde. "Darauf haben wir bei unserer Vorkontrolle geachtet."


Osterfeuer bis zum 1. April anmelden

Vest/ 29.03.2009, Rulof Albert

Vest. In den Abendstunden hell erleuchtet wird das Vest über die Ostertage sein, wenn vom Samstag, 11. April, bis Montag, 13. April, wieder zahlreiche Osterfeuer fackeln. Die Vorschriften sollten alle Veranstalter kennen.

Doch die wichtigste Regel ist, die Osterfeuer bis zum Mittwoch, 1. April, beim Fachbereich Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Feuerwehr der Stadtverwaltung Recklinghausen, anzumelden.

Denn für die traditionellen Osterfeuer sind auch in diesem Jahr von den einschlägigen Verbrennungsverboten nach dem Landesimmissionsschutzgesetz ausgenommen. Und die Ausnahmen sind auch nur zulässig, wenn der öffentliche und kulturpflegerische Charakter der Veranstaltungen gewährleistet ist. Die Feuer müssen daher von Organisationen, Vereinen oder von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften ausgerichtet und für jeden zugänglich sein. Das Abbrennen eines Osterfeuers ohne Anmeldung kann mit einem weitaus höheren Bußgeld geahndet wird, als die Verwaltungsgebühr (20 Euro) für die Erteilung einer Genehmigung.

Dass mit den Osterfeuern nicht nur das Osterfest gefeiert wird, glaubt der Hertener Stadtverband Bündnis90/Die Grünen: „Nach Auskunft von Hertener Naturschutzfreunden ist mit einer vermehrten 'Abfallverbrennung' unter dem Deckmantel der traditionellen Osterfeuer zu rechen”, lautet es in einer Stellungnahme von Stadtverbandssprecher Karl Kneip. Ungeeignetes Brennmaterial führe zu einer gesundheitsgefährdenden starken Überhöhung der Feinstaubbelastung, so Kneip. Daher appellieren die Grünen, dieses Brauchtum nicht zur Beseitigung von Abfällen zu missbrauchen.

Aber nicht alle Pflanzenreste dürfen zum Brenngut gelegt werden. Der Natur- und Umweltschutzverband (NUR) Recklinghausen weist darauf hin, dass frisches Tannengrün, Heckenschnitt von Koniferen, Rhododendren und Kirschlorbeer gehören nicht ins Osterfeuer. Verbrannt werden darf nur trockener Baum- und Strauchschnitt sowie unbehandeltes Holz. Strafbar macht sich, wer mit Brandbeschleunigern das Feuer anzündet, da sie beim Anzünden nicht vollständig verbrennen und so Reste Boden und Grundwasser gefährden können. Und damit den Flammen keine Tiere zum Opfer fallen, rät der NUR, die Holzhaufen wenige Stunden vor dem Anzünden vorsichtig umzuschichten.

Die Feuerstellen sollten auf eine Fläche von fünf Metern Durchmesser begrenzt werden und das aufgeschüttet Brenngut eine Höhe von drei Metern nicht übersteigen. Auch sollte das Feuer nur wenige Stunden unter Aufsicht brennen und anschließend gelöscht werden.


32. Volksradfahren von WAZ und Sparkasse

Rauf aufs Rad und ab in die Natur

Der Westen / Gladbeck, 30.03.2009, Katrin Walger-Stolle / Fotos WAZ-Gladbeck

Am 26. April findet das Volksradfahren statt, das in diesem Jahr eine ganz besondere Natur-Tour bietet. Ein Spaß für die ganze Familie.

Jetzt ist er da, der Frühling. Die Sonne scheint, die Temperaturen verlassen den einstelligen Bereich. Also: Nichts wie rauf aufs Rad und ab in die Natur. Zum Beispiel beim 32. Volksradfahren, zu dem WAZ und Sparkasse wieder am Sonntag, 26. April, einladen.

Mit neuem Motto und neuen Partnern startet die beliebte Tour in diesem Jahr. Diesmal geht es nämlich nicht nur ins Grüne, sondern die Route ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Natur-Tour” mit dem Drahtesel. Dafür zeichnet Karl-Heinz Ochlast verantwortlich, seines Zeichens Gladbecker NUR-Sprecher (Natur und Umweltschutz im Vest).

Was da am Wegesrand blüht und gedeiht – Karl-Heinz Ochlast kennt es. Jede Vogelart kann er zudem ganz genau benennen. Die Tour fürs 32. Volksradfahren ist bewusst so gelegt, dass die Teilnehmer ganz viel von der Natur rund um Gladbeck „erfahren” können. Tipps und Infos dazu kommen natürlich vom NUR-Team, das auch auf der Strecke stehen wird und die Fragen der Radler beantworten möchte.

Und auch der Gladbecker Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) ist in diesem Jahr mit von der Partie. Beim Test-Radeln ist die Strecke auch schon bestens angekommen.

Einige Neuheiten gibt also beim 32. Volksradfahren. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten: Die Tour soll ein Spaß für die ganze Familie sein. Nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern das gemeinsame Radeln und Natur genießen. Start und Ziel sind wie stets an der Sparkasse in der Innenstadt. Von dort aus geht es diesmal vorbei am Nordpark Richtung Zweckel. An der Feldhauser Straße teilen sich die kurze (22 Kilometer) und die lange Route (35 Kilometer). Wer ein wenig mehr strampeln möchte, der durchquert die Breiker Höfe und macht einen kleinen Schlenker Richtung Dorsten. Natur pur gibt's auf beiden Routen. (mehr Infos in den nächsten Tagen).

Die Traberzucht im Höllendorf zwischen Feldhausen und Gladbeck liegt direkt an der Strecke des Volskradfahrens.


Brauchtum zu Ostern

Klare Regeln fürs Feuer

WAZ Gladbeck, 25.03.2009, stein, Foto WAZ

Die Naturschützer vom NUR im VEST wollen in der nächsten Zeit die zu Ostern aufgeschichteten Haufen kontrollieren

Nichts gegen traditionelle Osterfeuer im Rahmen des Brauchtums, meinen die Naturschützer vom Verein NUR-im-VEST – aber auch das nur, so lange sie die Regeln des Umweltschutzes nicht verletzen.

„Bei Fahrten durch den Kreis und Gelsenkirchen sind uns schon heute Osterfeuer aufgefallen, die wieder Grünschnitt, Fensterrahmen und so manches an Entrümpelungsmaterial enthalten”, so NUR-Kreisvorsitzender Reinhard Bömke. Eine „Inspektion” habe ergeben, dass 90 Prozent der Feuer in Recklinghausen, Herten, Bottrop, Gladbeck und Marl allein wegen des bislang aufgeschichteten Materials nicht angesteckt werden dürften.

Und Karl-Heinz Ochlast, der örtliche NUR-Sprecher ergänzt: „Ich schaue mir die aufgeschichteten Haufen immer in den letzten beiden Wochen vor Ostern an und was ich immer wieder gesehen habe, ist schlimm.” Von haufenweise Grünschnitt berichtet Ochlast, von imprägnierten Teilen, die beim Verbrennen Dioxine freisetzen, vom Gebrauch von Brandbeschleunigern wie Benzin. Wer so etwas benutze, begehe allerdings eine strafbare Handlung, so die Naturschützer. Denn Benzin und andere brennbare Flüssigkeiten verbrennen beim Anzünden nur unvollständig und die Rückstände gefährden Boden und Grundwasser und sind strengstens verboten.

„Um unserem Anliegen Nachdruck zu verleihen”, kündigt Bömke an, „werden wir in Kürze beginnen, die Feuer zu kontrollieren und zu fotografieren. Alle nicht ordnungsgemäßen Feuer werden bei den zuständigen Behörden zur Anzeige gebracht. Dabei ist nicht entscheidend, wer das Brennmaterial bzw. den Abfall aufgeschichtet hat, sondern auf wessen Grund und Boden das geschieht.”

Vor allem zwei Gründe führt der NUR an, wenn es gegen nicht ordnungsgemäße Osterfeuer geht: Zum einen führen sie zu hohen Schwebstaubbelastungen der Luft, die durch raschen Anstieg der Messdaten erkennbar sind. Bömke: „Der Staubgrenzwert der Europäischen Union für das Tagesmittel wurde in den letzten Jahren weit überschritten.” Zum anderen ist wegen des Schutzes von Kleintieren Vorsicht geboten. Besonders in Holzhaufen, die lange vor dem eigentlichen Verbrennen aufgeschichtet wurden, haben sich viele Tiere einen Schlaf-, Schutz- oder Überwinterungsplatz eingerichtet.

Der NUR hat für diejenigen, die auf ein traditionelles Osterfeuer nicht verzichten wollen, einige einfache Regeln zusammengestellt: am besten Holzstöße für die Osterfeuer erst am Tag des Verbrennens aufschichten. Holzhaufen, die schon vor Wochen zusammengetragen wurden, wenige Stunden vor dem Anzünden vorsichtig umschichten. So bleibt den Tieren eine Chance zur Flucht.


Osterfeuer

Brauchtum contra Umweltschutz

WAZ Gelsenkirchen-Buer, 25.03.2009, Günter Mydlak / Fotos Wolfgang Quickels

Am Osterfeuer scheiden sich (nicht nur die Winter-) Geister. Was für die einen als Brauchtum gilt, ist für die anderen Luftverschmutzung. In Gelsenkirchen dürfen private Osterfeuer gar nicht mehr abgebrannt werden.

In den Tagen vor Ostern schichten Menschen seit Jahrhunderten Feuerhaufen auf, die sie am Ostersamstag oder -sonntag entzünden. In Gelsenkirchen sind nach Auskunft der Stadt derzeit 33 solcher Osterfeuer angemeldet – 22 davon nördlich des Kanals. Wie viele ohne Anmeldung in Flammen aufgehen werden, weiß niemand. Brauchtumspflege contra Luftverschmutzung – so lautet der Konflikt seit Jahren. Umweltschützer warnen vor unsachgemäßen Osterfeuern (siehe Interview auf dieser Seite) – Veranstalter, oft Landwirte, pochen auf uralte Gewohnheitsrechte.

Die Frage, ob sich Osterfeuer in den Feinstaubmessungen ablesen lassen, beantwort Babette Winter, die Sprecher des Landesamtes für Umweltschutz, mit „ja – ganz eindeutig.” Je nach Wetterlage seien vor allem im Ländlichen Stundenspitzenwerte von bis zu 400 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft möglich.

Was als solches aber nicht verboten ist. „Es gibt ja keinen Stundengrenzwert für Feinstaub”, so Winter. Im Tagesmittel gilt für Feinstaub die Grenze von 50 Mikrogramm, und zulässig sind Überschreitungen dieser Grenze an bis zu 35 Tagen im Jahr. Erst ab dem 36. Tag muss die betreffende Stadt tätig werden. Will sagen: „Der tägliche Lkw-Verkehr hat massivere Auswirkungen auf die Feinstaubbelastung als das einmalige Osterfeuer im Jahr”, so die Amtssprecherin.

Grundsätzlich verbietet Paragraf 7 des Landesimmissionsschutzgesetzs das Verbrennen von Gegenständen im Freien, „soweit die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden können.” Das heißt im Klartext: Draußen Feuermachen ist verboten.

Eine Stadt kann dies aber – zum Beispiel zur Brauchtumgspflege zu Ostern – einmalig erlauben, und die Stadt Gelsenkirchen bekennt sich in ihrer „ordnungsbehördlichen Verordnung” von 2008 ausdrücklich zur Brauchtumspflege. Aber darin heißt es auch: „Osterfeuer dürfen ausschließlich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung gezündet werden.” Was praktisch alle privaten Osterfeuer verbietet. Wer Gartenabfälle wie Hecken- oder Baumschnitt entsorgen will, den verweist die Stadt an die Recyclinghöfe von Gelsendienste, die jederzeit Grünabfall annehmen. Bis zu zwei Kubikmeter. Kostenlos.

Interview mit Reinhard Bömke, dem Vorsitzenden des in Westerholt ansässigen Naturschutzvereins NUR im Vest:

Besuchen Sie selber privat ein Osterfeuer? Mit Glühwein und so?

Reinhard Bömke: (lacht) Mit Sicherheit nicht.

Was haben Sie denn gegen dieses Brauchtum?

Gegen ein vernünftiges Brauchtumsfeuer habe ich gar nichts. Wenn wirklich nur trockenes Holz verbrannt wird, das erst am Tag des Abbrennens aufgeschichtet wurde, dann habe ich überhaupt kein Problem damit.

Womit haben Sie denn ein Problem?

Aus jahrelanger Erfahrung weiß ich, was auf solchen Haufen landet: Schleiflack-Möbel, Plastik-Abfall, Matratzen – ja, sogar Bahnschwellen habe ich schon in Osterfeuern fotografiert.

Das ist Sondermüll! Und selbst wenn keine Fremdstoffe darin landen, denn sehen die meisten Osterfeuer vorher sehr grün aus. Und Grünschnitt darf nicht verbrannt werden.

Wenn Sie für eine Stadt eine Verordnung für Osterfeuer schreiben dürften – was stände da drin?

Das habe ich ja schon getan. Die geltende Verordnung der Stadt Herten ist von mir geschrieben. Die habe ich als Bürgerantrag in den Rat eingebracht, und beim dritten Anlauf ist die genehmigt worden.

Und was steht da drin?

Kein Grünschnitt und kein nasses Holz; Mindestabstand zum nächsten Gebäude 25 Meter; keine Feuer in Naturschutzgebieten, und vor allem: Wenn ein Haufen Tage vorher aufgeschichtet wurde, dann muss er vor dem Abbrennen umgeschichtet werden, damit Tiere wie Igel, Kaninchen oder Erdkröten, die sich darin eingenistet haben, flüchten können.

Was für Verstöße haben Sie schon erlebt?

Die Freiwillige Feuerwehr in Westerholt hat vor zwei Jahren Feuerwerksknaller in ihrem Osterfeuer-Haufen gezündet, um Tiere zu vertreiben. Und im letzten Jahr war ihr Holz noch so frisch und feucht, dass sie zwei Stunden lang damit rumgekokelt haben. Ein Bauer in der Ried hat mal eine Anzeige von mir bekommen, weil er noch eingepackte Weihnachtsbäume aufgeschichtet hatte; samt Plastikverpackung.

Durfte der das dann nicht mehr abbrennen?

(lacht) doch, doch. Man kann ja nicht im Vorfeld eine Anzeige erstatten, weil ein Osterfeuer erst dann ein Osterfeuer ist, wenn es auch wirklich brennt.


Strenge Regeln für Osterfeuer

HERTEN. (sp) Es ist wieder soweit: Ostern steht vor der Tür - und damit auch die Osterfeuer. Sie sind besonders den Naturschützern ein Dorn im Auge, da häufig die einfachsten Regeln für ein solches Brauchtumsfeuer nicht beachtet werden.

Reinhard Bömke, Kreisvorsitzender von NUR-im-VEST: "Frische Grünabfälle verbrennen nicht, sondern verschwelen erst einmal, verursachen dabei Rauch und Staub mit undefinierbaren, aber vielfältigen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen." Wer es bei Regenwetter mit Brandbeschleunigern wie Benzin versuche, begehe außerdem eine strafbare Handlung, weil die Rückstände Boden und Grundwasser gefährdeten. Hinzu komme die Gefährdung von Kleintieren.

Auch die Hertener Grünen appellieren an alle Glaubensgemeinschaften und Vereine, die ein Osterfeuer anzünden, das Brauchtum nicht zur Beseitigung von Abfällen zu missbrauchen

Die Stadt Herten hat Regeln beschlossen. Darin heißt es u.a.: Auf den Stapel gehört ausschließlich raucharmes, trockenes, unbehandeltes und naturbelassenes Holz.

Beim Abbrennen ist darauf zu achten, dass Gefahren, Nachteile und erhebliche Belästigungen unterbleiben, dass ebenso Übergreifen des Feuers und Funkenflug verhindert werden.

Das Feuer muss ständig von einer erwachsenen Person beaufsichtigt werden, die ständig (mobil) telefonisch erreichbar ist. Diese ist verantwortlich und darf den Ort erst verlassen, wenn Feuer und Glut erloschen sind.

Beim Abbrennen des Osterfeuers gelten folgende Mindestabstände: 25 Meter zu (Wohn-) Gebäuden, Bäumen, Hecken, Windschutzanlagen sowie zu öffentlichen Flächen. 100 Meter zur nächsten Waldfläche sowie zur Autobahn.

Erst vor dem Entzünden darf der Haufen aufgeschichtet oder umgeschichtet werden, damit Tiere, die sich dort eingenistet haben, die Möglichkeit zur Flucht haben.

Ein Osterfeuer muss bis spätestens eine Woche vor dem Abbrennen der Ordnungsbehörde mit genauen Angaben über Ort, Zeit, verantwortlicher Person sowie Rufnummer gemeldet werden.

Verstöße gegen die Vorschrift können mit Geldbußen bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Bömke: "Wir werden auf unserer Homepage Ross und Reiter nennen und die so genannten ,Osterfeuer' zur Anzeige bringen." Man habe bereits Haufen mit Grünschnitt und Entrümpelungsmaterial entdeckt.

18.03.2009 | Quelle: Medienhaus Bauer


NUR plant drei Exkursionen

WAZ Gelsenkirchen Buer 14.03.2009

Der Westerholter Naturschutzverein NUR im `VEST plant in diesem Jahr die Durchführung von drei Exkursionen. Vom 9. bis 16. Mai findet eine Fahrt in den Müritzer Nationalpark statt, der für seine Vögel und Seen berühmt ist. Beeindruckend sind Fauna und Flora auch in Irland, wohin der Verein vom 25. Juli bis 8. August reisen wird. Strandzonenerkundung ist einer der vielen Programmpunkte bei der Fahrt nach Dangast am Jadebusen vom 5. bis 6. Dezember. Informationen und Anmeldung: Reinhard Bömke, Telefon 0202-620773.


Multivision über die Natur

Verfasst von Marl Aktuell & Sonntagsblatt am 14. März 2009

Herten (mc). Helmut Weber, Vorsitzender der KAB Herten Disteln hat den NUR für den 14. März um 19.30 Uhr in die Josefkirche in Disteln zu einem Vortrag zum Thema „Naturschutzgebiete“ eingeladen. Der NUR-im-VEST wird dazu Rede und Antwort stehen – und nicht nur in trockener Theorie, sondern in Form eines Multivisionsvortrages mit Reinhard Bömke, dem Kreisvorsitzenden und dem Sprecher der NUR Ortsgruppe, Karl-Heinz Ochlast aus Gladbeck. Karl-Heinz Ochlast wird die Zuschauer durch einen Großteil der Naturschutzgebiete mit Bildern aus allen Jahreszeiten und vielen Gebieten führen. Mehr Informationen unter www.nur-im-vest.de. Anmeldungen sind nicht erforderlich.


Natur pur

bieten die Exkursionen des Natur- und Umweltschutzvereins "NUR-im-VEST". Ob bunte Vogelwelt im Naturpark Müritz (9. bis 16. Mai), ob imposante Natur und alte Kultur in Irland (25. Juli bis 8. August) oder ob frische Brise an der Nordsee (5./6. Dezember) - Botaniker, Ornithologen und Fotografen kommen bei den reisen auf ihre Kosten. Auf allen Touren sind noch Plätze frei, genauere Informationen zu Anfahrt, Art der Unterbringung, Programm und mehr gibt es unter: 02 09 - 62 07 73.


Nach Irland oder an die Nordsee

Verfasst von Marl Aktuell & Sonntagsblatt am 4. März 2009


Vest (mc). Drei Exkursionen plant der Umweltverband NUR-im-VEST. Im Mai geht es in den Müritz-Nationalpark, im Juli nach Irland und im Dezember ist eine Expedition an die Nordsee geplant. Für die ersten Reisen sind 18 Plätze vorgesehen, die Reise an die Nordsee kann von 40 Personen erlebt werden. Rückfragen, Anmeldung und Info bei Reinhard Bömke unter Tel. (0209) 620773.


Nistkästen für "Mottenkiller"

Stadtspiegel Gladbeck 25.02.2009 / Rath

Rentfort-Nord/Zweckel. Auch in Gladbeck ist die gefürchtete "Minier-Motte", die Kastanienbäume befällt und deren Laub schon im Spätsommer welk werden lässt, aufgetreten.

Der stärkste Befall wurde in der Kastanie der Frentruper Straße in Zweckel registriert, doch eventuell droht den ungeliebten Tierchen bald schon der Garaus. Ein Feldversuch in Hamburg  hat nämlich gezeigt, dass Singvögel allen voran Meisen, die Raupen der Motte gern an ihre Brut verfüttern und der Befall somit nicht nur gestoppt sondern auch gänzlich beendet wird.

Im "Freizeittreff Rentfort" machten sich die jungen Besucher nun unter fachkundlicher Anleitung von Mitgliedern des Vereins "Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen (NUR im VEST)  daran, insgesamt 20 Nistkästen für Meisen zu bauen. Die Nistkästen sollen schon bald an der Frentruper Straße aufgehängt werden.


Mit Nisthilfen gegen Miniermotten

WAZ Gelsenkirchen Buer 25.02.2009

Westerholter Naturschutzverein fertigt neue Kästen im Auftrag des Gladbecker Betriebshofes, der damit vor allem Kastanien vor dem Befall durch diese Mottenraupe schützen will.

Der Naturschutzverein NUR im VEST mit Sitz in Westerholt hat vom Zentralen Betriebshof der Stadt Gladbeck einen Auftrag über die Lieferung und Montage von 20 Nisthilfen für Meisen bekommen. Die Fertigung der Kästen verband der NUR-Verein mit einer Aktion mit Kindern des Freizeittreffs Rentfort Nord. Dort haben vier aktive NUR-Mitglieder (Karl-Heinz Ochlast, Gladbeck, Peter Schapp, Dorsten, Udo Kirchhoff, Herten, und Wilfried Michalski, Bottrop) die Kinder angeleitet, und Reinhard Bömke der Vorsitzende des Naturschutzvereins fasste zusammen: "Die Kinder waren nicht zu halten - zu wenige Hämmer zu wenige Helfer."

Innerhalb von zwei Stunden waren die Nisthilfen zusammengebaut. "Ziel dieser Aktion des Zentralen Betriebshofs", so Bömke, "ist die Miniermotte beziehungsweise die Raupen auf biologische Art zu bekämpfen," Jedes Jahr würden Kastanien befallen, die Blätter sehen bereits im Sommer aus wie zur Herbstzeit. In diesen Tagen werden die Nisthilfen mit Hilfe der Kinder montiert. So besteht dann für die Meisen die Möglichkeit, zum Beginn der Brutzeit (ab dem 01. März jeden Jahres ist der offizielle Beginn der Brutzeit und damit auch der Schnitt von Hecken, Sträuchern und Bäumen verboten) die Nisthilfen zu belegen und ihren Nachwuchs mit den Raupen zu füttern. Reinhard Bömke: "Dieses Projekt hat schon in Hamburg hervorragend funktioniert."


Meisen gegen Miniermotte

Mit Fressfeinden statt Duftfallen will die Stadt in diesem Jahr verstärkt der Kastanienminiermotte zu Leibe rücken, die im letzten Jahr kaum eine Rosskastanie verschont hat.

WAZ Gladbeck 23.02.2009

Was Chemie bisher nicht gebracht hat, sollen nun Singvögel richten. Mit Nistkästen will die Stadtverwaltung Höhlenbrüter wie Meisen dazu animieren, vermehrt dort Familien zu gründen, wo sie – mit ihrem Appetit auf Raupen – besonders willkommen sind: an den Kastanienbeständen im Stadtgebiet.

Die Vögel sollen der Miniermotte zu Leibe rücken, von der im letzten Jahr kaum eine der weißblühenden Rosskastanien verschont geblieben ist. Eine Ausnahme war die große Kastanie vor dem Rathaus. Das hatte sie wohl ihrem Standort zu verdanken: sie steht dort alleine, so dass bisher keiner der fresslustigen Schädlinge bis hierhin vorgedrungen ist.

Die Miniermotten bzw. ihre Raupen sind vor einigen Jahren von Mazedonien aus über Österreich nach Deutschland und auch nach Gladbeck gekommen und lassen Kastanien schon weit vor der Zeit herbstlich aussehen und schließlich auch die Blätter verlieren. „Die Bäume versuchen dann erneut auszutreiben”, sagt Karl-Heinz Ochlast, Sprecher des Umweltschutzverbandes NUR in Gladbeck. „Auf Dauer hält das kein Baum aus. Sie sterben ab.”

Der Einsatz von Pheromonen, von Lockstoffen, hatte in Gladbeck nicht den gewünschten Erfolg. Deshalb hatte jetzt (wie berichtet) der Zentrale Betriebshof 20 Nistkästen beim NUR in Auftrag gegeben, die von den Kindern des Freizeittreffs Rentfort-Nord gebastelt wurden. „In den nächsten Tagen werden wir die Kästen an der Frentroper Straße aufhängen”, berichtet Naturschützer Ochlast. Die dortige Kastanienallee hatte im letzten Jahr ein trauriges Bild abgegeben.

Bei der einen Aktion soll es aber nicht bleiben. In Zusammenarbeit mit der VHS und dem städtischen Umweltbeauftragten Dr. Dieter Briese gibt es Anfang März das Angebot für Bürger, ebenfalls Nistkästen zu bauen. „Wir werden beobachten, wie sich die Situation entwickelt”, beschreibt Karl-Heinz Ochlast das weitere Vorgehen. „Bei Erfolg kann man im nächsten Jahr die Aktion ausweiten.”

In Hamburg, so der Sprecher des NUR, habe man jedenfalls gute Erfahrungen mit dieser Art der Bekämpfung der Miniermotte gemacht. „Die Vögel finden an Ort und Stelle ein reiches Futterangebot und vermehren sich entsprechend. Lässt die Zahl der Raupen dann nach, reguliert sich die Vogelpopulation wieder ganz von alleine.”

Vögel auf Wohnungssuche

Auch im eigenen Garten ist es an der Zeit, für Brutplätze zu sorgen. „Kohl- und Blaumeisen, Kleiber haben schon mit der Suche nach geeigneten Nistmöglichkeiten begonnen”, erzählt Karl-Heinz Ochlast vom Stand der Dinge. „Sie singen bereits und legen ihre Reviere fest. Und man kann beobachten, wie sie sich um die besten Plätze streiten. Mit dem Brüten werden sie aber erst Ende März beginnen.” Die Natur ist (nicht nur) nach der Beobachtung von Karl-Heinz Ochlast in diesem Jahr etwas später dran. „Ich habe eine Blutpflaume im Garten, die gerade erst anfängt Knospen zu bilden”, nennt er ein Beispiel. „In wärmeren Jahren kommen um diese Zeit schon die Blüten. Aber sobald es wärmer wird, treibt die Natur mit einem Schlag aus und holt den Rückstand schnell wieder auf.” Ähnlich verhalte es sich auch mit der Vogelwelt: „Es ist immer von der Witterung abhängig, wie bald die Zugvögel aus ihren Winterquartieren zurückkommen. Von den ersten Störchen wurde berichtet und auch der Kiebitz kehrt um diese Zeit aus Richtung Südwestfrankreich zurück. Wenn es milde ist, bleibt er sogar den ganzen Winter hier. Ich habe über Jahre Listen geführt, wann ich hier zum ersten Mal welche Vogelarten nach dem Winter wieder gesehen oder gehört habe.” Die Momentaufnahme eines Jahres zeigte als frühe Rückkehrer nach Gladbeck Mistel- und Wacholderdrossel, die Ende Februar wieder eintrudelten. Etwas später dran waren die Wildgänse, die sich Anfang März wieder sehen ließen; danach hatte dann der Hausrotschwanz aus dem Winterquartier im westlichen Mittelmeerraum bzw. Nordafrika zurückgefunden, bis Mitte April hatten sich Mönchsgrasmücke, Bachstelze und Rauchschwalbe Zeit gelassen. Der Vogel des Jahres 2008, der Kuckuck, ließ sich in der zweiten Aprilhälfte wieder hören. „Aber davon gibt es hier nicht mehr so viele”, sagt Karl-Heinz Ochlast. Das gilt verstärkt auch für den Eisvogel, den Vogel des Jahres 2009. Der letzte Brutnachweis in Gladbeck ist aus dem Jahre 1978 verbrieft. a


NUR im Vest

Nistkästen für die Meisen

WAZ Gladbeck 20.02.2009

Und die Jungen und Mädchen vom Freizeittreff Rentfort-Nord halfen kräftig mit.

20 Nistkästen für Meisen sollen es sein: Diesen Auftrag hat der ZBG Gladbeck Anfang des Jahres dem „NUR-im-VEST” gegeben.

Zur Durchführung des Projektes holten sich die NUR-Mitglieder Karl-Heinz Ochlast (Gladbeck), Peter Schapp (Dorsten), Udo Kirchhoff (Herten) und Wilfried Michalski (Bottrop) bärenstarke kleine Helfer: die Kinder des Freizeittreffs Rentfort-Nord mit Leiterin Bianka Winkler.

Die Jungen und Mädchen waren Feuer und Flamme, und schon bald waren alle Hämmer verteilt: Nachdem sich die anfängliche Hektik gelegt hatte, konnten innerhalb von zwei Stunden die Nisthilfen zusammen gebaut werden.

Ziel dieser Aktion ist es, die Miniermotte bzw. deren Raupen auf biologische Art zu bekämpfen. Denn Meisen fressen die Raupen. Jedes Jahr werden hunderte von Kastanien befallen, die Blätter sehen bereits im Sommer aus wie normalerweise zur Herbstzeit.

Zwar ist die Motte keine direkte Gefahr für die Kastanie, aber das Abwerfen der Blätter und die Optik ist schon für viele Bürger ein Ärgernis.

In den nächsten Tagen werden die NUR-Aktiven mit den Kindern die Nisthilfen montieren. So besteht dann für die Meisen die Möglichkeit zum Beginn der Brutzeit (ab März eines jeden Jahres ist der offizielle Beginn der Brutzeit und damit auch der Schnitt von Hecken, Sträuchern, Bäumen verboten) die Nisthilfen zu belegen und ihren Nachwuchs mit den Raupen zu füttern.

Natürlich müssen die Nisthilfen regelmäßig im Winter gereinigt werden. Bei dieser Gelegenheit kann man sofort erkennen ob die Nisthilfen angenommen wurden.


Eine Wanderung durch die Haard


Herten (mc). Am 22. Februar steht eine Wanderung durch die Haard an. Abfahrt ist um 10 Uhr vom alten Rathaus in Westerholt oder vom Parkplatz St. Johann um 10.30 Uhr. Der Naturpark Hohe Mark wurde nach mehrjährigen Vorarbeiten am 21. März 1963 gegründet. Heute ist er einer der 83 Naturparks Deutschlands und mit einer Größe von derzeit 1.040 Quadratkilometern der viertgrößte Naturpark in Nordrhein-Westfalen. Die Haard ist ein Bestandteil dieses Naturparks, in dem 40 Säugetierarten ihren Lebensraum haben. Unter der kundigen Leitung von Arthur Swiatek sen. steht eine ausgedehnte Wanderung durch die Haard an. Um Voranmeldung wird gebeten Reinhard Bömke (0209) 620773 oder Arthur Swiatek sen. (02365) 47727.

Marl Aktuell und Sonntagsblatt Donnerstag, 19. Februar 2009


NUR: Unterstützung für die Tierheime

Gelsenkirchen-Buer, 19.02.2009,

Der Naturschutzverein NUR-im-VEST mit Sitz in Westerholt startet eine Initiative zur Unterstützung der hiesigen Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop. Gemeinsam mit seinen neuen Gruppen in Gelsenkirchen und Bottrop ruft NUR zu Futter- und Geldspenden auf. "Tierheime nehmen die Verantwortung auf, die Menschen nicht mehr tragen möchten oder können", so Reinhard Bömke, der NUR-Vorsitzende. Sachspenden können abgegeben werden unter anderem bei Christel Schikorra, Ostwall 13, in Westerholt sowie Karl-Heinz Ochlast, Spiekernstraße 14, in Gladbeck. Wer spenden möchte kann die Bankverbindung erfragen unter Telefon 620773.


Wanderung in die Haard

Stadtspiegel - 18.02.2009

NUR-im-VEST veranstaltet eine Wanderung in die Haard am Sonntag, 22. Februar. Abfahrt ist um 10.00 Uhr vom alten Rathaus in Westerholt, Bahnhofstraße 6, die Wanderung selbst startet ab dem Parkplatz St. Johann um 10.30 Uhr. Die Leitung hat Arthur Swiatek sen. Erwachsene zahlen 2, Kinder 1 Euro. Die Ornithologische Begleitung wird durch den Fachmann Karl-Heinz Ochlast vom NUR-im-VEST Gladbeck bestritten.

Voranmeldung bei Reinhard Bömke, Tel. 0209/620773 und Arthur Swiatek Senior 02365/47727.


Nach der Wanderung durch die Haard ist ein Abstecher zum Naturschutzgebiet an der Lippe geplant.

Ausflug in die Haard

Umweltverband NUR-im-VEST veranstaltet Wanderung durch Naturpark

Region. Der Umweltverband NUR-im-VEST veranstaltet am Sonntag, 22. Februar, eine Wanderung durch die Haard unter der Leitung von Arthur Swiatek.

Die etwa dreistündige Exkursion startet um 10.30 Uhr am Parkplatz bei St. Johann. Diese Tour durch den zum Naturpark Hohe Mark gehörenden Wald ist vor allem für Naturfotografen interessant. Aber auch Vogel- und Pflanzenfreunde dürften beim Ausflug in die Haard auf ihre Kosten kommen. Nach Beendigung der Wanderung ist ein Abstecher an die Lippe, Haus Vogelsang, geplant.

Die Teilnehmer treffen sich zur Abfahrt um 10 Uhr am alten Rathaus in Westerholt, Bahnhofstraße 6, oder direkt am Parkplatz. Die Kosten für Erwachsene betragen 2 Euro, für Kinder 1 Euro (zzgl. Benzinkosten). Die Veranstalter bitten um Voranmeldung unter 0209/620773 (Reinhard Bömke) bzw. 02365/47727 (Arthur Swiatek).

Freitag, 13. Februar 2009 | Quelle: Recklinghäuser Zeitung (Recklinghausen / Emscher-Lippe)


Futterspende fürs Tierheim

Marl Aktuell und Sonntagsblatt - Mittwoch, 4. Februar 2009

Vest (mc). Mit einer Spendenaktion will der Umweltverband NUR-im-VEST (Nur) die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop unterstützen. Vorsitzender Reinhard Bömke erinnert an die Worte Leonardo da Vincis „Eines Tages wird das Vergehen am Tier so geahndet wie das am Menschen.“ Bömke fragt weiter: „Was passiert nach Weihnachten?” Zum Fest werden oft Tiere verschenkt. Erweisen sie sich als lästig, landen sie im Tierheim oder werden einfach ausgesetzt.

Um die drei Tierheime zu unterstützen, wird um Futterspenden und Geldspenden gebeten – das Spendenkonto lautet: Sparkasse Vest Recklinghausen, BLZ 42650150, Kontonummer 55031058. Geld wie Sachspenden werden „ohne Abzüge” zu gleichen Teilen an die Tierheime weitergeleitet. Spenden können abgegeben werden bei: Arthur Swiatek, Wellerfeld 192, Marl, Tel. (02365) 47727, Burkhard Merz, Hochlarmarkstraße 47, Recklinghausen, Tel. (02361) 62781, und Reinhard Bömke, Tel. (0209) 620773.


Umweltverband will drei Tierheimen helfen

Organisation ruft zu Geld- oder Futterspenden auf. Gaben werden ohne "Abzüge" weitergeleitet.

WAZ VEST. 31.01.2009 - Mit einer Spendenaktion möchte der Umweltverband NUR-im-VEST die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop unterstützen. Vorsitzender Reinhard Bömke: "Tierheime nehmen die Verantwortung auf, die Menschen nicht mehr tragen möchten oder können". Und fragt: "Was passiert nach Weihnachten?" Zum Fest nämlich werden oft Tiere verschenkt. Wenn sie sich als lästig erwiesen haben, landen sie im Tierheim oder werden bei weniger Glück einfach ausgesetzt. Um die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop zu unterstützen, wird um Futterspenden und Geldspenden gebeten - das Spendekonto lautet: Sparkasse Vest Recklinghausen, BLZ 42650150, Kontonummer 55031058.

Geld wie Sachspenden werden "ohne Abzüge" zu gleichen Teilen an die Tierheime weiter geleitet. Sachspenden können u. a. abgegeben werden bei: Christel Schikorra 02 09 - 61 00 29, Udo Kirchhoff 0 23 66 - 3 31 57, oder Reinhard Bömke, 02 09 - 62 07 73.


Hilfe für Tierheime

Verein NUR ruft Spendenaktion ins Leben

WAZ-NRW 31.01.2009 - Der Verein Natur- und Umweltschutz im VEST (NUR) will mit einer Aktion die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop unterstützen. "Tierheime übernehmen die Verantwortung, auf, die Menschen nicht mehr tragen möchten oder können"., so Kreisvorsitzender Reinhard Bömke.

Und Bömke erinnert an die "tierischen" Weihnachtsgeschenke. Kinder kriegen Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Kaninchen. Und dann? Die Tiere werden größer und größer, das "Gassi gehen" mit dem Hund bei jedem Wetter müssen die Eltern übernehmen.

Wenn die Tiere Glück haben, landen sie im Tierheim. Aber allzu oft würden sie einfach ausgesetzt, zum Beispiel Hunde an Autobahnrastplätzen, wie gerade die Tage vor den Sommerferien beweisen.

Tierheime würden von Menschen ehrenamtlich geführt, seien aber abhängig von den Spenden und Zuwendungen, die sie auf freiwillige Basis erhielten. Um die Tierheime zu unterstützen bittet der Verein um Futter- oder Geldspenden, die direkt an die drei Tierheime weitergegeben würden, ohne Abzüge. Bömke: "Wir arbeiten ehrenamtlich - für unsere Umwelt, für uns Menschen, die Landschaften und unsere Tiere."

Weitere Informationen über den Verein und die "Aktion Tierheime" sind erhältlich bei der Kirchhellernerin Heike Everding, Gartenstraße 35, 0 20 45 - 40 97 812 und den Gladbecker Karl-Heinz Ochlast, Spiekernstraße 14, 0 20 43 - 6 21 89.


Höhepunkte des Jahres auf vollen 52 Seiten

Nur stellt sein neues Programmheft vor - 5000er Auflage

Der Natur- und Umweltschutzverein NUR hat sein drittes Jahresprogramm fertig gestellt und kann es den interessierten Menschen im Vest Recklinghausen, präsentieren. Das Programm hat 52 Seiten und bietet eine bunte Mischung an Exkursionen.

Von der Haard bis ins winterliche Ostfriesland - aber auch die Problematik der heutigen Zeit, Feinstaub, Lärm, Mülltourismus und Artensterben sind weitere Punkte. Wichtig war bei der Erstellung des Programms, dass ein breites Spektrum angeboten wird.

Zwei Fledermausnächte werden im August durchgeführt. Erstmalig wird ein Fotowettbewerb für Kinder bis zwölf Jahre ausgeschrieben. Hier werden die besten Bilder mit Preisen belohnt und bei den dritten Foto- und Videotagen auch ausgestellt.

NUR sucht übrigens immer Menschen, die den Verein bei seiner ehrenamtlichen Arbeit unterstützt.

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NABU-Mitglied nun beim NUR aktiv
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Bei der Auflage von 5000 Heften hat der Verein auch die neuen Gruppen in Bottrop und Gladbeck berücksichtigt. und es gibt zwei Zuwächse: Der vormals erste Vorsitzende aus Gladbeck, Karl-Heinz Ochlast, beispielsweise ist nach 25-jähriger NABU-Mitgliedschaft dem Verein beigetreten und hat nun eine NUR-im-VEST Gruppe in seinem Heimatort gegründet. Anmeldungen können ab sofort erfolgen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und somit ist bei einigen Veranstaltungen Eile geboten. Aufgrund der erfolgreich durchgeführten Irlandfahrten in den letzten Jahren, werden 2009 zwei weitere Exkursionen durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit den Fotogruppen Schacht 5 und der Fotogruppe Olfen wird der NUR-im-VEST in diesem Jahr die dritten Natur- und Reisefototage durchführen.

Die Jahresprogramme liegen in fast allen öffentlichen Gebäuden wie FBS, VHS, Rathäusern, FBW Bürgerhäusern, Kreishaus und vielen anderen aus. Im Internet steht das Programm ebenfalls.

Stadtspiegel - Terminspiegel / 28.01.2009


Verein unterstützt Tierheime

NUR-im-VEST

Kirchhellen * Ruhr Nachrichten / Dorstener Zeitung -Holger Steffe 27.01.2009 / Der NUR-im-VEST Verein möchte mit einer Aktion die Tierheime in Bottrop unterstützen. Der Umweltverband hält diese Aktion für notwendig. Tierheime nehmen die Verantwortung an, die Menschen nicht mehr tragen möchten oder können. Man muss nur an die vielen Weihnachtsgeschenke denken: Kinder erhalten u. a. Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen usw. Was mit den lebendigen Weihnachtsgeschenken nach Weihnachten passiert merkt man erst später.

Häufig werden sie im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. Regelmäßig ließt man nach den Sommerferien auch von Hunden, die an Rastplätzen ausgesetzt gefunden werden. Manche Fundtiere landen so irgendwann im Tierheim. Diese Heime werden von Menschen ehrenamtlich geführt. NUR-im-VEST mit Gelsenkirchen und Bottrop möchte, dass sich die Öffentlichkeit für den Erhalt dieser Einrichtungen einsetzen sollte. "Wir sollten vorher handeln - bei den Tieren, die bei uns noch im Freien leben, indem wir Gebiete schützen und ihr Leben achten. Aber auch die Tiere im Tierheim brauchen unsere Unterstützung", fordert Kreisvorsitzender Reinhard Bömke. Um die Tierheime zu unterstützen, bittet der Verein um Futter und / oder Geldspenden. Das Futter und das Geld wird direkt an die Tierheime zu jeweils 33 1/3 Prozent weitergegeben - ohne Abzüge. Der Verein arbeitet ehrenamtlich. * st

Spendenkonto: Sparkasse Vest Recklinghausen, BLZ 426 501 50, Kontonummer 550 310 58. Sachspenden können u. a. abgegeben werden bei Heike Everding, Gartenstraße 35, Kirchhellen (Tel. 02045/409781)


NUR-im-VEST will drei Tierheimen helfen

Gelsenkirchen-Buer, 23.01.2009, Christian Scholz

Umweltorganisation ruft zu Gelder- oder Futterspenden auf. Gaben werden „ohne Abzüge” weiter geleitet

Mit einer Spendenaktion möchte der Umweltverband NUR-im-VEST die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop unterstützen. Vorsitzender Reinhard Bömke: „Tierheime nehmen die Verantwortung auf, die Menschen nicht mehr tragen möchten oder können.” Und fragt: „Was passiert nach Weihnachten?” Zum Fest nämlich werden oft Tiere verschenkt. Wenn sie sich als lästig erwiesen haben, landen sie im Tierheim oder werden bei weniger Glück einfach ausgesetzt. Um die Tierheime in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Bottrop zu unterstützen, wird um Futterspenden und Geldspenden gebeten – das Spendenkonto lautet: Sparkasse Vest Recklinghausen, BLZ 42650150, Kontonummer 55031058. Geld wie Sachspenden werden „ohne Abzüge” zu gleichen Teilen an die Tierheime weiter geleitet. Sachspenden können u.a. abgegeben werden bei: Christel Schikorra,  0209 61 00 29, Udo Kirchhoff,  02366 33 157, oder Reinhard Bömke,  0209 62 07 73.


Westerholter Naturschutzverein

NUR im Vest:

Mitgliederzahl fast verdoppelt

Gelsenkirchen-Buer, 14.01.2009, Günter Mydlak

Das dritte Jahresprogramm des Westerholter Natur- und Umweltschutzvereins ist erschienen. Zwei neue Ortsgruppen

 

Auf 52 Seiten ist eine bunte Mischung an Exkursionen präsentiert – von der Haard bis ins winterliche Ostfriesland.

Aber auch Themen wie Feinstaub, Lärm, Mülltourismus und Artensterben sind darin aufbereitet. Ebenso kommen Natur- und Umweltfreunde sowie Filmer und Fotografen auf ihre Kosten. Zwei Fledermausnächte werden im August durchgeführt. Im Jahr 2008 kamen immerhin 260 Teilnehmer zu diesen Nächten.

Erstmalig ist ein Fotowettbewerb für Kinder im Alter bis zu 12 Jahren ausgeschrieben. Hier werden die Besten Bilder mit Preisen belohnt und bei den 3. Foto- und Videotagen vom 20. November bis zum 21. November 2009 auch ausgestellt. Wie Reinhard Bömke vom NUR mitteilt, ist der vormals 1. Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) Gladbeck, Karl Heinz Ochlast, nach 25 Jahren im NABU dem NUR-im-VEST beigetreten und hat eine NUR-

Reinhard Bömke hat noch viel Ideen in Sachen Naturschutz Foto: Dirk Bauer / WAZ

Gruppe in seinem Heimatort gegründet. Heike Everding ist ebenfalls vom NABU zum NUR gestoßen und hat die Gruppe Bottrop gegründet. Die Mitgliederzahl des NUR hat sich dadurch fast verdoppelt.

Anmeldungen zu Veranstaltungen im Jahresprogramm können ab sofort erfolgen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Aufgrund der erfolgreich durchgeführten Irland-Fahrten in den letzen Jahren, werden auch 2009 zwei Irland-Exkursionen angeboten. Schon im Ende Januar geht es los – Wattvögel, Gänse und Enten, die aus Grönland und Island auf die grüne Insel kommen, sind das Ziel.

In Zusammenarbeit mit den Fotogruppen Schacht 5 und der Fotogruppe Olfen wird NUR-im-VEST in diesem Jahr die 3. Natur- und Reisefototag am 20. und 21. November durchführen. Die NUR-Jahresprogramme liegen in vielen öffentlichen Gebäuden aus. Im Internet steht das Programm unter www.nur-im-vest.de ebenfalls zur Verfügung.

Das NUR-Programm gibts auch im Internet einzusehen.


Bildschöne Bildmotive bieten sich auf den Irlandfahrten, die der Natur- und Umweltschutzverein NUR-im-VEST auch in seinem diesjährigen Jahresprogramm wieder anbietet.                                                                                                                                                         Fotos: NUR / BÖMKE

Von Umweltpolitik bis Irlandfahrt

Natur- und Umweltschutzverein NUR-im-VEST stellt Jahresprogramm vor

Von Daniela Budschun- Bauerverlag - aus der Region 09.01.2009

Kreis Recklinghausen. Dass der Natur- und Umweltschutzverein NUR-im-VEST sich auch als umweltpolitischer Verein versteht, wird beim Blick in das neue Jahresprogramm sofort deutlich. Noch bevor der erste Programmpunkt beworben wird, bezieht der Verein Stellung in Sachen Umwelt-politik und -schutz im Kreis Recklinghausen. So sollte hier der Umweltschutz "einen besonderen Stellenwert" haben, da der Kreis RE und die Städte Herne und Gelsenkirchen "zu den am höchsten belasteten Städten in Deutschland" zählen, ließt man dort. Eine ökologisch orientierte Kreisentwicklung könne es nur geben, wenn ökologisches Denken in der gesamten Kreispolitik - vor allem in den Bereichen Stadtplanung, Bau, Verkehr und Wirtschaft zur Grundlage geworden sei, heißt es weiter. Schwerpunkte legt NUR in seinem dritten Jahresprogramm auf die Themen Feinstaub, Lärm, Mülltourismus und Artensterben. Um Zusammenhänge im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zu verstehen, sei Auf-klärung notwendig. "Wir wollen die Menschen mitnehmen", erklärt Udo Kirchhoff vom Vereisvorstand. " Wir wollen erreichen, dass sich mehr mit der Natur beschäftigen." Sensibilisieren lautet das Stichwort - ob fürs Thema Lärm, Artensterben oder Feinstaub.

Neben umweltpolitischen Themen findet sich in dem Programm auch eine bunte Mischung von Exkursionen. Es geht von der Haard (Wanderung am 22. Februar) über den Naturpark Müritz (Reise vom 9. bis 16. Mai) bis nach Ostfriesland ("Winter-stimmung am Jadebusen vom 5. bis 6. Dezember). Auch zwei Irlandfahrten werden wieder angeboten. Ende Januar die erste (die zweite im Juli/August): "Wintergäste an der Küste von Kerry" lautet der Titel der Reise vom 31. Januar bis zum 14. Februar, die Hobbyfotografen auch wieder jede Menge schöner Motive bieten dürfte.  Apropos Hobbyfotografen: Im November stehen die 3. Natur- und Reisefoto/Videotage in der Maschinenhalle in Herten Scherlebeck an (20. bis 21.11.), die der NUR im VEST in Kooperation mit den Fotogruppen Schacht 5 und Olfen durchführt. Dort werden die besten Bilder vom Fotowettbewerb für Kinder bis 12 Jahren ausgestellt, den der NUR im VEST in diesem Jahr erstmalig ausgeschrieben hat. Das Thema: Fotos aus der Natur. Spätestens in den Sommerferien warten auf die Kinder jede Menge Abenteuer, die sie in Bildform festhalten können. Ob Bilder von Zeltlagern, Stränden, Blumenwiesen, Tieren....... die Motivpalette ist riesig.

Zwei neue Ortsgruppen. Im vergangenem Jahr wurde jeweils eine neue Ortgruppe in den Städten Bottrop und Gladbeck gegründet. ¨Damit zählt der Verein aktuell rund 70 Mitglieder und ist zuversichtlich, in diesem Jahr die Marke von 100 Mitgliedern "knacken" zu können. Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder liegt bei 28 Euro, für Familien 38 Euro. ¨Kontakt: Telefon 0209-620773

Vögel beobachten - auch das bietet der NUR Interessierten in seinem diesjährigen Programm an.


                                                                                                     
Nur noch NUR

WAZ Gladbeck 06.01.2009

    Foto: WAZ - Gladbeck

Karl-Heinz Ochlast, der langjährige Ansprechpartner für den NABU in Gladbeck wechselt zum Verein Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen. "Wir melden uns auch politisch zu Wort".

Der langjährige Ansprechpartner des NABU (Naturschutzbund) in Gladbeck, Karl-Heinz Ochlast (61), gehört dem Verein seit dem Jahresanfang nicht mehr an.

Er ist ab sofort Ansprechpartner für den Verein NUR im Vest (Natur- und Umweltschutz im Vest Recklinghausen). WAZ-Redakteur Rainer Holstein sprach mit ihm über die Gründe für den Wechsel und über künftige Aktivitäten.

Herr Ochlast, was hat Sie zum Wechsel des Vereins veranlasst?

Karl-Heinz Ochlast: Ausschlaggebend waren für mich die Verhältnisse in Bottrop. Dort wurde ein neuer Vorsitzender gewählt, der auch Vorsitzender des Fischereivereins ist. Der 2. Vorsitzende ist Jäger; das ging gegen meine Prinzipien. Wir sind eine Naturschutzgruppe und kein Angel- oder Jägerverein. Als dann noch am Heidesee in Kirchhellen Kormorane geschossen wurden, wollte ich nicht mehr mitmachen.

Ochlast: Wir haben schon seit Jahren zusammengearbeitet. Bei Fledermausabenden, vogelkundlichen Wanderungen, Fahrten ins Sauerland oder zur Nordsee. So etwas hat der NUR auch für 2009 im Programm. Wer interessiert ist, kann sich bei mir melden ( 62189). Das Jahresprogramm will ich auch bei der VHS, in Büchereien und der Stadtsparkasse auslegen. Da kann man sich informieren und es gibt in dem Heft auch ein Aufnahmeformular.

Gibt es ein Thema, das sich der NUR für 2009 besonders auf die Fahnen geschrieben hat?

Ochlast: Da der Verein auch politisch sehr aktiv ist, werden wir uns demnächst auch zum Thema B 224/A 52 zu Wort melden. Ich glaube, viele Bürger haben noch gar nicht so recht mitbekommen, was da möglicherweise auf sie zukommt. Und es wird langsam Zeit, denn das Planfeststellungsverfahren in Bottrop hat bereits begonnen.

Welche Lösung favorisiert denn Ihr neuer Verein, welche Lösung wäre am schonendsten für Mensch und Umwelt?

Ochlast: Eindeutig die Umgehung, die Heege-Lösung. Aber die eben im Tunnel. Der Bauer soll seinen Acker behalten. Wenn die A 52 durch das Stadtgebiet führen soll, hätte das für Gladbeck, für den Naturschutz, für die Anwohner nur Nachteile.

Welche meinen Sie konkret?

Ochlast: Während der Bauphase, die ja immerhin sieben Jahre dauern soll, würden große Lkw mitten durch die nördliche Innenstadt rollen, weil die Brücke der Feldhauser Straße über die Konrad-Adenauer-Allee zu niedrig ist. Die Lkw, die aus Richtung A 31 kommen, würden über die Postallee, die beiden Kreisverkehre und die Buersche Straße bis zum Nordring in Buer geleitet. Beim Bau würden auch Naturschutzgebiete in Mitleidenschaft gezogen. Im Süden der Stadt etwa unterhalb der Luxemburger Straße Richtung Bottrop. Und auch die Moltkehalde in Butendorf wäre von den Ausbauarbeiten, von der Verbreiterung der B 224 betroffen. In den alten Stollen der Halde überwintern Fledermäuse.

 

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