Amphibien

Deutschland

Rote Liste = German categories:

NRW



0 Ausgestorben oder verschollen 0
1 Vom Aussterben bedroht 1
2 Stark gefährdet 2
3 Gefährdet 3
G Gefährdung anzunehmen, aber Status unbekannt G
R Sehr seltene Art bzw. Art mit geographischer Restriktion R
V Arten der Vorwarnliste V
D Daten defizitär D
N Von Naturschutzmaßnahmen abhängig N

 

Die Schlepperei hat ein Ende.

Zehn Jahre lang errichteten Mitglieder des Naturschutzbundes jeweils im Frühjahr an der Recklinghäuser Straße und am Linder Weg einen Krötenzaun – anfangs aus Holzlatten und Plastik, zuletzt aus schwerem Kunstleder. Gestern wurde nun ein fester, wartungsfreier Beton-Zaun am Straßenrand installiert. Er soll sicherstellen, dass Molche und Erdkröten in den nächsten Wochen sicher ihr Laichgewässer erreichen.

Von Frank Bergmannshoff

Zwei unterschiedliche Lösungen machen den alten Kunstleder-Zaun überflüssig. Der Linder Weg wird von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens mit Schranken für den Autoverkehr gesperrt (wir berichteten). Und an der Recklinghäuser Straße nördlich der Ried gibt es nun vom Loemühlenbach an in Richtung Marl-Steinernkreuz eine 300 Meter lange Barriere aus Beton. Mitarbeiter der Gladbecker Firma Sonnenberg gruben die 150, jeweils 50 Kilogramm schweren Elemente gestern ein.

Bei acht Grad laufen Molche los

An ihnen wird die Reise für Kröte Co. vorerst enden, wenn sie sich bald vom Wald nördlich der Recklinghäuser Straße aus auf den Weg machen zu ihrem Laichgewässer, einem Biotop direkt südlich der vielbefahrenen Verkehrsader. "Die Tiere bewegen sich dann am Zaun entlang, bis sie in einen der Eimer fallen, die hinter dem Zaun im Abstand von zehn Metern eingegraben sind", erklärte Reinhard Bömke.

Wann beginnt die Krötenwanderung? "Wenn es ungefähr acht Grad warm wird", weiß Reinhard Bömke. Zwei bis drei Wochen dauere dieser "Krötenregen".

Die Kombination aus Zaun und Schranke findet Reinhard Bömke "fantastisch". Er hofft, dass damit auch den Vandalen endlich das Handwerk gelegt wurde. Die Finanzierung der beiden kreisweit einzigartigen Schutzeinrichtungen haben der Kreis Recklinghausen und der "Landesbetrieb Straßen NRW" übernommen. Der alte Zaun aus Kunstleder rettet künftig Kröten in Haltern und Recklinghausen-Süd.

Mittwoch, 02. März 2005  |  Quelle: Hertener Allgemeine (Herten)

 

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Beton-Barriere schützt Kröten vor Reifen-Tod

Auf der linken Seite sieht man den Zustand bevor der NUR Kreisvorsitzende Reinhard Bömke die Eigeninitiative ergriff, und mit dem Kreishaus und der Stadt Marl eine Lösung fand, die auf der rechten Seite dargestellt ist.
Der "Alte Krötenzaun" an der B225

 

  Der neue feste Krötenzaun an der B225

 

Links Reinhard Bömke mit dem Mitarbeiter der Stadt Marl, Herrn Achim Kompa, bei der "feierlichen Übergabe der Schranke am Linder Weg

Nach einem Jahr schwerer Verhandlungen konnten die Schranken in Betrieb genommen werden.

 

Antrag zum Bau des Krötenzauns und der Schrankenanlage.

hier als pdf-Datei

Der auf Marler Gebiet liegende Laichplatz zählt zu den besten im ganzen Vest Recklinghausen.

 

Die hier abgebildeten Tiere sind die Nutznießer. Dank der Initiative vom Kreis Recklinghausen, dem "Landesbetrieb Straßen NRW" in Bochum und Reinhard Bömke vom NUR können hier nun die Erdkröten gefahrlos zu ihren Laichplätzen.
Erdkröte (Bufo bufo)

 

  Erdkröten (Bufo bufo)

 

 
Grasfrosch (Rena temporaria)

 

Rote Liste V Deutschland

 

Grasfrosch (Rena temporaria)

Foto: Fotofee

 
Laubfrosch (Hyla arborea)

 

Rote Liste 2 Deutschland

 

Laubfrosch (Hyla arborea)

 

 
Laubfrosch (Hyla arborea)

Foto: Fotofee

  Laubfrosch (Hyla arborea)

Foto: Fotofee

 
Wasserfrosch (Rena esculenta)

 

  Wasserfrosch (Rena esculenta)

 

 
Wasserfrosch (Rena esculenta)

Foto: Fotofee

  Wasserfrosch (Rena esculenta)

Foto: Fotofee

 
Wasserfrosch (Rena esculenta)

Foto: Udo Kirchhoff

  Wasserfrosch (Rena esculenta)

 

 
Kreuzkröte (Bufo calamita)

 

Rote Liste 3 Deutschland

 

Kreuzkröte (Bufo calamita)

 

 
Leichballen

 

   

 

 
 

Foto: Udo Kirchhoff

  Teichmolch (Triturus vulgaris)

Foto: Arthur Swiatek Senior

     
   
Moorfrosch

 

   
     
Fester Zaun soll die Kröten schlucken
 
Die 300 Meter lange Anlage erleichtert den Naturschützern die Arbeit
 
Von Florian Müller WAZ
 
Jede Menge Kröten "schlucken" soll der neue feste Zaun, den in diesen Tagen Mitarbeiter der Kreisverwaltung und des Landesbetriebes 
Straßenbau entlang der Marler Straße (B255) an der Stadtgrenze zu Herten errichten. Beantragt hat den Zaun der Naturschützer  Reinhard 
Bömke. "Der feste Zaun nimmt uns in der Zukunft jede Menge Arbeit ab", freute sich der engagierte Naturschützer, denn das rund 300
Meter lange Bollwerk gegen die Kröten bleibt fest verankert. Wenn die Temperaturen rund zehn Grad erreichen, dann wird die Wanderung
einsetzen. Übrigens ziemlich gemütlich, denn nach ein paar Zentimetern legen die Kröten und Molche gerne eine kleine Pause ein. Aus
dem Wald kommend laufen sie dann gegen den Krötenzaun, weichen nach links oder rechts aus und fallen dann in Eimer. So ganz passt
der bestellte Krötenzaun nicht an die Marler Straße, deren Böschung für den bestellten Zaun zu schräg verläuft. Deswegen müssen die 
einzelnen Elemente nun anders gesetzt werden, die Löcher werden per Hand in den Boden geflext.
 
Aufnahmen während der Bauarbeiten an der B 225. Ständiger Kontakt und Koordination mit der Baufirma waren von Nöten, um den festen Krötenzaun nach meinen Wünschen zu installieren.
Montagearbeiten am neuen Krötenzaun   Montagearbeiten am neuen Krötenzaun

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